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Medienschau : IWF senkt Wachstumsprognosen für 2008 und 2009

  • Aktualisiert am

Bild: FAZ.NET-Jan Bazing

Fusionen und Übernahmen allenthalben: Lufthansa und S7 steigen in den Bieterwettkampf um Austrian Airlines ein, BNP Paribas bei einem saudischen Vermögensverwalter, die Allianz entscheidet am Sonntag über die Dresdner Bank und Aurelius greift angeblich nach Arques.EM.Sport verzeichnet einen Gewinnsprung, RTL einen leichten Rückgang von Umsatz und Ergebnis. MPC wird vom negativem Ergebnis von HCI belastet, Lindt & Sprüngli steigert dagegen den Halbjahresgewinn, Rio Tinto denselben stärker als erwartetWährend der problemlose Schuldschein-Verkauf von Freddie Mac die Märkte beruhigt, sollen J.P.Morgan weitere Abschreibungen von 600 Millionen Dollar drohen. Der IWF senkt angeblich die Wachstumsprognosen für 2008 und 2009, die schwache Konjunktur drückt auf Konsumklima und Wachstum. Nur dem Staat geht es gut: Er verzeichnet im ersten Halbjahr einen Überschuss von 6,7 Milliarden Euro.

          Unternehmen

          Gewinnsprung bei EM.Sport

          Der Medienkonzern EM.Sport Media hat seinen Gewinn im zweiten Quartal deutlich gesteigert. Das Nettoergebnis im fortzuführenden Geschäft sei auf 9,1 Millionen Euro von 1,8 Millionen im Vorjahr geklettert, teilte das Unternehmen aus Ismaning bei München am Dienstag mit. Der Umsatz stieg im zweiten Quartal um elf Prozent auf 63,2 Millionen Euro.

          Der Konzern bekräftigte, in seiner Sportsparte mit dem Fernsehsender DSF im Gesamtjahr 2008 das Ergebnisniveau von 2007 vor Zinsen und Steuern wieder erreichen zu wollen.
          EM.Sport übernimmt zudem gerade die Kontrolle am Schweizer Medienkonzern Highlight Communications. Dieser soll im laufenden dritten Quartal in die Bilanz von EM.Sport einbezogen werden. (Reuters)

          RTL Group mit leichtem Rückgang bei Umsatz und Ergebnis

          Trotz florierender Einnahmen in Deutschland hat der größte europäische Fernsehanbieter RTL Group (Luxemburg) im ersten Halbjahr 2008 leichte Einbußen hinnehmen müssen. Der Umsatz sank von 2,89 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum auf 2,86 Milliarden Euro, das operative Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebita) von 515 auf 502 Millionen Euro, teilte RTL am Dienstag mit. Der stark von Sondereffekten beeinflusste Nettogewinn stieg um 16,6 Prozent auf 338 Millionen Euro. RTL-Vorstandschef Gerhard Zeiler nannte schwächelnde Werbemärkte in einigen Teilen Europas sowie Wechselkursverluste als Grund für den leichten Umsatzrückgang. (dpa-AFX)

          MPC Capital von negativem HCI-Ergebnis belastet

          Die Bilanz der MPC Münchmeyer Petersen Capital AG ist im ersten Halbjahr wie erwartet vom negativen Ergebnisbeitrag der Tochter HCI Capital belastet worden. Unter dem Strich verbuchte der Anbieter geschlossener Fonds aus Hamburg mit 1,2 Millionen Euro zwar noch einen knappen Gewinn, er lag allerdings um 94 Prozent unter dem Vorjahreswert von 20,3 Millionen Euro. Der Umsatz ging um 19 Prozent auf 76 Millionen Euro zurück, wie aus der am Dienstag veröffentlichten Zwischenbilanz hervorgeht.

          Erstmals wurde die knapp 41-prozentige Beteiligung an der HCI Capital AG in der Bilanz „at equity“ berücksichtigt. Bereits auf Ebit-Ebene ging der Gewinn daraufhin um 75 Prozent auf 5,1 Millionen Euro zurück. Die vor gut zwei Wochen gesenkte Jahresprognose bestätigte das SDax-Unternehmen. Der Jahresüberschuss soll 38 Millionen bis 40 Millionen Euro erreichen. Beim Platzierungsvolumen strebt der Konzern weiterhin 1,1 Milliarden Euro an.

          Das Platzierungsvolumen im zweiten Quartal erreichte 172 Millionen Euro und lag damit über dem Wert des Vorquartals von 123 Millionen Euro. In Halbjahressicht wurden 295 Millionen Euro platziert und damit 35 Prozent weniger als im Vorjahr. Maßgeblich sei dabei, dass etliche
          großvolumige Produkte den Vertriebspartnern erst im Laufe des Juni zur Verfügung standen, erklärte MPC. (Dow Jones)

          Lindt & Sprüngli steigert Halbjahresgewinn

          Der Nettogewinn des Schokoladenherstellers Lindt & Sprüngli ist im ersten Halbjahr 2008 um fünf Prozent auf 22,9 Millionen Franken gestiegen. Analysten hat im Schnitt mit 21 Millionen Franken gerechnet. Der Umsatz stieg um drei Prozent auf 1,17 Milliarden Franken, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Währungsbereinigt hätte das Plus bei acht Prozent gelegen. „Mit dieser weiterhin soliden, über dem Marktdurchschnitt liegenden Entwicklung gewinnt Lindt & Sprüngli weitere Marktanteile“, hieß es. Im Gesamtjahr 2008 solle die Gewinnmarge um 0,2 Prozentpunkte steigen. Lindt will zudem den Umsatz jährlich um sechs bis acht Prozent und die operative Marge bis zu 0,4 Prozentpunkte nach oben hieven. (Reuters)

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