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Medienschau : Japan weiter im Griff der Deflation

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Infineon steht angeblich kurz vor dem Verkauf der Handychipsparte an Intel, die Commerzbank vor einer Kapitalerhöhung. HP übertrumpft Dell abermals im Bieterkampf um 3PAR. United Internet liegt im Plan.

          Unternehmensnachrichten

          Infineon kurz vor Verkauf der Handychipsparte an Intel

          Der Halbleiterspezialist Infineon steht offenbar kurz vor dem Verkauf seiner Handysparte an den Chiphersteller Intel berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag unter Berufung auf Verhandlungskreise. Eine Übereinkunft könne noch in dieser Woche zustande kommen. Der deutsche Chiphersteller verlange 1,5 Milliarden Euro für seine Sparte Wireless Solutions, die unter anderem die Prozessoren für Apples „iPhone“ produziert. Ein Infineon-Sprecher wollte die Spekulationen am Donnerstagabend nicht kommentieren. Dem Vernehmen nach sind die Gespräche aber in einem konkreten Stadium. Die mittlerweile profitable Handysparte machte 2009 immerhin ein Drittel des Jahresumsatzes von Infineon aus (gesamt: 3,03 Milliarden Euro). (dpa-AFX)

          Commerzbank will rasch Kapitalerhöhung

          Die teilverstaatlichte Commerzbank könnte einem Bericht zufolge bald neue Aktien ausgeben. Der Vorstandschef Martin Blessing setze alles daran, möglichst im Herbst eine erste Kapitalerhöhung durchzuführen, schrieb das „Handelsblatt“ (Freitag) unter Berufung auf Insider.

          Blessing plane dabei ein Volumen von fünf Milliarden Euro. Es könne aber auch mehr sein, wenn der Markt es hergebe, hieß es. Voraussetzung dafür sei, dass die Stimmung an der Börse gut ist und der Aktienmarkt insgesamt Stabilität zeigt. Gemessen am aktuellen Kurs ist die Bank an der Börse derzeit knapp 7,6 Milliarden Euro wert.

          Ein Commerzbank-Sprecher verwies am Freitagmorgen auf Aussagen des Finanzvorstands Eric Strutz bei der Vorlage der Halbjahreszahlen Anfang August. Demnach gibt es keine konkreten Pläne für Kapitalmaßnahmen. Zudem hatte das Institut in Sachen Rückzahlung der Staatshilfen immer mitgeteilt, dass spätestens 2012 mit der Rückzahlung der Staatshilfen begonnen werden solle. Die Commerzbank war wegen der Übernahme der Dresdner Bank und der Finanzkrise fast zusammengebrochen und musste vom Staat mit einer Kapitalspritze von insgesamt 18,2 Milliarden Euro gerettet werden. Der Staat hält seitdem etwas mehr als 25 Prozent der knapp 1,2 Milliarden Commerzbank-Aktien. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hatte zuletzt einen baldigen Ausstieg des Bundes angekündigt. (Reuters)

          Hewlett-Packard übertrumpft Dell erneut im Bieterkampf um 3PAR

          Der Bieterkampf um den amerikanischen Datenspeicherspezialisten 3PAR nimmt Fahrt auf. Der Computerkonzern Hewlett-Packard (HP) hat seine Offerte am Donnerstag deutlich auf 27 Dollar je Aktie von 24 Dollar erhöht, und übertrumpft damit das ebenfalls am Donnerstag unterbreitete, verbesserte Übernahmeangebot des Wettbewerbers Dell von 24,30 Dollar je Anteilsschein.

          Mitte August hatte 3PAR bereits der Übernahme durch Dell für 18 Dollar je Aktie oder 1,15 Milliarden Dollar zugestimmt. Doch legte Hewlett-Packard ein besseres Gebot vor, woraufhin der Datenspeicherspezialist sich zu Verhandlungen mit Hewlett-Packard bereit erklärte. Die ursprüngliche Vereinbarung zwischen 3PAR und Dell räumt dem Computerkonzern aus Round Rock das Recht ein, jedes Gegengebot innerhalb von 3 Tagen zu erwidern. Sollte 3PAR von der Vereinbarung zurücktreten, muss das Unternehmen an Dell 72 Millionen Dollar Strafe zahlen. Noch ist allerdings unklar, ob Dell die verbesserte Offerte von Hewlett-Packard erneut überbietet. (Dow Jones)

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