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Medienschau : Mehrere EU-Länder verlängern Verbot von Leerverkäufen

  • Aktualisiert am

Die Kommunen sind an der RWE-Tochter Süwag interessiert, Gildemeister will eigene Aktien zurückkaufen, Solar Millennium prüft den Umstieg bei weiteren Solar-Kraftwerken, die LBBW leider unter Griechenland.

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          Unternehmensnachrichten

          Kommunen an RWE-Tochter Süwag interessiert

          Im Zuge der angekündigten Sparmaßnahmen des Energiekonzerns RWE wird wahrscheinlich auch der Frankfurter Versorger Süwag Energie verkauft. Interessiert wären laut einem Zeitungsbericht die kommunalen Miteigentümer, die die restlichen 22 Prozent halten. Die Kosten einer Komplettübernahme der 77,6-prozentigen RWE-Beteiligung werden auf 700 bis 800 Millionen Euro taxiert.

          Eine RWE-Sprecherin wollte zur möglichen Veräußerung der Süwag am Freitagmorgen nicht Stellung nehmen. Generell sagte sie zum Thema Verkäufe, das Unternehmen prüfe seine Optionen. (Dow Jones)

          Gildemeister will eigene Aktien zurückkaufen

          Der Werkzeugmaschinenbauer Gildemeister startet einen Aktienrückkauf. Das Unternehmen will gut 3 Millionen Papiere von diesem Freitag an bis spätestens zum 31. Dezember an der Börse kaufen, das entspricht 5,1 Prozent des Grundkapitals, wie die im MDax notierte Gesellschaft am Donnerstag in Bielefeld mitteilte. Die Aktien sollen nach Unternehmensangaben vor allem als „Währung“ für künftige Zukäufe dienen. (dpa-AFX)

          Solar Millennium prüft Umstieg bei weiteren Solar-Kraftwerken

          Der Kraftwerksentwickler Solar Millennium prüft nach dem überraschenden Verzicht auf Parabolrinnentechnik im kalifornischen Blythe auch bei weiteren amerikanischen Solarkraftprojekten einen Technologiewechsel. Es gehe dabei um Projekte in Palen und Ridgecrest (beide Kalifornien) und ein Projekt in Amargosa im Staat Nevada, sagte eine Sprecherin am Donnerstag und bestätigte damit Teile eines Berichts des „Manager Magazins“.

          Ob dabei am Ende tatsächlich auf die ursprünglich geplante Parabolrinnentechnik verzichtet werde sei aber noch völlig offen. Die Projekte lägen keineswegs auf Eis oder stünden auf der Kippe, sagte die Sprecherin. Anders als das Projekt im kalifornischen Blythe stünden die drei anderen amerikanischen Kraftwerksprojekte mit einer Leistung von 1250 Megawatt noch ganz am Anfang. Deshalb stehe Solar Millennium nicht unter Druck, sich schon jetzt auf die dort eingesetzte Solartechnik festzulegen. (dpa-AFX)

          Griechenland-Risiko trifft LBBW empfindlich

          Abschreibungen aus dem Griechenland-Geschäft haben die größte deutsche Landesbank LBBW erheblich belastet. Zwar verbuchte die Landesbank Baden-Württemberg in der ersten Jahreshälfte unter dem Strich 376 Millionen Euro Gewinn. Aber die Dynamik vom Jahresanfang erfuhr vor allem wegen der griechischen LBBW-Aktivitäten einen Dämpfer. Nach dem ersten Quartal 2011 waren 352 Millionen Euro Überschuss geblieben - von April bis Ende Juni folgte nun also nur ein sehr kleines Plus.

          In den Büchern musste das Kreditinstitut rund 450 Millionen Euro Belastungen aus Griechenland-Geschäften notieren. Davon entfällt mit 300 Millionen Euro der größte Teil auf griechische Staatsanleihen, „was einer Abschreibung von rund 50 Prozent entspricht“, schreibt die LBBW.

          Die finanzielle Stärke der Bank (“Bank Financial Strength Rating“/BFSR) ist aus Sicht der Ratingagentur Moody's daher auch geschwächt - die Note fiel von C- auf D+. Die Bank sei weiter anfällig für heftige Schwankungen an den Märkten. Allerdings änderte die Agentur laut Mitteilung den Langzeitausblick zugleich von „negativ“ auf „stabil“. Die LBBW werde es in den kommenden zwei Jahren wahrscheinlich schaffen, Ausfallrisiken zu minimieren. (dpa-AFX)

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