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Medienschau : Japan manipuliert wieder den Devisenmarkt

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Wirtschaftsnachrichten

Japan bestätigt Intervention am Devisenmarkt gegen Yen-Höhenflug

Im Kampf gegen den Höhenflug des Yen hat sich Japan erstmals seit sechs Jahren wieder zu einer Intervention am Devisenmarkt entschlossen. Das Land kaufte am Mittwoch Dollar, um den Yen-Anstieg zu stoppen. Es sei ein Alleingang Japans gewesen, bestätigte Finanzminister Yoshihiko Noda auf einer kurzfristig einberaumten Pressekonferenz in Tokio. Die internationalen Partner seien aber informiert gewesen. Zu Einzelheiten äußerte er sich nicht. Er bekräftigte aber, dass die Regierung zu allen nötigen Maßnahmen gegen einen zu hohen Yen-Kurs entschlossen sei, dazu zähle auch ein Eingreifen am Devisenmarkt. Ein Regierungssprecher sagte, Japan habe versucht, die Vereinigten Staaten und die Europäer von der Notwendigkeit der Intervention zu überzeugen. Händlern zufolge kaufte die japanische Notenbank Dollar bei einem Kurs von rund 83 Yen. Der Yen war zuletzt zum Dollar auf den höchsten Stand seit 15 Jahren gestiegen. Der starke Yen belastet vor allem die japanische Exportwirtschaft schwer. (Reuters)

Beschäftigung im verarbeitenden Gewerbe Deutschlands sinkt

Die Beschäftigung im verarbeitenden Gewerbe Deutschlands ist im Juli auf Jahressicht gesunken. Ende Juli 2010 waren in den Betrieben des verarbeitenden Gewerbes mit 50 und mehr Beschäftigten nach vorläufigen Ergebnissen gut 4,9 Millionen Personen tätig. Das waren rund 96.300 Personen oder 1,9 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch mitteilte. Die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden nahm im Vergleich zum Juli 2009 um 0,4 Prozent auf 635 Millionen zu, wobei zu berücksichtigen ist, dass es im Berichtsmonat 22 Arbeitstage gab und somit einen Tag weniger als im Vorjahresmonat. Die Entgelte lagen bei 17,0 Milliarden Euro und damit um 2,7 Prozent über dem Vorjahresniveau. Überdurchschnittlich verringerte sich die Beschäftigtenzahl nach Angaben der Statistiker unter anderem in den Bereichen Maschinenbau und Herstellung von elektrischen Ausrüstungen mit jeweils minus 2,8 Prozent, in der Herstellung von Metallerzeugnissen (minus 3,4 Prozent) sowie in der Metallerzeugung und -bearbeitung (minus 4,1 Prozent). Dagegen stieg die Beschäftigtenzahl in den Bereichen: Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln um 1,5 Prozent und Herstellung von chemischen Erzeugnissen um 0,4 Prozent. Einen geringen Rückgang (minus 0,3 Prozent) gab es im Bereich Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren. (Dow Jones Newswires)

IWF mahnt Griechenland zu weiteren Schritten gegen Schuldenkrise

Der International Währungsfonds hat Griechenland zu weiteren Anstrengungen beim Schuldenabbau aufgefordert. Zwar liege das hoch verschuldete Euro-Land bei der Senkung des Haushaltsdefizit in diesem Jahr auf Kurs, teilte der IWF am Dienstag mit. Vor allem der Kampf gegen Steuerhinterziehung müsse aber verschärft und die öffentlichen Ausgaben weiter gesenkt werden, um die Staatsfinanzen dauerhaft zu stabilisieren. Auch mehr Privatisierungen sollten ins Auge gefasst werden. In diesem Jahr werde die Regierung in Athen allerdings vier Milliarden Euro mehr einsparen als ursprünglich geplant. Damit könnten Haushaltslöcher unter anderem durch geringere Steuereinnahmen gestopft werden. Die griechische Regierung ist im Zuge der 110 Milliarden Euro schweren EU- und IWF-Hilfen zum Sparen verpflichtet. Steuererhöhungen sowie Lohn- und Pensionskürzungen sollen dabei helfen, das Haushaltsdefizit des Landes abzubauen. In diesem Jahr soll es auf 8,1 Prozent von 13,6 Prozent im vergangenen Jahr sinken. Allerdings hat das drakonische Sparprogramm die Wirtschaft tief in die Rezession gedrückt und die Steuereinnahmen geschmälert. Am Montag hatte Griechenland eine zweite Rate der IWF-Hilfen erhalten. (Reuters)

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