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Medienschau : Intel verfehlt im vierten Quartal Erwartungen

  • Aktualisiert am

Bild: FAZ.NET-Jan Bazing

ASML verbessert das Ergebnis; Finanzkrise dauert an - Citi mit Rekordverlust; Zeitung: NRW-Bank prüft Nokia-Verstoß gegen Förderbedingungen; Aareal Bank sieht sich weiter nicht von Subprime-Krise betroffen; SAP sichert sich 87,18 Prozent an Business Objects; Tognum bestätigt Umsatzprognose 2007; ALTANA bestätigt Gewinn- und Umsatzprognose 2007; Adidas plant weitere Zukäufe - Zufrieden mit Entwicklung bei Reebok; Accor hebt Gewinnprognose 2007 auf etwas über 900 Millionen Euro an; Adecco hält an Mittelfristzielen fest; FTD: Pfleiderer verhandelt mit Finanzinvestoren über Einstieg; FAZ: Deutsche Post soll Steuervorteile behalten; WSJ: Boeing kämpft erneut mit Verzögerungen bei Dreamliner; Bank of America streicht 650 Stellen und will Geschäftsbereich verkaufen; Wirtschaftweise: Höhepunkt der Finanzkrise steht noch bevor; Bundesbank-Chef fordert Lohnabschlüsse mit Augenmaß; Merkel hat gedämpfte Wachstumserwartungen ans neue Jahr

          8 Min.

          Unternehmensmeldungen

          Intel verfehlt im vierten Quartal Erwartungen

          Der amerikanische Chipkonzern Intel hat im vierten Quartal die Erwartungen von Experten verfehlt. Der Gewinn je Aktie (EPS) sei von 0,26 amerikanischen Dollar im entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 0,38 Dollar gestiegen, teilte das Unternehmen am Dienstag in Santa Clara mit. Von Thomson Financial befragte Analysten hatten hingegen mit 0,40 Dollar gerechnet. Der Umsatz kletterte von 9,69 auf 10,7 Milliarden Dollar. Experten hatten mit 10,84 Milliarden Dollar gerechnet. Intel-Papiere stürzten im nachbörslichen Handel um 12,60 Prozent auf 19,83 Dollar ab. (dpa-AFX)

          ASML verbessert das Ergebnis

          Die niederländische ASML Holding NV hat im vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres 2007 ihren Nettogewinn um 0,3 Prozent gesteigert. Trotz der Marktunsicherheit in der Halbleiterbranche seien auch für das erste Halbjahr 2008 robuste Umsätze und Gewinne zu erwarten, teilte der Anbieter von Lithographiesystemen für die Halbleiterindustrie am Mittwoch mit. Der Nettogewinn im letzten Quartal 2007 habe bei 206,1 Millionen Euro gelegen. 35 Millionen Euro davon seien auf Steuervorteile zurückzuführen, teilte der Konzern mit Sitz in Veldhoven mit. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte der Nettogewinn bei 205,5 Millionen Euro gelegen. Der Nettoumsatz sank im Zeitraum per Ende Dezember 2007 auf 973 Millionen (1,1 Milliarden) Euro. Die Ergebnisse übertrafen die Erwartungen der Analysten: Diese hatten im Vorfeld einen Nettogewinn von 159 Millionen Euro und einen Umsatz von 948 Millionen Euro prognostiziert. ASML-Vorstandschef sagte Eric Meurice, trotz des Drucks, der im vergangenen Jahr auf der globalen Halbleiterindustrie lastete, habe der Technologiekonzern die Robustheit seiner Marktposition unter Beweis gestellt. (Dow Jones)

          Finanzkrise dauert an - Citi mit Rekordverlust

          Die Krise an den Kreditmärkten reißt immer tiefere Löcher in die Bilanzen der Banken und treibt viele Institute in die Arme von Finanzinvestoren. Erneute Abschreibungen von mehr als 18 Milliarden Dollar führten beim größten amerikanischen Geldhaus Citigroup im Schlussquartal 2007 zum ersten Verlust seit der Verschmelzung von Citicorp und Travellers Group 1998. Zur Stärkung der dünner gewordenen Kapitaldecke sicherte sich das Institut nach Angaben vom Dienstag eine weitere Finanzspritze. Zudem stehen Tausende Stellen auf der Kippe. Auch die kriselnde Investmentbank Merrill Lynch rüstet sich für schwere Verluste und beschafft sich frisches Kapital. Schlechte Nachrichten kamen auch aus Deutschland: Die Hypo Real Estate ist nun doch ebenfalls von der Krise betroffen. Anleger blieben daher am Dienstag skeptisch und straften Bankaktien weltweit kräftig ab. (Reuters)

          Zeitung: NRW-Bank prüft Nokia-Verstoß gegen Förderbedingungen

          Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU) hat nach Informationen der in Essen erscheinenden „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ (Mittwochausgabe) die landeseigene NRW-Bank beauftragt, zu prüfen, ob Nokia zur Rückzahlung von 17 Millionen Euro Fördergeld gezwungen werden kann. Diese Subvention war 1999 mit der Verpflichtung an den Handy-Hersteller überwiesen worden, mindestens 2856 Arbeitsplätze in Bochum sicher zu stellen. Die Verpflichtung lief am 15. September 2006 aus. Das Ministerium schließt dem Bericht zufolge nicht aus, dass vor Ablauf der Frist die Zahl der Stellen darunter gelegen hat. Dann hätte Nokia gegen die Förderbedingung verstoßen. Der finnische Konzern hatte am Dienstag überraschend angekündigt, das Werk in Bochum zu schließen und bis zu 2300 Arbeitnehmer zu entlassen. Nach Informationen der in Düsseldorf erscheinenden Zeitung „Rheinische Post“ (Mittwochausgabe) sind neben den 2300 Stellen in Bochum auch 1000 Stellen durch Zulieferbetriebe in der Region und weitere 1000 Stellen von Leiharbeitern betroffen. (ddp.djn)

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