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Medienschau : Infineon-Aufsichtsratschef will Fusion prüfen

  • Aktualisiert am

Bild: FAZ.NET-Jan Bazing

Der BHP-Chef schließt eine Aufstockung der Rio Tinto-Offerte nicht aus, Carl Icahn steigt angeblich bei Yahoo! ein, die Postbank stößt angeblich Immobilien ab, ebenso angeblich gibt es Milliardenbelastungen für Mitsubishi UFJ aus der Subprime-Krise und bringt Schott seine Solarsparte an die Börse. Moody's äußert sich skeptisch bezüglich der Kapitalausstattung von MBIA und Ambac und die EU-Finanzminister debattieren über eine Verschärfung der Zinsbesteuerung.Ansonsten gibt es jede Menge Geschäftszahlen: Q-Cells und Solon profitieren weiter vom Solarboom, K+S-Kassen vom Kali-Boom. EADS verzeichnet einen Gewinnsprung, ebenso Sony, Gagfah nur ein leichtes operatives Plus, Mediobanca steigert das Nettoergebnis um 10 Prozent.Der BNP-Paribas-Gewinn sinkt nicht so stark wie erwartet, der von Applied Materials sinkt ebenso wie der von Mediaset und BP. Alitalia und Electronic Arts weiten den Verlust aus, Vinci und Carrefour steigern den Umsatz. Die Post erleidet einen Gewinnrückgang, ebenso wie ING, Dexia und die Aareal Bank.

          Unternehmen

          Bilfinger + Berger übertrifft Erwartungen

          Deutschlands zweitgrößter Baukonzern Bilfinger Berger hat im Auftaktquartal des Jahres mit einem unerwartet starken Gewinnanstieg die Erwartungen am Finanzmarkt übertroffen. Die gute Nachfrage nach Industrie-Dienstleistungen und der Verkauf von Immobilien ließen den Gewinn des Branchenzweiten hinter Hochtief sprudeln.

          Bilfinger Berger teilte am Mittwoch in Mannheim mit, der Überschuss sei um das Vierfache auf 31 Millionen Euro gestiegen. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt einschließlich des Erlöses aus dem Verkauf der von Bilfinger selbst genutzten Gebäude nur mit einem Anstieg auf 19 Millionen Euro gerechnet. Auch ohne den Sondererlös von sieben Millionen Euro nach Steuern lag der Konzernüberschuss deutlich über dem Vorjahr. (Reuters)

          Sony mit Gewinnsprung

          Der japanische Elektronikkonzern Sony hat den Betriebsgewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr unter anderem dank der starken Nachfrage nach Digitalkameras kräftig erhöht. Wie der Hersteller der Playstation 3 am Mittwoch bekannt gab, stieg der operative Gewinn zum Bilanzstichtag 31. März im Vergleich zum Vorjahr um das Fünf-Fache auf 374,5 Milliarden Yen (2,3 Milliarden Euro).

          Wegen des starken Yen verfehlte Sony damit jedoch sein eigenes Ertragsziel um mehr als 30 Milliarden Yen. Im Januar hatte Sony die Prognose für den Betriebsgewinn von zunächst 450 auf 410 Milliarden Yen gesenkt. Sony verfehlte somit sein Ziel einer operativen Gewinnmarge von fünf Prozent. Der Umsatz stieg im Geschäftsjahr 2007/2008 um 6,9 Prozent auf den Rekord von 8,87 Billionen Yen. (dpa)

          Post im ersten Quartal wegen Postbank und Briefsparte mit Gewinnrückgang

          Die Bankenkrise und die Auswirkungen der vollständigen Öffnung des deutschen Briefmarkts zum Jahreswechsel haben die Bilanz der Deutschen Post im 1. Quartal bestimmt. Während die Finanzkrise negativ durchschlug, hielten sich die Auswirkungen auf dem Briefmarkt in Grenzen, teilte die Post am Mittwoch in Bonn mit. Zudem bekräftigte Europas größter Logistiker die Jahresziele und peilt einen Vorsteuergewinn von rund 3,2 Milliarden Euro an.
          Der Umsatz erhöhte sich von 15,47 auf 15,7 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern sank wegen des Postbankergebnisses und fehlender Arbeitstage durch den frühen Ostertermin von 998 auf 851 Millionen Euro. Unterm Strich schrumpfte der Überschuss von 499 auf 407 Millionen Euro.

          Das defizitäre amerikanische Expressgeschäft steht auf der Tagesordnung der Aufsichtsratssitzung am 28. Mai. Die Post hatte angekündigt, noch in diesem Monat den Plan für eine strategische Neuausrichtung des verlustreichen Geschäfts bekanntzugeben. (dpa)

          Finanzmarktkrise drückt Gewinn bei ING im ersten Quartal

          Die niederländische ING Groep hat wegen der Finanzmarktkrise einen stärkeren Rückgang beim Nettoergebnis im ersten Quartal 2008 ausgewiesen als erwartet. Der niederländische Konzern berichtete am Mittwoch ein Nettoergebnis von 1,54 (1,89) Milliarden Euro; Analysten hatten bei dem Allfinanzkonzern unter dem Strich mit 1,58 Milliarden Euro gerechnet. Das Ergebnis je Aktie ermäßigte sich um 16 Prozent auf 0,74 Euro. (Dow Jones)

          Solon erhöht Umsatz und Ebit im ersten Quartal um über 100 Prozent

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