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Medienschau : Investoren reißen sich um Facebook-Anteile

  • Aktualisiert am

Der Umsatz von Praktiker ist 2010 abermals gesunken, die beteiligten Unternehmen tragen laut Untersuchungskommission die Schuld an der Ölpest im Golf, Ex-Fed-Chef Volcker gibt sein Amt als Sonderberater von Obama auf und Irland steuert auf ein riesiges Haushaltsdefizit zu.

          Unternehmensnachrichten

          Praktiker-Umsatz 2010 abermals gesunken

          Die Baumarktkette Praktiker hat 2010 mit einem deutlichen Umsatzrückgang abgeschlossen. Die Erlöse gingen im abgelaufenen Jahr um 5,9 Prozent auf 3,45 Milliarden Euro zurück, wie Praktiker am Donnerstag auf Basis vorläufiger Berechnungen mitteilte. Damit traf das Unternehmen die eigene Prognose, die es zuletzt Ende Oktober gesenkt hatte. Danach hatte der Konzern für 2010 einen mittleren und nicht mehr wie zuvor nur einen niedrigen einstelligen Umsatzrückgang erwartet. Schwach hatte sich das Geschäft sowohl im In- als auch im Ausland entwickelt. (dpa-AFX)

          Investoren reißen sich um Facebook-Anteile

          Das Online-Netzwerk Facebook lockt scharenweise Investoren an. Die amerikanischen Investmentbank Goldman Sachs, die ihren Kunden derzeit den Einstieg ermöglicht, habe Interessenbekundungen über mehrere Milliarden Dollar erhalten, berichtete das „Wall Street Journal“ am Mittwoch unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Schon an diesem Donnerstag solle das Angebot deshalb beendet werden.

          Die Wall-Street-Größe hatte Facebook eine Investition von 450 Millionen Dollar zugesagt und bekommt dafür dem Vernehmen nach einen Aktienanteil von 0,8 Prozent. Über einen bis zu 1,5 Milliarden Dollar schweren Fonds sollen zudem die Kunden von Goldman Sachs beim weltgrößten sozialen Netzwerk ihr Geld anlegen können. (dpa)

          TAG überschreitet 30-Prozent-Hürde bei Colonia Real Estate

          Die Immobilienfirma TAG Immobilien hat bei der geplanten Übernahme ihrer Konkurrentin Colonia Real Estate (CRE) eine wichtige Marke genommen. Es hätten weitere CRE-Aktionäre ihre Aktien angedient, so dass TAG - zusammen mit den bereits gehaltenen Titeln - mehr als 30 Prozent des Grundkapitals und der Stimmrechte der CRE halte, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Mit dem Überspringen dieser Schwelle muss kein Pflichtangebot abgegeben werden, das möglicherweise teuerer werden würde.

          Das Management von Colonia Real Estate hatte sich gegen die Übernahmeofferte ausgesprochen: Die für jede Aktie gebotenen 5,55 Euro sind den Kölnern zu wenig. An der Börse hatten die im Kleinwerteindex SDax gelisteten CRE bei 5,69 Euro geschlossen, TAG bei 6,46 Euro. TAG will nach eigener Aussage nicht aufstocken, eine nachträgliche Erhöhung des Preises werde ausgeschlossen, betonte das Unternehmen. (Reuters)

          Risikoreiche Entscheidungen verursachten Ölpest im Golf

          Eine Reihe von Kostensenkungsmaßnahmen des Ölkonzerns BP und seiner Partner haben offenbar zur schwersten Ölkatastrophe in den Vereinigten Staaten geführt. BP, Halliburton und Transocean hätten es versäumt, sicherzustellen, dass ihre Handlungen keine Gefahr darstellten, hieß es im Schlussbericht der Untersuchungskommission der amerikanischen Regierung am Mittwoch. Die Entscheidungen hätten den Unternehmen in jedem Fall Zeit und Geld gespart.

          Der Schlussbericht steht im Widerspruch zu einem ersten Zwischenbericht von Anfang November. Damals hatte die Kommission BP Rückendeckung gegeben und keine Hinweise ausmachen können, dass der Konzern und seine Partner Kosten sparten und so die Sicherheitsvorkehrungen vernachlässigten. (Reuters)


          Wirtschaftsnachrichten

          Ex-Fed-Chef Volcker gibt Amt als Sonderberater von Obama auf

          Der frühere Chef der amerikanischen Notenbank, Paul Volcker, will seine Rolle als Sonderberater von Präsident Barack Obama in Wirtschaftsfragen aufgeben. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch von mit der Entscheidung vertrauten Personen. Der 83-jährige Volcker sitzt dem Economic Recovery Advisory Board vor. Dieses Gremium soll der Regierung dabei helfen, die amerikanische Wirtschaft aus der Krise zu steuern. Volcker habe sich selbst zur Aufgabe dieses Amtes entschlossen, hieß es. Voraussichtlich werde Obama den Rücktritt Volckers am Freitag bekanntgeben. Zuletzt wurde sein Name vor allem durch die sogenannte Volcker Rule bekannt, die den riskanten Eigenhandel der Banken stark einschränkte. Volcker war die treibende Kraft hinter dieser Reform, die dazu beitragen soll, weitere Finanzkrisen zu verhindern. (Reuters)

          Irland steuert auf astronomisches Haushaltsdefizit zu

          Irland ist fest auf Kurs zu dem befürchteten Haushaltsdefizit in Rekordhöhe. Ohne Bankenhilfen belief sich die staatliche Neuverschuldung 2010 auf 18,75 Milliarden Euro, wie die Regierung in Dublin am Mittwoch mitteilte. Dies entspricht dem Etatziel und dürfte knapp zwölf Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) betragen. Rechnet man allerdings - wie von der EU festgelegt - die ausufernden Kosten von 31 Milliarden Euro für die Rettung von Banken hinzu, wird sich die Etatlücke 2010 auf etwa 32 Prozent des BIP belaufen - mehr als das Zehnfache der im Maastricht-Vertrag festgelegten Obergrenze von drei Prozent der Wirtschaftsleistung. Die genaue Defizitquote ist noch nicht bekannt, da die irische
          Wirtschaftsleistung 2010 noch nicht ermittelt wurde. (Reuters)

          EU-Anleihe zu Rettungshilfen stößt auf große Nachfrage

          Die EU-Kommission ist bei einer Anleihe zur Finanzierung der Irland-Hilfen auf starkes Interesse der Investoren gestoßen. Für die fünf Milliarden Euro schwere Emission habe es Nachfragen im Volumen von 20 Milliarden Euro gegeben, berichtete der zu Thomson Reuters gehörende Informationsdienst IFR am Mittwoch. Bereits nach 45 Minuten seien die Orderbücher am Vormittag geschlossen worden, verlautete aus mit der Transaktion vertrauten Kreisen. Die Rendite für das Papier mit einem Kupon von 2,5 Prozent wurde am Abend auf zwölf Basispunkte über Swap-Mitte festgesetzt. Wegen der starken Nachfrage hatte es Spekulationen gegeben, die Rendite könne sogar noch geringer ausfallen. (Reuters)

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