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Medienschau : Italiens Regierung gewinnt Abstimmung zum Sparpaket

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Allen Unkenrufen zum Trotz rechnet der Autobauer BMW in seinem größten Markt Deutschland auch 2012 mit besseren Geschäften. „Wir erwarten weiteres Wachstum im Volumen und beim Marktanteil“, sagte Deutschland-Vertriebschef Karsten Engel am Mittwoch auf der Automesse IAA zu Reuters. Über eine heraufziehende Krise werde viel geredet, die Autobranche spüre davon aber bislang überhaupt nichts. Die Turbulenzen an den Börsen hätten keinerlei Auswirkungen auf die Verkäufe und Bestellungen, betonte Engel. Im August und in den ersten Septemberwochen seien die Auftragseingänge - und damit der Absatz der nächsten Monate - „auf sehr gutem Niveau“. Zusätzlichen Schub werde der neue kleine 1er bringen, der demnächst auf den Markt kommt. „Das ist eine Eroberungsmaschine“, sagte der Deutschland-Vertriebschef. 2012 folgt der neue 3er, der ebenfalls zu den absatzstarken Fahrzeugen zählt. Damit verfüge BMW über eine jüngere Modellpalette als die Konkurrenz. „Junge Autos verkaufen sich immer besser als ältere.“ Für 2011 bekräftigte Engel das Absatzziel für Deutschland: „Wir wollen stark einstellig wachsen.“ Im vergangenen Jahr hatte der Münchner Oberklasse-Hersteller in seinem größten Absatzmarkt noch vor den Vereinigten Staaten insgesamt 266.000 Fahrzeuge verkauft, davon gut 234.500 Wagen der Marke BMW und knapp 31.500 Minis. Von Januar bis August setzte der Konzern in seinem Heimatmarkt mehr als 196.000 Fahrzeuge ab, das sind 13 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Bei vielen Geländewagen der X-Reihe betrügen die Wartezeiten wegen der hohen Nachfrage mehrere Monate, sagte der Manager. „Da verlieren wir mit Sicherheit Kunden.“ Engel sagte weiter, der deutsche Automarkt werde in diesem Jahr nicht wachsen, das Oberklasse-Segment hingegen schon. „Premiumautomobile sind ein Frühindikator der Wirtschaft.“ Auch im Geschäft mit Gebrauchtwagen lasse sich nicht der Beginn einer Krise ablesen. „Wir sind im absolut grünen Bereich.“ (Reuters)

ElringKlinger - Auto-Produktion stagniert 2012

Der Autozulieferer ElringKlinger rechnet im kommenden Jahr mit einer Stagnation der weltweiten Automobil-Produktion. „Wir werden 2012 ein Nullwachstum haben“, sagte Vorstandschef Stefan Wolf am Mittwoch auf der Automesse IAA in Frankfurt der Nachrichtenagentur Reuters. Wegen des Anlaufs neuer Produkte wie etwa Kunststoffölwannen kalkuliere ElringKlinger dennoch mit einem Umsatzplus von fünf bis sieben Prozent im kommenden Jahr. „Das schaffen wir auch bei stagnierendem Markt“, sagte Wolf. Die Auftragslage sei bis ins nächste Jahr hinein „super“. Die sich abzeichnende Stagnation bei den Produktionszahlen werde sich bei den Zulieferern positiv niederschlagen. „Wir erleben derzeit eine Überbeauftragung durch die Autohersteller“, sagte Wolf. Um die Lieferungen an die Hersteller fristgerecht abwickeln zu können, fielen derzeit höhere Personalkosten für Sonderschichten an den Wochenenden und zusätzliche Frachtkosten an. Für die Ergebnisentwicklung sei eine „Stabilisierung auf hohem Niveau“ gut, da die Zusatzkosten dann entfielen. Der ElringKlinger-Chef trat zugleich Börsenspekulationen über eine mögliche Übernahme durch den amerikanische Autozulieferer BorgWarner entgegen. „Die Familienaktionäre haben mir gesagt: Wir werden nicht verkaufen“, sagte Wolf. Die Anteilshöhe der Familie Lechler an ElringKlinger werde nicht unter 50 Prozent fallen. Am Dienstag hatten die Börsenspekulationen die Aktien des überdurchschnittlich profitablen schwäbischen Zulieferers um knapp zwölf Prozent hochgetrieben, am Mittwoch kletterten die im Nebenwerteindex MDax gelisteten Papiere um weitere sechs Prozent. An der Börse ist ElringKlinger gut eine Milliarde Euro wert, Konkurrent BorgWarner wird mit rund 7,3 Milliarden Dollar bewertet. Der auf Motoren- und Antriebstechnik spezialisierte amerikanische Konzern hat erklärt, es gebe derzeit keine Übernahmeaktivitäten. (Reuters)

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