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Medienschau : Krise wird viele Banken in den Strudel reißen

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Verkäufe, Verkäufe, Verkäufe: Close Brothers bietet für Kleinwort Benson, Warner Chilcott kauft die P&G-Pharmasparte, Lloyds spricht über Clerical Medical und Dow Jones über sein Indexgeschäft. Sinopec verbucht einen Rekordgewinn und die Bundesregierung will weiter Abwrack prämieren.

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          Unternehmen

          Schickedanz und Sal. Oppenheim droht bei Arcandor Totalverlust

          Die Anteilseigner des insolventen Handels- und Reiseunternehmens Arcandor werden laut einem Pressebericht bei der Verwertung der Gesellschaft mit ziemlicher Sicherheit leer ausgehen. Die Aktionäre des Konzerns - darunter Großaktionäre wie Madeleine Schickedanz und die Gesellschafter der Privatbank Sal. Oppenheim - seien im beantragten Insolvenzverfahren nur „nachrangige Gläubiger“, sagte Rolf Weidmann, Partner der mit der vorläufigen Insolvenzverwaltung beauftragten Kanzlei Görg, dem „Handelsblatt“ (Montagausgabe).

          Zu holen sei für sie nur noch dann etwas, wenn bei der Verwertung des Konzerns 100 Prozent der Gläubigerforderungen befriedigt würden und darüber hinaus Eigenkapital übrig bliebe. „Dazu müsste schon ein Wunder geschehen“, hieß es laut „Handelsblatt“ in Konzernkreisen.

          Für Quelle-Erbin Schickedanz endet das 1999 eingefädelte Zusammengehen mit Karstadt also voraussichtlich mit einem Totalverlust. Denn ihre Arcandor-Aktien, die nur noch mit einem Wert von knapp 20 Millionen Euro an der Börse gehandelt werden, seien damit - wie auch die restlichen Papiere - faktisch wertlos, hieß es in dem Bericht weiter. Sal. Oppenheim wollte sich zu dem Bericht nicht äußern. Auch ein Sprecher der Madeleine Schickedanz Vermögensverwaltung lehnte eine Stellungnahme ab. (dpa-AFX)

          Pfleiderer rutscht in die roten Zahlen

          Der Möbel- und Bauzulieferer Pfleiderer ist im zweiten Quartal in die roten Zahlen gerutscht. Der Verlust nach Anteilen Dritter habe von April bis Juni 2,9 Millionen Euro betragen, teilte die im MDax notierte Gesellschaft am Montag in Neumarkt mit. Im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch eine schwarze Null geschrieben. Dennoch übertraf Pfleiderer die Erwartungen der Analysten, die einen Verlust von 16,9 Millionen Euro prognostiziert hatten. Operativ machte das Unternehmen einen Verlust von 0,4 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor hatte Pfleiderer einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 22,6 Millionen Euro ausgewiesen.

          Der Umsatz sackte auf 334,5 (Vorjahr: 449,1) Millionen Euro. Dem Unternehmen aus dem oberpfälzischen Neumarkt macht vor allem ein Nachfrageeinbruch in West- und Osteuropa zu schaffen. Hinzu kommen die Schwäche des polnischen Zloty und des russischen Rubel. Bereits Mitte Juni hatte Pfleiderer mitgeteilt, dass sich das Geschäftsfeld im zweiten Quartal - anders als erwartet - deutlich verschlechtert habe. Für das zweite Halbjahr geht Pfleiderer von einer unverändert schwierigen Geschäftsentwicklung aus. (dpa-AFX)

          Postbank sieht keine schnelle Übernahme durch Deutsche Bank

          Der Finanzchef der Postbank, Stefan Jütte, rechnet nicht mit einer schnellen Übernahme durch den Großaktionär Deutsche Bank. „Zurzeit ist für mich nicht erkennbar, dass ein solcher Schritt unmittelbar bevorsteht“, sagte Jütte der Börsen-Zeitung (Samstagausgabe).

          Medien und Börsianer hatten spekuliert, die Deutsche Bank könnte rasch die Mehrheit an der Postbank übernehmen. Derzeit liegt der Anteil bei knapp unter 30 Prozent. Überschreitet die Deutsche Bank diese Schwelle, muss sie ein Übernahmeangebot an die restlichen Aktionäre machen. (dpa-AFX)

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