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Medienschau : Koalition will Solarförderung weiter beschneiden

  • Aktualisiert am

Die Adler Modemärkte wollen an die Börse, Demag Cranes lehnt das Übernahmeangebot von Terex ab, Singulus will das Kapital erhöhen, Gutekunst baut seinen Anteil an Roth & Rau aus. Der Börsengang von Chrysler wird fraglich und die EU-Kommission erhöht den Druck auf Griechenland.

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          Unternehmensnachrichten

          Adler Modemärkte will bei Börsengang bis zu 145 Millionen Euro erlösen

          Die Textil-Einzelhandelskette Adler Modemärkte will bei dem für Mitte Juni anvisierten Börsengang bis zu 145 Millionen Euro erlösen. Die bis zu rund 11,63 Millionen Anteile sollen für 10 Euro bis 12,50 Euro das Stück verkauft werden, teilte das Unternehmen am Freitagabend in Haibach mit. Mit bis zu 112 Millionen Euro soll dabei der Großteil des Erlöses dem derzeitigen Eigentümer Blu-O zufließen. Die Aktien können vom 30. Mai bis voraussichtlich 14. Juni gezeichnet werden. Die Papiere sollen am 16. Juni zum ersten Mal am streng regulierten Prime Standard der Deutschen Börse gehandelt werden. Sollte die franzöische Bank Credit Agricole als Konsortialbank alle Anteile platzieren, würde der Streubesitz bei rund 63 Prozent liegen. Der Finanzinvestor Blu-O wäre damit die Mehrheit an dem 2009 von der Metro erworbenenen Unternehmen wieder los. (dpa-AFX)

          Demag Cranes lehnt Übernahmeangebot von Terex ab

          Der Düsseldorfer Kranbauer Demag Cranes forciert nach einem Pressebericht den Widerstand gegen das feindliche Übernahmeangebot des amerikanischen Baumaschinenherstellers Terex. Die Demag-Führung werde Terex' Offerte mit der Begründung ablehnen, der Preis sei zu niedrig, berichtet die „Financial Times Deutschland“ (Montag) unter Berufung auf Finanzkreisen. Demag muss seine Stellungnahme zu dem Gebot von 41,75 Euro je Aktie in dieser Woche veröffentlichen. Demag lehnte eine Stellungnahme zu dem Zeitungsbericht ab.

          Terex ist mit seinem Übernahmeangebot nur erfolgreich, wenn es ihm gelingt, bis zum Ende der Angebotsfrist am 30. Juni 51 Prozent der Demag-Anteile zu erwerben. Bisher hat sich der Konzern 1,02 Prozent am deutschen Rivalen gesichert. Nach Angaben der „Financial Times Deutschland“ liegen inzwischen rund 30 Prozent der Demag-Aktien bei Hedgefonds wie Centaurus oder Halso Lux. Die meisten Hedgefonds seien zu Preisen um 36 Euro eingestiegen. (dpa-AFX)

          Börsengang von Chrysler fraglich

          Fiat wird bei Chrysler möglicherweise auf einen Börsengang verzichten und stattdessen den amerikanischen Autohersteller selbst übernehmen. Aus informierten Kreisen verlautete, schon an diesem Montag werde Fiat-Chef Sergio Marchionne verkünden, dass er auch mit Kanada über einen Rückkauf von deren Chrysler-Anteilen verhandelt. Der Manager weilt am Montag in Toronto.

          Damit stelle sich die Frage, ob es im nächsten Jahr tatsächlich zu einem Börsengang komme, bei dem die Automobilgewerkschaft UAW ihre Chrysler-Anteile versilbern würde, sagen Personen, die mit dem Fall Chrysler vertraut sind.

          Schon in der nächsten Woche will Fiat den Kauf des vom amerikanischen Finanzministerium gehaltenen 6-prozentigen Chrysler-Pakets über die Bühne bringen. Aktuell verhandeln beide Seiten über den Preis. In diesem Fall hätte Fiat mit 52 Prozent bereits die Mehrheit bei Chrysler. Fiat hat überdies die Option, von der Autogewerkschaft UAW einen großen Teil ihrer 45,7-prozentigen Chrysler-Beteiligung zu übernehmen. (Dow Jones)

          Singulus will Kapital erhöhen

          Der Spezialmaschinenbauer Singulus will mit einer Kapitalerhöhung an frisches Geld für seine Solarsparte kommen. Brutto könnten dem Unternehmen durch die Maßnahme Barmittel von rund 26 Millionen Euro zufließen. Die neuen Anteilsscheine im Volumen von knapp acht Millionen sollen den Altaktionären im Verhältnis von 16 zu 3 für 3,30 Euro je neuem Papier angeboten werden. Die Bezugsfrist beginnt voraussichtlich am 4. Juni und endet am 17. Juni.

          Zu einem geringeren Teil würden die Mittel auch zur Rückführung der Fremdfinanzierung verwendet, um Kosten zu senken und unabhängiger agieren zu können. Die Börse zeigte sich in einer ersten Reaktion nicht begeistert: In Frankfurt endeten Singulus-Aktien im Vergleich zum Schlusskurs im Hauptgeschäft 2,08 Prozent tiefer bei 4,29 Euro. (dpa-AFX)

          Unternehmer Gutekunst baut Anteil an Solarzulieferer Roth & Rau aus

          Der Unternehmer Jürgen Gutekunst hat seine Beteiligung am Solarzulieferer Roth & Rau aufgestockt. Der Stimmrechtsanteil habe am 24. Mai die Schwelle von 15 Prozent überschritten und 15,06 Prozent betragen, teilte die im TecDax notierte Gesellschaft am Samstag mit. Mitte April hatte Gutekunst seine Beteiligung an dem Solarzulieferer auf über zehn Prozent aufgestockt. Erst vor wenigen Tagen hatte der Schweizer Solarzulieferer Meyer Burger seinen Anteil an Roth & Rau auf fast 20 Prozent erhöht. Meyer Burger will Roth & Rau für insgesamt rund 350 Millionen übernehmen. Nach früheren Informationen können die Aktionäre von Roth & Rau die Übernahmeofferte von Meyer Burger vom 5. Mai bis einschließlich 3. Juni dieses Jahres annehmen. (dpa-AFX Broker)


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