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Medienschau : IWF sieht Europa vor langer Durststrecke

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Goldman Sachs drohen bei einem Aus für CIT Ausfälle in Milliardenhöhe, die britischen Banken melden das erste Wachstum seit zwei Jahren, derweil die deutsche Kreditwirtschaft vor überzogenen Regeln warnt. Blackstone will Busch Entertainment und ein amerikanisches Konsortium Volvo kaufen.

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          Unternehmen

          Netzwerkspezialist Brocade stellt sich zum Verkauf

          Der amerikanische Netzwerkspezialist Brocade hat sich selbst in aller Stille zum Verkauf angeboten. Unter den möglichen Interessenten sind auch die amerikanischen Konzerne Hewlett-Packard und Oracle, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Eine Einigung stehe aber nicht unmittelbar bevor, und Brocade könnte die Transaktion immer noch abblasen.

          Brocade wird an der Börse derzeit mit rund 3,2 Milliarden Dollar bewertet und erzielte im vergangenen Jahr einen Nettogewinn von 167 Millionen Dollar bei Umsätzen von etwa 1,5 Milliarden Dollar. Ein Sprecher erklärte, das Unternehmen kommentiere keine Spekulationen. (Dow Jones)

          Goldman Sachs drohen bei CIT-Aus Ausfälle in Milliardenhöhe

          Im Fall einer Insolvenz des amerikanischen Mittelstandsfinanzierers CIT steht die Großbank Goldman Sachs Kreisen zufolge vor offenen Forderungen in Höhe von rund einer Milliarde Dollar. Dies sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. Die Summe wäre Teil einer drei Milliarden Dollar schweren Nothilfe, die Goldman dem krisengeschüttelten Institut im Juni 2008 gewährte. Einem Bericht der „Financial Times“ vom Sonntag zufolge wird das Geldhaus CIT wohl einen Aufschub zur Rückzahlung der Mittel einräumen. Darüber hinaus stünde Goldman im Fall einer CIT-Insolvenz zudem eine Kreditversicherungsauszahlung zu. CIT konnte für eine Stellungnahme zunächst nicht erreicht werden. (Reuters)

          Arcandor-Ermittlungen ausgeweitet

          Die Staatsanwaltschaft in Bochum hat ihre Ermittlungen gegen das insolvente Handelsunternehmen Arcandor ausgeweitet. Bereits am Donnerstag erschienen nach „Spiegel“-Informationen zwei Staatsanwälte und vier Zivilbeamte in der Hauptverwaltung des Konzerns in Essen und forderten die 2.000 Beschäftigten auf, ihre Dienst-Laptops übers Wochenende abzugeben. Gleichzeitig wurde bekannt, dass Arcandor-Aufsichtsrats-Chef Friedrich Carl Janssen sein Amt niederlegt. Er geht nach Angaben des Insolvenzverwalters zum 1. November.

          Hintergrund ist wohl das Verfahren gegen den ehemaligen Vorstandschef Thomas Middelhoff. Ihm wird Untreue vorgeworfen. Die großflächige Sicherstellung von Daten deute darauf hin, dass auch Insolvenzverschleppung nicht ausgeschlossen werde.

          Wie der Insolvenzverwalter am Freitag mitteilte, gehen neben Janssen auch die Aufsichtsratsmitglieder Ulrich Hocker, Karlheinz Hornung, Michael Stammler und Wilfried Reinhard. (dpa-AFX)

          Blackstone vor Kauf von Busch Entertainment für 3 Milliarden Dollar

          Die bisher größte Private-Equity-Transaktion in diesem Jahr könnte einem Pressebericht zufolge dem Orca Shamu einen neuen Chef bescheren. Die Investmentgesellschaft Blackstone befinde sich kurz vor dem Kauf der Themenpark-Sparte des amerikanisch-belgischen Braukonzerns Anheuser-Busch Inbev, berichtet das „Wall Street Journal“ auf seiner Internetseite. Zu Busch Entertainment gehören den Angaben zufolge unter anderem die „Sea World“- und die „Busch Gardens“-Parks.

          Die Transaktion, die ein Volumen von 2,5 bis 3 Milliarden Dollar habe, könne bereits in der nächsten Woche verkündet werden, hieß es in dem Bericht weiter. Allerdings sei auch ein Scheitern des Geschäfts immer noch möglich. (dpa-AFX)

          Amerikanisches Konsortium will Volvo kaufen

          Im Rennen um den zum Verkauf stehenden schwedischen Pkw-Hersteller Volvo wird der chinesische Automobilhersteller Geely von einem Konsortium unter Führung zweier ehemaliger Ford-Manager herausgefordert. Nach Informationen der „Financial Times“ (FT) haben der Sanierungsspezialist Michael Dingman und Shamel Rushwin ein Gruppe von amerikanischen Private-Equity-Investoren für die Übernahme der zum Ford-Konzern gehörenden Marke zusammengebracht.

          Die unter dem Namen Crown auftretende Gruppe suche zusätzliche Unterstützung in Schweden, berichtet das Blatt unter Berufung auf mit dem Verkaufsprozess betraute Personen auf der Internetseite.

          Mit schwedischen Investoren an der Seite wolle Dingman signalisieren, dass Volvo in Schweden verankert bleibe. Das Konsortium biete allerdings erheblich weniger als der chinesische Autobauer Geely, dessen Offerte bei knapp unter 2 Milliarden Dollar liege. Beide Seiten hätten jedoch Anschlussinvestitionen von mehr als 3 Milliarden Dollar zugesagt.

          Laut den Informanten hat Geely damit zwar die Nase vorn, doch gelte Crown als die wahrscheinlichste Alternative, sollte die Transaktion mit den Chinesen scheitern. In wenigen Wochen soll Ford angeblich entscheiden, ob mit den Chinesen exklusive
          Verkaufsgespräche geführt werden. (Dow Jones)

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