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Medienschau : Japans Notenbank greift Finanzsektor unter die Arme

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Katastrophen werfen Munich Re zurück, Rheinmetall schreibt wieder schwarze Zahlen, Aurubis bleibt nach starkem Halbjahr optimistisch, Tognum ruft „endgültige“ Trendwende aus, Pfleiderer mit Verlust, Hypo Real Estate verringert Verlust, Royal Bank of Scotland dämmt Verlust ein, OMV profitiert vom hohen Ölpreis, Andritz: Leichter Gewinnanstieg bei sinkendem Umsatz, Medigene verbrennt mehr Geld, Munich Re startet weiteren Aktienrückkauf , Wahl in Großbritannien: Konservative führen ohne absolute Mehrheit, Schweizer Arbeitslosenquote sinkt, Regulierung des Computer-Handels gefordert, Kreditvergabe in China steigt im April - Presse

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          Katastrophen werfen Munich Re zurück

          Den weltgrößten Rückversicherer Munich Re haben die Erdbeben und Unwetter im ersten Quartal fast auf das Niveau der Finanzkrise zurückgeworfen. Im Vergleich zum krisengeschüttelten Vorjahresquartal legte der Gewinn unter dem Strich zwar überraschend stark um elf Prozent auf 482 Millionen Euro zu, wie der Dax-Konzern am Freitag in München mitteilte. Im Schlussquartal 2009 hatte der Gewinn allerdings noch 760 Millionen Euro betragen. Im Gesamtjahr 2010 will die Munich Re zwar weiterhin über zwei Milliarden Euro verdienen. Finanzvorstand Jörg Schneider bezeichnete dieses Ziel angesichts der hohen Schadensbelastung jedoch als „zunehmend ambitioniert“. So könnte der Untergang der Ölplattform „Deepwater Horizon“ im Golf von Mexiko im April bei der Munich Re mit einem niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag zu Buche schlagen. Im ersten Quartal hatte die Munich Re bereits wegen des Erdbebens in Chile, des Wintersturms „Xynthia“ über Europa und anderer Naturkatastrophen eine Schäden von 700 Millionen Euro verkraften müssen. (dpa-AFX)

          Rheinmetall schreibt im Auftaktquartal wieder schwarze Zahlen

          Die Rheinmetall AG hat im ersten Quartal stark von der Erholung in der Automobilindustrie profitiert. Im Zeitraum zwischen Januar und März erzielten die Düsseldorfer nach Angaben vom Freitag einen deutliches Umsatzplus und schrieben wieder schwarze Zahlen, nachdem im Auftaktquartal 2009 noch Verluste angefallen waren. Die Einnahmen stiegen um 13 Prozent auf 800 (710) Millionen Euro. Vor Steuern und Zinsen verdiente der MDax-Konzern 39 (minus 23) Millionen Euro und unter dem Strich 19 (minus 30) Millionen Euro. Damit schnitt Rheinmetall in etwa erwartungsgemäß ab. Analysten hatten die Einnahmen bei 811 Millionen Euro und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern bei 35 Millionen Euro gesehen. Unter dem Strich hatten die Branchenkenner dem MDax-Konzern einen Gewinn von 16 Millionen Euro zugetraut. Bedanken für den Gewinnsprung dürfen sich die Düsseldorfer diesmal bei der Automotive-Tochter Kolbenschmidt Pierburg, die im vergangenen Jahr aufgrund der schweren Branchenkrise noch das Sorgenkind des Unternehmens gewesen war: Die Tochtergesellschaft, die unter anderem Abgasrückführsysteme, Saugrohre und Turbolader sowie Kolben herstellt, verbuchte einen Erlöszuwachs um mehr als ein Drittel auf 454 (340) Millionen Euro und schrieb einen operativen Gewinn von 17 Millionen Euro, nachdem im Auftaktquartal des Vorjahres ein Verlust von 44 Millionen Euro angefallen war. Das Wehrtechnik-Segment, das dem MDax-Konzern im Krisenjahr 2009 einen noch tieferen Rutsch in die Verlustzone erspart hatte, entwickelte sich im ersten Jahresviertel dagegen lediglich stabil. Hier sanken die Einnahmen leicht um auf 346 (370) Millionen Euro und der Gewinn vor Zinsen und Steuern stieg auf 25 (23) Millionen Euro. Das erste Quartal ist im Defence-Bereich saisonal bedingt stets das schwächste bei Rheinmetall. Die Prognose bestätigte der Wehrtechnikkonzern und Automobilzulieferer: Auf Konzernebene rechnet Rheinmetall weiter mit einem Umsatzplus auf 3,7 Milliarden Euro sowie einem operativen Gewinn von 220 Millionen bis 250 Millionen Euro. 2009 hatten die Erlöse bei rund 3,4 Milliarden Euro gelegen und der operative Gewinn bei 15 Millionen Euro. Diese Prognose ist nach übereinstimmender Meinung mehrerer Analysten recht zurückhaltend. Dank des strikten Sparkurses, einer Erholung der Automobilproduktion, des Trends hin zu emissionsärmeren Motoren und der prall gefüllten Auftragsbücher in der Verteidigungssparte, trauen Branchenexperten dem Unternehmen 2010 einiges zu. (Dow Jones Newswires)

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