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Medienschau : Japan manipuliert wieder den Devisenmarkt

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EU will Zölle auf Autoräder aus China erhöhen

Im Handelsstreit mit China will die Europäische Union (EU) ihre Zähne zeigen. Die Mehrheit der EU-Staaten stimmte am Dienstag einer Erhöhung von Einfuhrzöllen auf Autoräder aus China zu, wie Diplomaten am Rande des Treffens in Brüssel berichteten. In Europa produzierende Autohersteller wie BMW und Ford befürchten dadurch höhere Produktionskosten. Die EU will mit dem Schritt ein Zeichen setzen gegen die aus ihrer Sicht aggressive Industriepolitik Chinas, wie ein mit der Situation vertraute Person aus der Branche sagte. Die Europäische Kommission wirft Exporteuren aus der Volksrepublik vor, mit illegalen Rabatten in die europäischen Hochtechnologie-Märkte einzudringen. Zum Ausgleich sollen daher die Zölle auf Aluminiumräder aus China erhöht werden, und zwar für fünf Jahre auf 22,3 von bislang 20,6 Prozent. Die zuständigen Minister der EU-Mitgliedsländer sollen dies in einem Monat unterzeichnen. Branchenschätzungen zufolge wird dies dazu führen, dass in der EU 300 Millionen Euro mehr im Jahr für Autoräder ausgegeben werden müssen. Vergangenes Jahr kauften die Autohersteller in der EU 35 Millionen Aluminiumräder für rund 1,4 Milliarden Euro. Etwa eine Million Räder kamen aus China. „Ford wird womöglich versuchen, die Sache auf höchster politischer Ebene anzusprechen“, sagte ein EU-Diplomat. „Aber derzeit gibt es nichts, was die Kommission davon überzeugen kann, ihre Ansicht zu den Zöllen zu ändern.“ (Reuters)

IWF plädiert für strengere EU-Haushaltsregeln

Der geschäftsführende Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF), Dominique Strauss-Kahn, hat die Staaten des Euroraums zu einer engeren Abstimmung ihrer Wirtschaftspolitiken gedrängt und eine Verschärfung der EU-Haushaltsregeln befürwortet. Wenn keine grundlegenden Änderungen vorgenommen würden, drohe der Verlust der internationalen Wettbewerbsfähigkeit, warnte Strauss-Kahn am Dienstag bei einer Konferenz in Belgien. Die gegenwärtigen Haushaltsregeln in der EU hätten die nicht tragbaren Defizite in einigen Mitgliedstaaten nicht verhindert, was zu einer schweren Krise geführt habe. Darum müssten die Haushaltsregeln verschärft werden, forderte der IWF-Chef. Die Regierungen sollte zur Rechenschaft gezogen werden, wenn die Schuldenregeln gebrochen werden. „Der Euroraum muss die Gelegenheit nutzen und die Koordination der Wirtschaftspolitiken und seine Institutionen stärken“, forderte Strauss-Kahn. (Dow Jones Newswires)

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