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Medienschau : Merck-Gewinn sinkt deutlich

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Sharp verbucht erstmals operativen Gesamtjahresverlust

Der japanische Elektronikkonzern Sharp hat zum ersten Mal in seiner Unternehmensgeschichte ein Geschäftsjahr mit tiefroten Zahlen abgeschlossen. Der operative Verlust des im März abgelaufenen Geschäftsjahrs 2008/09 betrage umgerechnet 437 Millionen Euro (55,48 Milliarden Yen), teilte der Konzern am Montag mit. Im Vorjahr war noch ein Gewinn von rund 1,5 Milliarden Euro angefallen. Ursache seien die schlechte Nachfrage nach Fernsehern, Preisrückgänge und Kosten für die Umstrukturierung des Unternehmens. Sharp ist nach Samsung und Sony der weltweit drittgrößte Hersteller von Flachbildschirm-Fernsehern. Für das gerade begonnene Geschäftsjahr 2009/10 peilt Sharp wieder einen operativen Gewinn von 393 Millionen Euro an. (Reuters)

GM hat angeblich neuen Sanierungsplan

Der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) will der amerikanischen Regierung angeblich rasch einen neuen Sanierungsplan mit neuen, noch härteren Einschnitten vorlegen. Das bereits dritte Konzept könnte schon am Montag vorgestellt werden, berichtete die „New York Times“ am Wochenende unter Berufung auf informierte Personen. Der Plan werde wahrscheinlich weitere Werkschließungen und Stellenabbau vorsehen sowie eine neue Absatzprognose enthalten. Laut weiteren Medienberichten könnte GM auch die mehr als 80 Jahre alte Marke Pontiac sterben lassen. Keine Informationen gab es dazu, ob die neuen Einschnitte nur den amerikanischen Markt oder auch das Europa-Geschäft unter anderem mit Opel treffen sollen. General Motors (GM) hat von der amerikanischen Regierung Zeit bis zum 1. Juni bekommen, ein tragfähiges Zukunftskonzept vorzulegen. Die vorherigen zwei Sanierungspläne schmetterte Washington als realitätsfern ab. Die Opel-Mutter hat bisher insgesamt 15,4 Milliarden Dollar staatliche Unterstützung erhalten und will weitere 14,6 Milliarden. Das Weiße Haus will vor weitere Hilfen jedoch sicher sein, dass GM überhaupt überleben kann. (dpa-AFX)

Zeitung: Deutsche Bank erreicht in Q1 vorraussichtlich Rendite-Ziel

Die Deutsche Bank hat einem Zeitungsbericht zufolge ihr langfristiges Ziel für die Eigenkapitalrendite im ersten Quartal voraussichtlich wieder erreicht. Wie das „Handelsblatt“ (Montag) unter Berufung auf Finanzkreise berichtet, dürfte die Rendite vor Steuern im abgelaufenen Jahresviertel wieder bei 25 Prozent gelegen haben. Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hatte zuletzt bereits von möglichen Renditen von mindestens 20 Prozent gepsprochen. Dem „Handelsblatt“ sagte Ackermann nun: „25 Prozent Eigenkapitalrendite ist lange Zeit das gewesen, was die Besten der Welt erreicht haben. In der Krise ist das natürlich schwerer geworden. Aber einige Banken haben diese Richtgröße im ersten Quartal dieses Jahres wieder erreicht oder sind ihr zumindest sehr nahe gekommen.“ Mit Blick auf die für Dienstag vorgesehenen eigenen Zahlen fügte er hinzu: „Man kann es im Geschäftsleben nicht mit Absicht gemächlicher angehen lassen, nur damit alle mitkommen.“ Für diese Zielsetzung wurde Ackermann zuletzt von zahlreichen Politikern hart kritisiert. „Ackermann trägt eine Mitverantwortung für die Verfolgung überzogener Renditeziele“, sagt der SPD-Fraktionsvize Joachim Poß gegenüber dem „Handesblatt“. Das habe zusammen mit Fehlanreizen in der Managervergütung in diese Krise geführt. „Wenn Ackermann jetzt einfach bei dieser Sichtweise bleibt, zeigt dies, dass er aus dieser schweren Krise zu wenig gelernt hat. Als wichtiger Repräsentant der deutschen Kreditwirtschaft ist er damit nicht länger geeignet„, sagte Poß und forderte den Rücktritt des Bankchefs. Auch Otto Bernhardt, finanzpolitischer Sprecher der Union, bezeichnete das Ziel als „falsches Signal“. Ein Sprecher der Deutschen Bank wollte den Bericht am Sonntag nicht kommentieren. Das Geldinstitut lege am Dienstag seine Zahlen vor und werde dazu vorher nichts sagen. (dpa-AFX)

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