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Medienschau : Keine Sonderausschüttung von Infineon

  • Aktualisiert am

Die Software AG will weiter zukaufen, BA ist weiter an einer Fusion mit Qantas interessiert, Air Products erhöht sein Gebot für Airgas. Die Notenbanken Japans und Australiens lassen den Leitzins unverändert und Obama kündigt ein Infrastrukturprogramm an.

          Unternehmensnachrichten

          Keine Sonderausschüttung von Infineon nach Verkauf der Handychipsparte

          Der Halbleiterkonzern Infineon wird aus dem Verkauf seiner Sparte Mobilfunkchips einen außerordentlichen Gewinn in Höhe eines mittleren dreistelligen Millionenbetrages erzielen. Das sagte der Infineon Vorstandsvorsitzender Peter Bauer in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. An eine Sonderausschüttung denke Infineon allerdings nicht, sagte der Infineon-Chef zu den an der Börse und unter Analysten viel diskutierten Verwendungsmöglichkeiten des Verkaufserlöses. Auch ein Aktienrückkauf komme nicht in Betracht. Eine vernünftige Nettoliquidität in der Halbleiterbranche sehr wichtig. Eine unfreundliche Übernahme angesichts der vollen Kassen und der niedrigen Börsenbewertung befürchtet Bauer nicht. (dpa-AFX)

          China fordert Stahlbranche zu Produktionskürzungen auf

          Die chinesische Regierung hat seine Stahlhersteller zur Drosselung der Produktion aufgefordert, um Energiesparziele einzuhalten. In der Stadt Tangshan in der Provinz Hebei seien 30 große Hütten angewiesen worden, ihren Ausstoß für die restlichen Monate des Jahres herunterzufahren, sagten mehrere Branchenvertreter am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Dazu zählten auch Werke der staatlichen Tangshan Steel, dem Rückgrat des heimischen Branchenprimus Hebei Steel. Die Preise für Betonstahl aus China kletterten daraufhin auf ein Vier-Monats-Hoch. An den Börsen außerhalb der Volksrepublik legten die Titel von Stahlherstellern zu. China ist nicht nur der größte Verbraucher des Werkstoffs, sondern auch mit Abstand der größte Produzent. Etwa die Hälfte der weltweiten Stahlproduktion kommt aus dem Land. (Reuters)

          Software AG will weiter zukaufen

          Die Software AG setzt auch nach der Übernahme von IDS Scheer auf Zukäufe. „Wir wollen alle zwei bis vier Jahre eine größere Softwarefirma kaufen“, sagte Vorstandschef Karl-Heinz Streibich der „Financial Times Deutschland“.

          Ende Juni lasteten 265 Millionen Euro Finanzschulden auf der Software AG. Bislang konnte das Unternehmen seine Übernahmen ohne Kapitalerhöhungen stemmen. „Ob wir das auch künftig so durchhalten, weiß ich nicht“, sagte Streibich. „Es ist aber immer unser Ziel, möglichst die Aktien nicht zu verwässern.“

          Die vollständige gesellschaftsrechtliche Integration von IDS Scheer bewertete der Vorstandschef als Geduldsprobe. Der insgesamt eineinhalb Jahre währende Prozess habe Zusatzkosten von bis zu 10 Millionen Euro verursacht. (dpa-AFX)

          BA an Fusion mit Qantas interessiert

          Die Fluggesellschaft British Airways ist an einer Fusion mit der australischen Rivalin Qantas Airways interessiert. Voraussetzung für einen Zusammenschluss sei aber, dass die führende Airline Australiens zu Gesprächen bereit sei, sagte BA-Chef Willie Walsh der Zeitung „The Australian Financial Review“. BA und Qantas hatten bereits 2008 Fusionsverhandlungen geführt, die die Australier aber wegen unterschiedlicher Preisvorstellungen absagten. (Reuters)

          Offener Immobilienfonds von Morgan Stanley vor Neustart

          Der eingefrorene Immoblienfonds P2 Value der amerikanischen Bank Morgan Stanley steht vor einem Neuanfang. Damit ist eine drohende Abwicklung des Anlagevehikels erst mal vom Tisch. Morgan Stanley habe die Immobilien des Fonds neu bewerten lassen, sagte Geschäftsführer Walter Klug zu Reuters. Bei der Wiedereröffnung werde der Fondswert (Net Asset Value) voraussichtlich bei 820 bis 870 Millionen Euro liegen. (Reuters)

          Air Products erhöht Gebot für Airgas auf 5,48 Milliarden Dollar

          Der amerikanische Industriegasekonzern Air Products hat seine Übernahmeofferte für den Wettbewerber Airgas auf insgesamt 5,48 Milliarden Dollar erhöht. Der Konzern biete nun 65,50 Dollar je Airgas-Aktie, wie Air Products mitteilte.

          Das Werben von Air Products um Airgas dauert bereits seit Februar. Seitdem hat Air Products bereits mehrfach höhere Offerten vorgelegt. Das neue Gebot liegt laut Air Products um 50 Prozent über dem Airgas-Aktienkurs vor Bekanntwerden der Übernahmepläne. Airgas hat bislang alle Offerten zurückgewiesen, da die Gebote ihrer Ansicht nach das Unternehmen nicht angemessen bewerten. (Dow Jones)

          Wirtschaftsnachrichten

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