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Medienschau : Japans Arbeitslosenquote auf Rekordhoch

  • Aktualisiert am

Lufthansa im Blick - S&P senkt Rating - ein Tick über Junk, Carrefour rutscht in die roten Zahlen, Dell steigert Umsatz und Gewinn - Ausblick geteilt, L'Oreal erwartet leichten Aufschwung, Voestalpine beendet Kurzarbeit in Linz, MAN verschärft angeblich Sparkurs, Japans Verbraucherpreise fallen mit Rekordrate, britisches GfK-Konsumklima konstant, Bauer sieht deutschen Baumarkt auf Jahre belastet, Studie: 90.000 Jobs in der Autoindustrie gefährdet

          Unternehmen

          Lufthansa im Blick - S&P senkt Rating - ein Tick über Junk

          Die Aktien der Lufthansa stehen am Freitag mit einer Abstufung von Standard & Poor's (S&P) im Blick. Die Ratingagentur hatte das langfristige Kreditrating für die Fluggesellschaft nach Börsenschluss von „BBB“ auf „BBB-“ ab und sieht den Ausblick „negative“. „Unserer Einschätzung nach werden die rezessiven Marktbedingungen die Erholung des Passagierverkehrs wahrscheinlich hemmen“, hieß es zur Begründung. Ein Händler warnte, dass dies die Aktien belasten könnte: „Lufthansa hat den letzten Investmentgrad erreicht - bei einer weiteren Abstufung haben ihre Anleihen Schrott-Status.“ Ein anderer Börsianer zeigte sich nicht überrascht. Da Lufthansa damit aber höhere Zinsbelastungen drohten, wäre die Fluggesellschaft gut beraten, sich nach alternativen Finanzierungsmöglichkeiten umzusehen. (dpa-AFX)

          Carrefour rutscht im Halbjahr in die roten Zahlen

          Der weltweit zweitgrößte Einzelhändler Carrefour ist im ersten Halbjahr in die roten Zahlen gerutscht. Der Nettoverlust im laufenden Geschäft habe 58,3 Millionen Euro betragen, teilte der französische Konzern am Freitag mit. Auf operativer Ebene erwirtschaftete die Supermarktkette einen Gewinn von 1,01 Milliarden Euro. Carrefour bekräftigte seine Prognose eines Betriebsgewinns im Gesamtjahr von 2,7 bis 2,8 Milliarden Euro, falls der derzeitige Umsatztrend anhalte. (Reuters)

          Dell steigert Umsatz und Gewinn im zweiten Quartal - Ausblick geteilt

          Der amerikanische Computerbauer Dell hat im Vergleich zum ersten Quartal 2009 den Rückgang seines Geschäfts stoppen können. Der Gewinn des amerikanische Konzerns sei um 63 Prozent auf 472 Millionen amerikanische Dollar angestiegen, habe damit allerdings immer noch 23 Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahreszeitraums gelegen, wie Dell nach amerikanische Börsenschluss am Firmensitz im texanischen Round Rock mitteilte. Der Gewinn je Aktie (EPS) betrug für das zweite Jahresviertel 0,24 Dollar. Experten hatten mit einem Cent weniger gerechnet. Der Markt reagierte nachbörslich zunächst annähernd unbeeindruckt. Der Umsatz lag mit 12,77 Milliarden Dollar 3 Prozent über dem des Vorquartals, aber 22 Prozent unter dem des Vorjahres. Dell-Gründer und Firmenchef Michael Dell gab sich für die Geschäftsentwicklung im zweiten Halbjahr leicht optimistisch: „Sollte der derzeitige Trend bei der Nachfrage anhalten, erwarten wir in der zweiten Jahreshälfte stärkere Umsätze als in den ersten sechs Monaten.“ Für das laufende, dritte Quartal ist der Ausblick des Unternehmens zweigeteilt. Auf der einen Seite verspricht sich Dell eine steigende Nachfrage privater Verbraucher und von Geschäften der amerikanischen Regierung. Auf der anderen Seite sei das dritte Quartal traditionell geprägt von sinkender Nachfrage bei den Geschäftskunden in den Vereinigten Staaten und Europa, hieß es in der Mitteilung weiter. In diesem Bereich rechne Dell mit einer Wiederbelebung des Geschäftszyklus eher erst im kommenden Jahr, wobei die Verbesserung der IT-Ausgaben zunächst in den Vereinigten Staaten erwartet werde. Derweil sei weiter Druck bei den Kosten für Komponenten und durch aggressive Preispolitik zu spüren. Am Vormittag hatte der weltweit drittgrößte Computerhersteller und Dell-Konkurrent Acer seine Zahlen für das zweite Quartal vorgelegt. Die Taiwaner bekamen die Kehrseite des Erfolges ihrer günstigen Mini-Notebooks zu spüren. Trotz eines höheren Absatzes fiel der Gewinn in der Zeit von April bis Juli von 2,9 Milliarden Taiwan-Dollar (61,8 Millionen Euro) im Vorjahreszeitraum auf 2,3 Milliarden Taiwan Dollar. Das raue Klima der Weltwirtschaft und der geringere Profit der sogenannten Netbooks im Vergleich zu herkömmlichen Desktop-PCs oder Laptops belasteten das Unternehmen. Der Umsatz schrumpfte um 5 Prozent auf 119 Milliarden Taiwan Dollar. Acer muss sechs Netbooks verkaufen, um soviel Geld einzunehmen wie mit einem normalen Laptop. Allerdings hängt Acer dank der Konzentration auf Privatkunden weniger stark von Aufträgen von Unternehmen ab, wie etwa Konkurrent Dell oder Lenovo. (dpa-AFX)

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