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Medienschau : Japans Ministerpräsident warnt vor Schuldenkrise wie in Griechenland

  • Aktualisiert am

Swiss Re - höhere Belastung durch Chile-Erdbeben, Fraport erzielt Frachtrekord im Mai, Kreise - Sabadell erwägt Fusion mit Guipuzcoano, Petrobras kommt Milliarden-Kapitalerhöhung näher, Hochtief bringt Flughafensparte 2010 wohl nicht an die Börse, Dell kostet Clinch mit der SEC Millionen, Schlumberger - von Ölbohrmoratorium kaum betroffen, deutsche Großhandelspreise steigen stark - Exporte nach China stark, Japans Ministerpräsident warnt vor japanischer Schuldenkrise, Chinas Industrieproduktion wächst langsamer - Inflation zieht an, amerikanisches Haushaltsdefizit im Mai von 136 Milliarden Dollar

          8 Min.

          Unternehmen

          Swiss Re schätzt Belastung aus Chile-Erdbeben auf 630 Millionen Dollar

          Der Rückversicherer Swiss Re hat seine Schätzung für die Schadenbelastung aus dem Erdbeben in Chile angehoben. Wie der Konzern am Freitag mitteilte, sieht er die Belastung nun bei 630 Millionen Dollar. Zuvor war die Belastung auf 500 Millionen Dollar beziffert worden. Früher diese Woche hatte auch schon der Wettbewerber Munich Re seine Prognose der erwarteten Kosten aus dem Chile-Erdbeben auf 1 Milliarde Dollar von 700 Millionen Dollar angehoben. Wie Swiss Re weiter mitteilte, erwartet sie in der kommenden Dekade ein bescheidenes aber stabiles Wachstum in der Rückversicherungsbranche. Der Nicht-Lebensbereich soll im Schnitt um 6,5 Prozent pro Jahr wachsen, der Lebenbereich um 3,7 Prozent, so die Einschätzung des Rückversicherers aus Zürich. Mit Blick auf die Konsolidierung innerhalb des Versicherungssektors erwartet Swiss Re, dass diese sich fortsetzen wird. (Dow Jones Newswires)

          Fraport erzielt Frachtrekord im Mai

          Dem Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport hat der Mai im Frachtgeschäft einen neuen Rekord beschert. Auch im Passagiergeschäft zeigte die Entwicklung nach dem Flugverbot wegen der Vulkanaschewolke im April wieder klar nach oben, wie das im MDax notierte Unternehmen am Freitag mitteilte. An seinem größten Flughafen in Frankfurt zählte Fraport 4,76 Millionen Fluggäste, ein Zuwachs von 7,1 Prozent. Wegen des Vulkanausbruchs, Streiks bei der Lufthansa und des harten Winters kommt der Airport in den ersten fünf Monaten dennoch nur auf einen Zuwachs von 0,1 Prozent. Das Fracht- und Luftpostaufkommen kletterte in Frankfurt nach dem Einbruch im Vorjahr im Mai um 38,0 Prozent auf 207.522 Tonnen. Damit sei der Mai der beste Frachtmonat überhaupt gewesen, hieß es. Einschließlich der Auslandsflughäfen in der Türkei, in Peru und in Bulgarien fertigte Fraport im Mai 8,25 Millionen Fluggäste ab, ein Plus von 14,2 Prozent. Das Cargo-Aufkommen wuchs um 39,2 Prozent auf 230.064 Tonnen. (dpa-AFX)

          Kreise - Spanische Bank Sabadell erwägt Fusion mit Guipuzcoano

          In der gebeutelten spanischen Finanzbranche bahnt sich offenbar die erste Fusion von börsennotierten Banken an. Die spanische Privatkundenbank Sabadell zieht laut Kreisen einen Zusammenschluss mit dem kleineren Rivalen Guipuzcoano in Erwägung. „Es gab Treffen zwischen Sabadell und Guipuzcoano und eine Fusion wird geprüft“, sagte eine mit den Verhandlungen vertraute Person in der Nacht zu Freitag, ohne weitere Details zu nennen. Ein Sprecher von Sabadell wollte sich dazu nicht äußern, während Guipuzcoano nicht erreichbar war. Bisher haben sich in dem schuldengeplagten Mittelmeerland vor allem Sparkassen zusammengetan. Die Finanz- und Immobilienkrise hat die traditionell stark im Geschäft mit Hypotheken engagierten Geldhäuser in Schwierigkeiten gebracht und den Konsolidierungsdruck erhöht. (Reuters)

          Petrobras kommt Milliarden-Kapitalerhöhung näher

          Brasiliens staatlicher Ölkonzern Petrobras hat eine wichtige Hürde auf dem Weg zur geplanten Kapitalerhöhung an der Börse genommen. Nach dem Parlament billigte am Donnerstag (Ortszeit) auch der Senat einen Plan, wonach Petrobras von der Regierung die Förderrechte an 5 Milliarden Barrel (je 159 Liter) Öl in großer Meerestiefe vor der Atlantikküste Brasiliens erhält. Petrobras will die Rechte im Gegenzug mit Kapital bezahlen, das der Konzern durch die Neuausgabe von Aktien an der Börse einnehmen will. Die Emission könnte eine der weltweit größten in diesem Jahr werden: Analysten schätzen den Wert auf 50 Milliarden amerikanische Dollar (circa 41,5 Milliarden Euro). Am 22. Juni soll bei einer außerordentlichen Aktionärsversammlung über die geplante Kapitalerhöhung entschieden werden. Petrobras beauftragte am Donnerstagabend die öffentliche „Banco do Brasil“ mit der Vorbereitung der Aktienausgabe an der brasilianischen Bovespa-Börse in São Paulo. Der Konzern begründet die Kapitalerhöhung unter anderem mit den hohen Investitionen für die Zeitspanne 2010-2014, die mit einem Volumen von 200 bis 220 Milliarden amerikanische Dollar veranschlagt werden. Vor der südlichen Küste Brasiliens wurden in den vergangenen Jahren immer wieder riesige Ölfelder entdeckt, die allerdings in beträchtlicher Tiefe von teilweise fünf bis sieben Kilometern liegen. (dpa-AFX)

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