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Medienschau : Merck-Gewinn sinkt deutlich

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Entwarnung für große amerikanischen Banken: Die meisten der 19 einem Belastungstest unterzogenen Institute haben die Prüfung bestanden. Allerdings forderte die Regierung laut Medienberichten mindestens eine bis drei Banken auf, die Kapitalreserven aufzustocken. Bei dem sogenannten „Stress-Test“ schätzte die amerikanischen Notenbank Federal Reserve mit Hilfe von Rechenmodellen, welche Verluste Banken verkraften können. Konkrete Ergebnisse sollen erst am 4. Mai veröffentlicht werden. Unterdessen schlossen die amerikanischen Behörden vier weitere eher kleine Regionalbanken. Damit erhöhte sich die Zahl der in diesem Jahr dichtgemachten Institute auf 29. Die Ergebnisse des „Stress-Tests“ wurden am Freitag lediglich den Banken selbst mitgeteilt - unter strenger Geheimhaltung. Zur Enttäuschung vieler Investoren äußerte sich die Fed mit keinem einzigen Wort dazu, welche der Institute die Belastungsprüfung bestanden haben und damit nicht zu einer zusätzlichen Kapitalaufnahme gezwungen werden. Diejenigen Banken, die als Ergebnis der Untersuchungen zur zusätzlichen Kapitalaufnahme aufgefordert würden, sollten nicht als insolvent oder nicht überlebensfähig betrachtet werden, betonte die Fed zugleich am Freitag. Dass zumindest eine Bank beim Test durchfiel, berichtete die „Washington Post“ unter Berufung auf eine „Quelle mit direkter Kenntnis“. Im „Wall Street Journal“ war von mindestens drei Banken die Rede. Die geprüften Banken haben nun zunächst Zeit bis Freitag, die Ergebnisse anzufechten. Wer zusätzliches Kapital benötigt, erhält mehrere Monate, um private Investoren zu finden, bevor er zur Annahme staatlicher Hilfe gezwungen wird - oder dazu, zur Kapitalstabilisierung bisherigen Vorzugsaktionären Stammaktien anzubieten. In einigen Fällen könnte Unternehmen auch kein anderer Weg bleiben als der Regierung bedeutende Anteile zu verkaufen. Dem „Belastungs-EKG“ hatten sich die 19 führenden amerikanischen Geldinstitute mit jeweils einer Bilanzsumme von mehr als 100 Milliarden Dollar unterziehen müssen. Beteiligt waren nach Medienberichten mehr als 150 Finanzaufsichtsbeamte. (dpa-AFX)

IWF-Chefvolkswirt warnt vor übertriebenem Optimismus

IWF-Chefvolkswirt Olivier Blanchard hat davor gewarnt, vorzeitig das Ende der Krise auszurufen und dadurch extreme Enttäuschung bei den Menschen auszulösen. „Ich bin ziemlich überzeugt, dass wir eine Depression verhindert haben. Aber wir dürfen uns selbst nichts vormachen: Wir stecken immer noch in Schwierigkeiten“, sagte er der „Financial Times Deutschland“ (FTD - Montagausgabe) am Rande der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington. Die Weltwirtschaft werde noch „einige weitere Quartale mit negativen Wachstumsraten“ erleben, vor allem aber werde die Arbeitslosigkeit „das ganze Jahr 2009 zulegen und wahrscheinlich auch den Großteil des nächsten Jahres“. „Es gibt Gefahren, wenn den Leuten nun erzählt wird, dass die Krise fast vorbei ist, nur damit sie dann feststellen, dass die Arbeitslosigkeit Monat für Monat steigt“, sagte Blanchard. Politiker und Entscheidungsträger müssten daher vorsichtig sein. Er betonte, dass das Wachstum der Weltwirtschaft auch nach Überwinden der aktuellen Finanzkrise auf Jahre nicht wieder Raten wie zwischen 2004 und 2007 erreichen werde. (DowJones)

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