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Medienschau : Investmentbank Macquarie schockt Märkte mit Gewinnwarnung

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Der DIHK erwartet eine Konjunkturabkühlung im dritten Quartal, die amerikanische Regierung riskiert beim GM-Börsengang Verluste und die Autozulieferer wollen schon im kommenden Jahr zum Vorkrisenniveau zurückkehren.

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          Unternehmensnachrichten

          Investmentbank Macquarie schockt Märkte mit Gewinnwarnung

          Die führende australische Investmentbank Macquarie Group die Märkte am Montag mit einer Gewinnwarnung geschockt. Der Überschuss werde im ersten Halbjahr, das bis September laufe, um 25 Prozent sinken, teilte die Bank am Montag mit. Experten erwarteten dagegen einen Anstieg um 10,6 Prozent. Die Macquarie-Aktie brach um 5,9 Prozent an der Börse in Sydney ein. Die weltweiten Marktturbulenzen im Zuge der Schuldenkrise vieler europäischer Staaten hätten das Geschäft in Mitleidenschaft gezogen, begründete Macquarie das schwache Ergebnis. (Reuters)

          Amerikanische Regierung riskiert Verlust bei geplantem GM-Börsengang

          Beim geplanten Börsengang des Autobauers General Motors könnte die amerikanische Regierung Kreisen zufolge anfänglich einen Verlust hinnehmen. Sollten zu einem späteren Zeitpunkt weitere Aktienpakete an die Börse gebracht werden, könnte dann der Staatsbesitz Gewinn einbringen, sagten mehrere mit der Situation vertraute Personen. Mögliche Gewinne hingen davon ab, wie Investoren die neugelisteten Aktien an der Börse bewerteten. Die Regierung und das Unternehmen wollten die Informationen nicht kommentieren.

          Ob die Steuerzahler jemals die gesamten Hilfsgelder von 50 Milliarden Dollar zurückbekommen, könnte über Jahre eine offene Frage bleiben, saten die Insider. Nach Angaben eines Informanten könnte es mehr als drei Jahre dauern, bis die Regierung ihre Beteiligung ganz abgestoßen hat.

          Früheren Berichten zufolge soll die neuerliche Erstnotiz (IPO) im November über die Bühne gehen. Laut Schätzungen könnte das Unternehmen dabei bis zu 20 Milliarden Dollar einnehmen. Medien berichteten, die Regierung wolle verhindern, dass ausländische Investoren große Aktienpakete kaufen. Deshalb sollten gezielt Ankerinvestoren ausgewählt werden. Diese sichern den Erfolg eines Börsengangs ab, bekommen dafür im Gegenzug oftmals Rabatte eingeräumt. Um den Investoren GM schmackhaft zu machen, könnte die Regierung bereit sein, einen Rabatt von bis zu 20 Prozent zu gewähren, sagte ein Informant. (dpa-AFX)

          Großbritannien fordert Verkaufsstopp für GSK-Medikament Avandia

          Das umstrittene Diabetes-Mittel Avandia des Pharmakonzerns GlaxoSmithKline (GSK) sollte nach Ansicht der britischen Gesundheitsbehörde MHRA wegen möglicher Herzprobleme vom Markt genommen werden. Die Risiken überwögen den Nutzen. MHRA habe der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA ihre Position deutlich dargelegt und auf einen Verkaufsstopp vor einem Expertentreffen am 8. September gedrungen. Dabei soll die Sicherheit des Medikaments überprüft werden.

          Avandia gehörte bis 2007 zu den größten Umsatzbringern des britischen Unternehmens. Damals war eine Studie zu dem Ergebnis gekommen, dass das Präparat zu Herzproblemen führen könnte. Seitdem steht das Mittel in der Schusslinie. 2006 machte Glaxo noch einen Umsatz mit Avandia von drei Milliarden Dollar. 2009 fielen die Erlöse auf 1,2 Milliarden Dollar. In Deutschland hatte der Gemeinsame Bundesausschuss kürzlich das Mittel zusammen mit ähnlichen Wirkstoffen aus der Erstattung durch die gesetzlichen Krankenkassen genommen. (Reuters)

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