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Medienschau : Maschinenbauaufträge in Japan gehen kräftig zurück

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Die Auftragseingänge der japanischen Maschinenbauunternehmen sind im Mai in der Kernberechnung (ohne Berücksichtigung von Kraftwerksanlagen und Schiffbau) unerwartet stark eingebrochen. Wie das Kabinettsbüro der Regierung am Donnerstag mitteilte, wurde gegenüber dem Vormonat saisonbereinigt ein Rückgang um 9,1 Prozent verzeichnet. Analysten hatten im Mittel mit einem Minus von 3,0 Prozent gerechnet. Es war der erste Rückgang bei den Maschinenbauaufträgen in drei Monaten. Im April waren die Orders noch um 4,0 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lagen die Auftragseingänge im Mai um 4,3 Prozent höher. Der Ordereingang im Maschinenbau wird von Volkswirten als vorlaufender Indikator für die Entwicklung der Ausgaben der Unternehmen für langfristige Sachanlagen gewertet. (Dow Jones Newswires)

Japans Leistungsbilanzüberschuss sinkt im Mai deutlich

Der Überschuss in der japanischen Leistungsbilanz ist im Mai entgegen den Erwartungen deutlich gesunken. Wie das Finanzministerium am Donnerstag berichtete, fiel der positive Saldo gegenüber dem Vorjahresmonat um 8,1 Prozent auf 1,205 Billionen Yen. Analysten hatten hingegen eine Steigerung um 0,8 Prozent auf 1,320 Billionen Yen erwartet. Im April war ein Anstieg des Leistungsbilanzüberschusses um 88,0 Prozent auf 1,242 Billionen Yen verzeichnet worden. Den weiteren Angaben zufolge stiegen die Exporte im Mai auf Jahressicht um 33,8 Prozent, während die Importe um 37,8 Prozent zulegten. (Dow Jones Newswires)

Landesweite Streiks in Griechenland

In Griechenland haben am Donnerstag landesweite Streiks gegen das Sparprogramm der Regierung und eine Rentenreform weite Teile des öffentlichen Lebens lahmgelegt. Sämtliche Fährverbindungen von der Hafenstadt Piräus zu den Inseln der Ägäis wurden gestrichen. U-Bahnen und Busse in Athen fuhren nicht. Geschlossen bleiben auch alle staatlichen Behörden wie Ministerien, Museen und Steuerämter sowie Schulen und Universitäten. Im Flugverkehr kommt es wegen einer vierstündigen Arbeitsniederlegung der Fluglotsen zu Dutzenden Ausfällen von Flügen. Im Radio und Fernsehen gibt es keine Nachrichten, weil auch die Journalisten streiken. Die Ärzte in öffentlichen Krankenhäusern behandeln nur Notfälle. Zu den Streiks haben die beiden größten Gewerkschaftsverbände GSEE und ADEDY aufgerufen. Am frühen Nachmittag wollen zehntausende Gewerkschaftsmitglieder im Zentrum Athens gegen die Sparmaßnahmen demonstrieren. Das Programm der Regierung zur Abwendung eines Staatsbankrotts sieht unter anderem einen Einstellungsstopp im öffentlichen Dienst und Gehaltskürzungen für Beamte sowie erhebliche Einsparungen im Sozialbereich vor. Das Rentenalter wird von heute im Durchschnitt 61,4 auf 65 Jahre erhöht. (dpa-AFX)

Schweizer Arbeitslosenquote sinkt im Juni auf 3,7 Prozent

Die Arbeitslosigkeit in der Schweiz ist im Juni zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote fiel auf 3,7 Prozent von 3,8 Prozent im Mai, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) am Donnerstag mitteilte. Die Zahl der Arbeitslosen lag Ende Juni bei 144.473 Personen, das waren 6.601 Personen weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg die Zahl der Arbeitslosen jedoch um 3,0 Prozent oder. 4.220 Personen. (Dow Jones Newswires)

IWF gibt sich wachstumsoptimistisch

Die Weltwirtschaft erholt sich in diesem Jahr noch kräftiger als zunächst erwartet. Der Internationale Währungsfonds (IWF) korrigierte seine Wachstumsprognose für 2010 wiederholt nach oben, diesmal um 0,4 Punkte auf 4,6 Prozent. Bereits im April hatte er seine Schätzungen angehoben, zu Jahresbeginn lag der Wert noch bei 3,9 Prozent. Auch in Deutschland soll der Konjunkturauftrieb mit einem Plus von 1,4 Prozent in diesem Jahr leicht stärker ausfallen als bislang angenommen, heißt es in dem jüngsten IWF-Wirtschaftsausblick, der am Donnerstag (Ortszeit) in Hong Kong vorgelegt wurde. (dpa-AFX)

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