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Medienschau : Metro mit enttäuschendem Weihnachtsgeschäft

  • Aktualisiert am

Rückgang des operativen Gewinns bei Beiersdorf, Alcoa gibt sich optimistisch wie immer, Siemens - Auftragseingang hat zuletzt stark zugelegt, Intel zahlt Milliarden an Nvidia, Chef von AMD tritt zurück, CropEnergies wächst deutlich und profitabel, Actelion senkt Gewinnprognose, Duke kauft Progress, Graphit Kropfmühl - Umsatzziele übertroffen, Frühindikatoren in Japan legen zu, Chinas Devisenreserven bei 2,85 Billionen Dollar, Japans Währungsreserven leicht gesunken

          8 Min.

          Unternehmensnachrichten

          Metro mit enttäuschendem Weihnachtsgeschäft

          Der Handelsriese Metro hat seinen Umsatz im Weihnachtsgeschäft 2010 nur leicht gegenüber dem Krisenjahr 2009 steigern können. Metro blieb damit unter den Erwartungen der Analysten. Vor allem in Deutschland habe der Wintereinbruch das Weihnachtsgeschäft beeinträchtigt, teilte der Konzern mit. Für 2011 gibt sich Metro-Chef Eckhard Cordes optimistisch. Die Erlöse seien vor Oktober bis Dezember um 1,6 Prozent auf 19,7 Milliarden Euro gestiegen, teilte der Düsseldorfer Konzern am Dienstag auf Basis vorläufiger Zahlen mit. Für das Gesamtjahr bedeute dies ein Plus um 2,6 Prozent auf 67,3 Milliarden Euro. Seine Ertragsprognose für das abgeschlossene Geschäftsjahr bekräftigte der Konzern: Metro rechnet weiter mit einem operativen Gewinn (Ebit) vor Sonderfaktoren von 2,3 Milliarden Euro. 2011 werde der Konzern das „profitable Wachstum beschleunigen“, kündigte Cordes an. Analysten hatten für das vierte Quartal mit einem Umsatz von 20,238 Milliarden Euro und für das Gesamtjahr 2010 mit Erlösen von 67,760 Milliarden Euro gerechnet. Handelskonzerne fahren im vierten Quartal mit dem wichtigen Weihnachtsgeschäft traditionell den Löwenanteil ihrer Umsätze und Gewinne ein. Der Branchenverband HDE hatte für das Weihnachtsgeschäft in Deutschland ein Plus von 2,5 Prozent prognostiziert. Der harsche Wintereinbruch im Dezember mit vereisten Straßen hatte dem Handel indes Probleme bereitet. (Reuters)

          Rückgang des operativen Gewinns bei Beiersdorf

          Der Umbau des Kosmetikgeschäfts hat den Gewinn von Beiersdorf im vergangenen Jahr gedrückt. Das Betriebsergebnis (Ebit) nach Sondereffekten ging 2010 auf 579 Millionen Euro zurück nach 587 Millionen Euro vor Jahresfrist, wie der Nivea-Hersteller am Dienstag in Hamburg mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 559 Millionen Euro gerechnet. Beiersdorf hatte Anfang Dezember ein umfangreiches Investitionsprogramm aufgelegt und angekündigt, margenschwache Produkte aus seinem Sortiment zu streichen. Der von der Tchibo-Mutter Maxingvest kontrollierte Hamburger Traditionskonzern setzte 2010 6,19 Milliarden Euro um, ein Plus von 7,7 Prozent. (Reuters)

          Alcoa nach Rückkehr in Gewinnzone optimistisch

          Der größte amerikanische Aluminiumkonzern Alcoa ist am Jahresende dank höherer Metallpreise in die Gewinnzone zurückgekehrt und geht auch in diesem Jahr von einer steigenden Nachfrage aus. Das vom ehemaligen Siemens-Chef Klaus Kleinfeld geführte Unternehmen eröffnete am Dienstag die amerikanische Bilanzsaison mit einem Gewinn von 258 Millionen Dollar. Ein Jahr zuvor hatte Alcoa noch ein Minus in fast gleicher Höhe verbuchen müssen. Obwohl Alcoa damit im vierten Quartal etwas mehr verdiente als von Analysten im Schnitt erwartet, gab die Alcoa-Aktie im nachbörslichen Handel gut ein Prozent nach. Der Umsatz des Rusal-Konkurrenten wuchs um vier Prozent auf 5,7 Milliarden Dollar und lag damit im Rahmen der Markterwartungen. Analysten lobten die Bilanz in ersten Reaktionen und sprachen von einem guten Startschuss für die amerikanische Bilanzsaison. Vor allem der Optimismus des Konzerns verheiße Gutes auch für andere Unternehmen. Die Aluminiumpreise sind nach einem starken Abschwung in der Rezession wieder kräftig gestiegen. Allein im vierten Quartal legten sie um fünf Prozent zu und befinden sich jetzt in der Nähe des Zwei-Jahres-Hochs bei 2500 Dollar je Tonne. Alcoa führte die Geschäftsverbesserung auch auf die anziehende Nachfrage sowie eine durch Kostensenkungen gesteigerte Produktivität zurück. Diese Effekte seien jedoch teilweise durch den schwächeren amerikanischen Dollar sowie höhere Rohmaterial- und Energiekosten aufgefressen worden. Alcoa sieht noch lange kein Ende des Aufschwungs. „2011 erwarten wir ein weiteres Wachstum des Aluminium-Marktes um 12 Prozent nach der Steigerung um 13 Prozent im vergangenen Jahr“, erklärte Kleinfeld. Alcoa sei gut dafür positioniert, in seinen Märkten schneller als der Gesamtmarkt zu wachsen. Auch im Immobiliensektor zeichne sich langsam ein Licht am Ende des Tunnels ab. Bis 2020 wird sich nach Einschätzung von Alcoa die weltweite Nachfrage nach Aluminium sogar verdoppeln. (Reuters)

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