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Medienschau : KfW dementiert Einstieg bei Airbus-Werken

  • Aktualisiert am

Bild: FAZ.NET-Jan Bazing

Siemens droht eine hohe Ergebnisbelastung aus Kraftwerksprojekt, Samsung sieht keine bedeutende Erholung bei DRAM-Preisen, Murdoch greift nach der Kontrolle bei Premiere, NordLB-Vorstand Jürgen Kösters gibt sein Amt ab.QSC demonstriert Zuversicht für das laufende Jahr, die HHLA verzeichnet dank des Containerbooms einen Gewinnsprung und Colonia Real Estate will erstmals eine Dividende von 0,25 Euro zahlen.Neues aus der Finanzkrise: Weitere Abschreibungen belasten das Northern-Rock-Ergebnis, die BayernLB bietet für die IKB, die Banco Popolare verdient weniger und als Folgen der die Finanzkrise werden schärfere Kapitalmarktkontrollen diskutiert. Zudem will der Bund Fondsanleger steuerlich stärker belasten.

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          Unternehmensmeldungen

          KfW dementiert Einstieg bei Airbus-Werken

          Die staatliche deutsche Förderbank KfW hat einen Medienbericht dementiert, wonach sie sich an den deutschen Werken des Flugzeugbauers Airbus beteiligen will. Das berichtet die Zeitung „Handelsblatt“ (HB) in ihrer Internetausgabe am Sonntag. Die Pariser Zeitung „Le Journal du Dimanche“ (JDD) hatte berichtet, dass der Airbus-Konzern EADS die staatliche KfW Bank und die Vereinigten Arabischen Emirate an deutschen Werken beteiligen will.

          EADS bekomme die für Airbus arbeitenden Werke in Varel, Nordenham und Augsburg mit rund 6.800 Beschäftigten nicht los. Jetzt wolle EADS die Werke in einer neuen Einheit bündeln und 40 Prozent der Anteile an die KfW und einen Fonds der Emirate abtreten. EADS behalte mit 60 Prozent die Mehrheit, schreibt das Sonntagsblatt. Das „JDD“ gehört dem EADS-Großaktionär Arnaud Lagardère.

          Die staatliche Förderbank KfW widersprach dem Bericht umgehend: „Das trifft nicht zu“, sagte ein Sprecher dem Handelsblatt. Airbus wollte den Bericht nicht kommentieren. Ein Konzernsprecher nannte die Darstellung auf Anfrage „reine Spekulation“.

          Das Scheitern des Werksverkaufs in Deutschland zwingt EADS dem „JDD“ zufolge aber auch zur Änderung seiner Verkaufspläne für drei Werke in Frankreich und Großbritannien. Paris und London forderten, dass ihre Interessen genauso gut gewahrt blieben wie die deutschen. Der Konzern sei daher gezwungen, die Kontrollmehrheit über alle Werke zu behalten. Ein Sonderfall sei Laupheim. Hier laufen die Verhandlungen mit Diehl weiter. (Dow Jones)

          Siemens droht hohe Ergebnisbelastung aus Kraftwerksprojekt

          Das modernste und leistungsstärkste Kernkraftwerk der Welt im finnischen Olkiluoto droht einem Zeitungsbericht zufolge für den Münchener Siemens-Konzern zu einem großen Verlustbringer zu werden. „Eine Schätzung der Belastung von etwa 500 Millionen Euro über die gesamte Laufzeit hinweg erscheint nicht unrealistisch“, sagte ein Analyst des Brokerhauses CAI Cheuvreux der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung/Montag). Ein Siemens-Sprecher in München hat der Zeitung zufolge eingeräumt, dass die Belastung „nicht unerheblich“ sei.

          Das Atomkraftwerk wird von einem Konsortium gebaut, dem neben Siemens federführend die französische Areva angehört. Es wird mit einer Verzögerung von mindestens zwei Jahren fertiggestellt. Die daraus entstehenden finanziellen Belastungen infolge von Vertragsstrafen und Mehrkosten der Aufholjagd seien erheblich, berichtete die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. Analysten schätzten die gesamten Zusatzkosten infolge der Verzögerungen auf 700 Millionen bis 1,5 Milliarden Euro. (dpa-AFX)

          Pernod Ricard übernimmt schwedische Vin & Sprit

          Der französische Wein- und Spirituosenkonzern Pernod Ricard übernimmt Schwedens größten Alkoholproduzenten Vin & Sprit. Der Kaufpreis liege bei 5,626 Milliarden Euro, teilte Pernod am Montag mit. Die Franzosen erwarten Synergien vor Steuern von 125 bis 150 Millionen Euro. Im ersten Jahr soll der Zukauf unterm Strich ergebnisneutral sein, ab dann den Gewinn kräftig anwachsen lassen. Vin & Sprit ist einer der größten Wodka-Produzenten; Hauptmarke ist „Absolut“. Bisheriger Besitzer ist der schwedische Staat. (dpa-AFX)

          QSC-Chef demonstriert Zuversicht für 2008

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