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Medienschau : Irland flüchtet sich unter den Euro-Rettungsschirm

  • Aktualisiert am

Die Deutsche Post plant wohl den Verkauf von Exel, RWE der Berliner Wasserwerke und der Finanzinvestor OEP den der Süd-Chemie, derweil sich die WestLB nicht als Ganzes verkaufen lässt. Thyssen baut die Edelstahlsparte um und Thailands Wirtschaft schrumpft im dritten Quartal.

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          Unternehmensnachrichten

          Deutsche Post plant Verkauf von Exel Transportation Services

          Die Deutsche Post zieht sich einem Pressebericht zufolge ein weiteres Stück aus den Vereinigten Staaten zurück: Das Unternehmen bereite den Verkauf der amerikanischen Spedition Exel Transportation Services (ETS) vor, schreibt die „Financial Times Deutschland“ (Montag) aus dem Umfeld des Konzerns. Das Geschäft solle im ersten Quartal 2011 abgeschlossen werden. Das Post-Management erhoffe sich für den wenig rentablen Lkw-Transporteur, der zuletzt etwa 180 Millionen Dollar umsetzte, rund 60 Millionen Dollar. Den Angaben zufolge prüfen zurzeit drei Interessenten die ETS-Bücher. Um welche Unternehmen es sich handele, sei aber noch unklar. Eine Post-Sprecherin wollte die Informationen dem Blatt zufolge nicht kommentieren. (dpa-AFX)

          RWE offen für Verkaufsgespräche zu Berliner Wasserwerken

          Der Energieversorger RWE hat sich offen für Verhandlungen mit dem Land Berlin über den Verkauf seiner Anteile an den Wasserbetrieben gezeigt. „Wir stehen zu Gesprächen bereit“, sagte eine RWE-Sprecherin am Samstag der Nachrichtenagentur dpa. Sie bestätigte damit einen Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ (Montag). Das Land, das mit 50,1 Prozent die Mehrheit an den Wasserbetrieben hält, will den 1999 mit RWE und dem französischen Mischkonzern Veolia Environnement geschlossenen Kaufvertrag auflösen. Es will den Versorger wieder vollständig übernehmen.

          Die beiden Versorgungsunternehmen hatten jeweils 24,95 Prozent an dem Wasserbetrieben für 1,7 Milliarden Euro gekauft. Für die Kaufsumme garantierte Berlin den Konzernen gute Gewinne. Zug um Zug stiegen daraufhin die Wasserpreise in Berlin, die bundesweit zu den höchsten zählen. (dpa-AFX)

          Thyssen baut Edelstahlsparte um

          Wenige Wochen vor seinem Rückzug stellt Thyssen-Krupp-Chef Ekkehard Schulz einem Pressebericht zufolge die Weichen für einen Umbau der defizitären Edelstahlsparte. Der Aufsichtsrat solle dazu auf seiner Sitzung am Donnerstag Investitionsmittel von rund 240 Millionen Euro freigeben, schreibt das „Handelsblatt“ (Montag) und verweist auf das Konzernumfeld. Mit dem Geld solle das Edelstahlwerk in Düsseldorf geschlossen und die Kapazitäten nach Krefeld verlagert werden.

          Mit den Investitionen demonstriere der Konzern, dass er langfristig an seinem Edelstahlgeschäft in Deutschland festhalten wird. Den Umbau begrüße auch der designierte Vorstandschef Heinrich Hiesinger, heißt es in Konzernkreisen dem Blatt zufolge. (dpa-AFX)

          Hochtief erhält Hilfe von spanischen Aktionärsschützern

          Hochtief bekommt im Abwehrkampf gegen die Actividades de Construccion y Servicios SA (ACS) Hilfe von spanischen Aktionärsschützern. Die Aktionärsvereinigung AEMEC, die den Streubesitz vertritt, plane eine Anfechtungsklage gegen Beschlüsse der außerordentlichen ACS-Hauptversammlung vom Freitag zur Vorbereitung der feindlichen Übernahme. Das sagte die Präsidentin des europäischen Dachverbands Euroshareholders, Jella Benner-Heinacher, der „Financial Times Deutschland“ (FTD - Montagausgabe).

          Die ACS-Aktionäre hatten mit einer Mehrheit von 99,5 Prozent einer bedingten Kapitalerhöhung um bis zu 50 Prozent zugestimmt. Die neuen Aktien dürfen ausschließlich für einen Tausch gegen Hochtief-Anteile ausgegeben werden. „Diese Kapitalerhöhung ist für Hochtief das Herzstück der Übernahme“, sagte Benner-Heinacher, im Hauptberuf Geschaftsführerin der deutschen AEMEC-Schwesterorganisation DSW (Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz). Mit einer einstweiligen Verfügung wolle AEMEC zudem die Eintragung der Kapitalerhöhung ins Handelsregister verhindern. (Dow Jones)

          United Internet startet Mobilfunkdiscounter

          Die United-Internet-Tochter 1&1 will am Montag Pläne für einen Mobilfunk-Discounter vorstellen, berichtet die „Welt“ (Montag). Die neue Marke soll Freephone heißen und den Konkurrenzkampf im Markt der Mobilfunk-Discounter verschärfen. Bislang hatte 1&1 vor allem als Beigabe zu DSL-Anschlüssen Handykarten ausgegeben. Seit Juni bietet das Unternehmen außerdem eine Flatrate in alle Netze an. Insgesamt zählt United Internet bereits 1,3 Millionen Handykunden. (dpa-AFX)

          Finanzinvestor OEP läutet Verkauf von Süd-Chemie ein

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