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Medienschau : Italiens Regierung gewinnt Abstimmung zum Sparpaket

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SNB lässt Leitzins unverändert und sieht Franken hoch bewertet

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat ihr Leitzinsniveau am Donnerstag nicht geändert und will ihre Maßnahmen gegen die Aufwertung des Franken fortführen. Wie sie am Vormittag mitteilte, strebt sie einen Dreimontslibor des Franken bei 0 Prozent an. Auf diese Höhe hatte die SNB den Leitzins am 3. August im Rahmen einer außerordentlichen Entscheidung gesenkt, um so dem Aufwertungsdruck auf den Franken zu begegnen. Zuvor hatte die Spanne bei 0 Prozent bis 0,75 Prozent gelegen. Hier war der untere Bereich der Spanne bei 0,25 Prozent angesteuert worden. Die SNB teilte weiter mit, sie werde den am 6. September 2011 festgelegten Mindestkurs von 1,20 Euro/CHF mit aller Konsequenz durchsetzen. Sie sei bereit, unbeschränkt Devisen zu kaufen. Sie werde die gesamten Sichtguthaben bei der Nationalbank bei deutlich über 200 Milliarden Franken belassen. „Mit diesen Maßnahmen stellt sich die Nationalbank der akuten Bedrohung der Schweizer Wirtschaft und dem Risiko einer deflationären Entwicklung entgegen, die von einer massiven Überbewertung des Schweizer Frankens ausgehen“, erklärte die SNB. Der Franken sei auch bei 1,20 Euro/Franken hoch bewertet und sollte sich weiter abschwächen. „Falls die Wirtschaftsaussichten und die deflationären Risiken es erfordern, wird die Nationalbank weitere Maßnahmen ergreifen“, warnte die SNB. Sie geht davon aus, dass das Wachstum in der zweiten Jahreshälfte zum Stillstand kommen wird. „Lediglich aufgrund der guten Entwicklung im ersten Halbjahr ist für 2011 mit einem BIP-Zuwachs von 1,5 Prozent bis 2 Prozent zu rechnen. Ohne die stabilisierende Wirkung des Mindestkurses bestünde erhebliche Rezessionsgefahr“, erklärte die SNB. Im Juni hatte sie noch ein Wachstum von 2 Prozent prognostiziert. Die Inflationsprognose der Nationalbank hat sich aufgrund der „massiven Aufwertung des Franken und der verschlechterten Aussichten für die Weltwirtschaft deutlich nach unten verschoben“. Die Prognose zeigt für 2011 eine Inflationsrate von 0,4 Prozent, von minus 0,3 Prozent für 2012 und von 0,5 Prozent für 2013. „Hinter dieser Prognose stehen die Annahmen eines Dreimonatslibors von 0 Prozent und eines sich weiter abschwächenden Franken“, merkte die SNB an. Auf absehbare Zeit gebe es in der Schweiz keine Inflationsrisiken. Hingegen bestünden Abwärtsrisiken für die Preisstabilität, falls sich der Franken nicht weiter abschwächen sollte. (Dow Jones Newswires)

Frankreichs Außenhandelsdefizit voraussichtlich mit Rekordniveau

Das Handelsbilanzdefizit Frankreichs dürfte nach offizieller Schätzung im laufenden Jahr auf ein Rekordniveau steigen. Der hohe Ölpreis und der starke Euro, der die französischen Waren im Ausland weniger wettbewerbsfähig mache, dürfte das Defizit auf 75 Milliarden Euro steigen lassen, sagte der Staatssekretär für Außenhandel, Pierre Lellouche, der Zeitung „Les Echos“ (Donnerstagausgabe). Damit würde der Negativsaldo wesentlich höher ausfallen als das von der Regierung im vergangenen Jahr erwartete Minus von 48 Milliarden Euro. Zudem läge es deutlich über dem bisherigen Rekordniveau von 56,5 Milliarden Euro, das 2008 registriert wurde. (Dow Jones Newswires)

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