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Medienschau : Japans Wirtschaft schrumpft stark

  • Aktualisiert am

Pfleiderers Gewinn sinkt deutlich, Wirecard bekräftigt die Jahresprognose, Hewlett-Packard streicht 6400 Stellen, Air France-KLM macht erstmals Verlust, Porsche und VW demonstrieren wieder Einigkeit.

          6 Min.

          Unternehmen

          Pfleiderer-Gewinn sinkt im ersten Quartal wegen Wirtschaftskrise deutlich

          Der Holzverarbeiter Pfleiderer hat im ersten Quartal 2009 die Wirtschaftskrise deutlich zu spüren bekommen. Sowohl der Umsatz als auch die zentralen Gewinnkennziffern gaben zwischen Januar und März deutlich nach.

          Der Umsatz sank auf 358,0 (Vorjahr: 467,7) Millionen Euro. Der operative Gewinn schrumpfte auf 52,7 (60,4) Millionen Euro und das Betriebsergebnis auf 23,0 (32,2) Millionen Euro. Netto verdiente Pfleiderer noch 0,1 (5,3) Millionen Euro. Mit den vorgelegten Zahlen schnitt Pfleiderer auf Ertragsebene besser ab als erwartet. (Dow Jones)

          Handy-Verkäufe schrumpfen im ersten Quartal um knapp ein Zehntel

          Die Wirtschaftskrise hat im ersten Quartal deutliche Spuren auf dem Handy-Markt hinterlassen. Weltweit ging die Zahl der verkauften Mobiltelefone binnen eines Jahres um 9,4 Prozent auf 269,1 Millionen zurück, wie das Marktforschungsinstitut Gartner am Mittwoch im britischen Egham mitteilte. „Es war das erste Mal, dass der Markt im ersten Quartal verglichen zum Vorjahr geschrumpft ist“, sagte Gartner-Analystin Carolina Milanesi.

          Händler versuchten demnach, Lagerbestände abzubauen und keine neuen Geräte von den Herstellern abzunehmen. Es gebe allerdings Anzeichen für eine Erholung zum Beispiel in Nordamerika und China.

          Nokia verteidigte seinen ersten Platz, aber der Marktanteil des Branchenprimus sank auf 36,2 Prozent (2008: 39,1 Prozent). Samsung Electronics hielt sich mit 51.385 verkauften Handys auf Platz zwei vor LG Electronics. Der Anteil von Smartphones an den verkauften Handys stieg auf 13,5 Prozent. Für das Gesamtjahr gehen die Marktforscher weiterhin von einem Absatzrückgang von vier Prozent aus. (dpa-AFX)

          Wirecard bekräftigt Jahresprognose

          Der Zahlungsabwickler Wirecard hat im ersten Quartal Umsatz und Gewinn gesteigert und die Jahresprognose bekräftigt. Für 2009 stellte das im TecDax notierte Unternehmen am Mittwoch unverändert ein Ebit-Wachstum von 10 bis 25 Prozent in Aussicht. „Der Geschäftsverlauf innerhalb der ersten viereinhalb Monate des Jahres stimmt uns für das Gesamtjahr optimistisch“, sagte Vorstandschef Markus Braun.

          Im ersten Quartal stieg der Umsatz von 40,8 auf 49,1 Millionen Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern Höhe legte von 10,1 auf 11,9 Millionen Euro zu, das Ebitda (Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) erhöhte sich von 10,8 auf 12,8 Millionen Euro. Das Unternehmen verwies auf das unverändert anhaltende Wachstum des E-Commerce sowie der Trend zur Auslagerung der Zahlungsabwicklung. Das Ergebnis je Aktie legte von acht auf neun Cent zu.

          Trotz des weltweiten Konjunkturabschwungs verzeichnete Wirecard seit Jahresbeginn eine deutliche Zunahme des elektronischen Handels bei ihren Bestandskunden. Auch die Auftragsnachfrage von Neukunden sei unverändert hoch. (dpa-AFX)

          Hewlett-Packard streicht 6400 Stellen

          Der weltgrößte PC-Hersteller Hewlett-Packard stemmt sich mit dem Abbau Tausender Stellen gegen die Wirtschaftskrise. Nach einem Gewinn- und Umsatzrückgang kündigte der als Branchenbarometer geltende Konzern am Dienstag die Streichung von 6400 Arbeitsplätzen vor allem in der Produktion an. Das Unternehmen spürt in fast allen Bereichen einen Rückgang der Nachfrage. Demnach halten sich Privathaushalte und Unternehmen gleichermaßen beim Einkauf von Computern oder Druckern zurück.

          Der Stellenabbau soll sich über die nächsten zwölf Monate erstrecken und betrifft den Angaben zufolge zwei Prozent der Belegschaft. Der Branchenführer stellt sich damit auf eine anhaltende Durststrecke ein. Der Umsatz werde im Gesamtjahr um vier bis fünf Prozent zurückgehen, teilte HP mit. Bislang hatte der Konzern ein Minus von zwei bis fünf Prozent prognostiziert. Unternehmenschef Mark Hurd sieht zwar versprengte Anzeichen für eine Besserung der Geschäftslage. Was die Nachfrage angehe, erwarte er allerdings kaum Veränderungen, betonte er in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters.

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