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Medienschau : Metro erwägt Börsengang von Kaufhof

  • Aktualisiert am

Große Banken sollen nach dem Willen der BIZ mehr Eigenkapital bereitstellen. Nokia und Siemens werden ihr Netzwerk-Gemeinschaftsunternehmen nicht los. Paris einigt sich mit den Banken über Griechenland-Hilfen. JPMorgan soll 19 Milliarden Dollar für den Madoff-Betrug zahlen.

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          Unternehmensnachrichten

          Metro erwägt Börsengang von Kaufhof

          Der Handelsriese Metro schmiedet einem Zeitungsbericht zufolge Pläne für einen Börsengang seiner Tochter Kaufhof. „Es gibt lockere Gespräche mit Banken über einen möglichen Börsengang“, zitierte das „Handelsblatt“ (Montagausgabe) einen Konzernmanager. Zu klären sei vor allem, was mit den Immobilien geschehen solle. „Das Börsenklima ist derzeit alles andere als ermutigend“, schränkte ein Sprecher von Metro gegenüber der Zeitung aber ein. Metro-Chef Eckhard Cordes hatte erst vor kurzem den lange angestrebten Zusammenschluss von Kaufhof mit dem Konkurrenten Karstadt aufgegeben. Das „Handelsblatt“ berichtet zudem, Metro spreche mit Interessenten über einen Verkauf der Warenhauskette Real. „Uns liegen erste Anfragen von Investoren vor, die sich für den Kompletterwerb unserer SB-Warenhaustochter Real interessieren“, zitierte die Zeitung einen Konzernmanager. (Reuters)

          Große Banken sollen mehr Eigenkapital bereitstellen

          Die großen Banken der Welt sollen künftig noch mehr Eigenkapital bereitstellen als kleinere Institute. Dies beschloss die aus 27 Zentralbanken bestehende Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) am Wochenende. Der Zuschlag solle 1,0 bis 2,5 Prozent betragen, heißt es in der Entscheidung, die unter anderem noch von den G20-Staaten gebilligt werden muss.

          Diese Maßnahme gegen das „Too-big-to fail“-Problem gilt für Banken, die für eine Volkswirtschaft zu bedeutsam sind, als dass der Staat sie in einer Krise fallen lassen könnte. Sie müssten demnach künftig mehr Aktien und Gewinnrücklagen als Puffer anlegen. Betroffen sein könnten weltweit bis zu 30 Banken.

          Außerdem riefen die Zentralbanken - auch vor dem Hintergrund der europäischen Schuldenkrise - zum weiteren Abbau der Schulden auf. In ihrem am Sonntag in Basel veröffentlichten Jahresbericht spricht die BIZ von einer „vielerorts immer noch äußerst lockeren Geldpolitik“: Wenn der Schuldenabbau nicht voran getrieben werde, werde die Finanzkrise nicht beendet.

          Die weiter sehr niedrigen Zinssätze in den wichtigsten fortgeschrittenen Volkswirtschaften verzögerten die notwendigen Bilanzanpassungen von privaten Haushalten und Finanzinstituten, schreibt die BIZ. „Dadurch steigt auch die Gefahr, dass es wie vor der Finanzkrise abermals zu Verzerrungen kommt.“ Staaten, die die Behebung ihrer fiskalischen Probleme auf die lange Bank schöben, liefen Gefahr, „ebenso plötzlich wie hart abgestraft zu werden“. (dpa-AFX)

          Nokia und Siemens werden Netzwerk-Gemeinschaftsunternehmen nicht los

          Nokia und Siemens bleiben einem Zeitungsbericht zufolge auf dem Mehrheitsanteil an ihrem defizitären Netzwerk-Gemeinschaftsunternehmen sitzen. Aus diesem Grund planten sie nun, mehr Kapital in das Gemeinschaftsunternehmen Nokia Siemens Network (NSN) zu investieren, berichtet das „Wall Street Journal“ am Sonntag in seiner Online-Ausgabe. Die Gespräche mit dem Bieterkonsortium aus den Investoren Gores und Platinum Equity würden wohl erfolglos verlaufen. Die amerikanischen Beteiligungsgesellschaften Kohlberg Kravis Roberts und TPG, die ebenfalls interessiert sind, könnten allerdings eine geringe Beteiligung an NSN erwerben, berichtete das Blatt.

          Bei Nokia und Siemens war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Der kriselnde finnische Handyriese und der Münchener Industriekonzern versuchen seit dem Spätsommer, Anteile an dem gebeutelten Netzwerkhersteller zu verkaufen. Die beiden Konzerne hatten ihre jeweiligen Sparten 2007 in einem Joint Venture gebündelt, an dem jede Partei 50 Prozent hält. (Reuters)

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