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Medienschau : Italien verabschiedet 24-Milliarden-Euro-Sparpaket

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Bayer - Rückschlag bei der Vermarktung von Nexavar, VTG - Lage stabilisiert, Rio Tinto bei kurzfristigem Ausblick zurückhaltend, Strabag und Lafarge bündeln Zementgeschäfte, Praktiker: Bußgeld in Polen könnte Ergebnis belasten, Hewlett-Packard überholt IBM bei Server-Verkäufen, IPO: Euro Asia wird zu 5 Euro zugeteilt, Intesa erwägt Einstieg bei Edison - La Stampa, Dell macht dem iPad Konkurrenz, Apples iPhone im Ausverkauf, Peugeot investiert eine Milliarde Euro in spanisches Werk, GfK: Eurokrise trübt deutsche Konsumlaune, Moody's: USA riskieren ihr AAA-Rating, italienisches Kabinett beschließt Milliarden-Einsparungen, Protokoll -Fed uneins über Zinspolitik, BoJ-Protokoll: Neue Maßnahmen zur Wachstumsstärkung notwendig

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          Unternehmen

          Bayer - Rückschlag bei der Vermarktung von Nexavar

          Der Pharmakonzern Bayer hat wie erwartet bei seinem Krebsmedikament „Nexavar“ einen Rückschlag erlitten. Das britische Gesundheitsinstitut (NICE) hat sich endgültig gegen die Empfehlung des Mittels zur Behandlung von fortgeschrittenem Leberkrebs (HCC) entschieden. Die hohen Kosten würden die marginalen Vorteile von Nexavar nicht rechtfertigen, heißt es in einem am Mittwoch auf der NICE-Internetseite veröffentlichten Dokument. Das Mittel wird von der Bayer AG und deren Partner Onyx Pharmaceuticals Inc hergestellt. Laut NICE würde die Arznei die Lebenserwartung von Patienten mit fortgeschrittenem Leberkrebs im Stadium C (HCC), bei denen Operationen oder lokale Therapien gescheitert oder nicht möglich sind, um durchschnittlich 2,8 Monate verlängern - bei Kosten von 27.000 Pfund pro Patient. NICE empfiehlt dem National Health Service (NHS) in England und Wales den Einsatz von Medikamenten oder spricht sich dagegen aus. Die Empfehlungen basieren vor allem auf Kostenanalysen und werden von anderen Regierungen und Krankenversicherungen aufmerksam verfolgt. Bayer hatte nach einer ersten abschlägigen Empfehlung des NICE Zugeständnisse gemacht. Die Gesellschaft wollte jede vierte Packung des Mittels kostenfrei zur Verfügung stellen. Zu einer Preissenkung war der Leverkusener Dax-Konzern demnach offenbar nicht bereit. Pharmaunternehmen halten sich mit Preiszugeständnissen oft zurück, da sie entsprechende Nachlassforderungen auch aus anderen Ländern befürchten. Der Preis für Nexavar sei einfach zu hoch, führte NICE-CEO Andrew Dillon an. Die Gelder des NHS könnten für effektivere Krebsbehandlungen ausgegeben werden. Nexavar kam zuletzt auf einen Umsatz von rund 678 Millionen Dollar. Das Mittel ist in mehr als 70 Ländern zur Behandlung von fortgeschrittenem Nierenkrebs und in mehr als 60 Ländern zur Behandlung von Leberkrebs zugelassen. NICE hatte den Einsatz der Arznei bei Nierenkrebs abgelehnt und dies seinerzeit ebenfalls mit vergleichsweise hohen Kosten begründet. (Dow Jones Newswires)

          VTG - Lage stabilisiert

          Beim Hamburger Schienenlogistikkonzern VTG haben sich die Geschäfte zu Jahresauftakt dank der anziehenden Konjunktur weiter stabilisiert. „Unsere Kunden können unsere Waggons insgesamt wieder besser auslasten und geben dementsprechend immer weniger Waggons zurück“, sagte Vorstandschef Heiko Fischer am Mittwoch in Hamburg. Im ersten Quartal sei die Auslastung im größten Geschäftsfeld Waggonvermietung im Vergleich zum vorangegangenen Vierteljahr nur noch um 0,4 Prozentpunkte auf 87 Prozent gesunken. Binnen Jahresfrist schrumpfte sie allerdings um drei Prozentpunkte. Wegen der geringeren Auslastung der Waggonflotte sank der Betriebsgewinn (Ebit) von Januar bis März um 18 Prozent auf 15 Millionen Euro. Damit schnitt VTG in etwa so wie von Analysten erwartet ab. Der Umsatz kletterte wegen eines Großauftrags im Waggonbau um sieben Prozent auf 154,8 Millionen Euro. Der Chemiekonzern BASF hatte bei der VTG-Tochter Graaff 100 Kesselwagen in Auftrag gegeben. Für die nächsten Monate rechnet der im Kleinwerteindex SDax gelistete VTG-Konzern zunächst mit weiter leicht sinkenden Auslastungsraten, bevor die Nutzung der Waggonflotte zum Jahresende hin wieder steigen soll. Im Gesamtjahr sollen Umsatz und operatives Ergebnis wieder auf Vorjahreshöhe liegen. Die VTG-Aktie legte am Morgen 1,4 Prozent zu. (Dow Jones Newswires)

          Rio Tinto ist bei kurzfristigem Marktausblick zurückhaltend

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