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Medienschau : IBM profitiert von amerikanischer Abwertungspolitik

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Novartis profitiert vom schwachen Dollar, Electrolux erwartet Ergebnisrückgang - Aktie bricht ein, Delticom legt weiter zu, Cisco streicht 6.500 Stellen, BMW rechnet mit abnehmenden Wachstumsraten, Eastman Kodak gewinnt Patentstreit gegen Apple, Borders ist pleite, Washington arbeitet in Schuldenstreit an Plan B

          8 Min.

          Unternehmensnachrichten

          IBM profitiert von amerikanischer Abwertungspolitik

          Der weltgrößte IT-Dienstleister IBM verheißt ein gutes Jahr für die Technologiebranche. Nach einem erfolgreichen zweiten Quartal mit hervorragenden Vertragsabschlüssen hob der amerikanische Konzern am Montagabend seine Jahresziele an. Damit scheint sich die Befürchtung, dass die Schuldenkrise in Europa und das Beben in Japan die Geschäfte beeinträchtigen, nicht zu bewahrheiten. Analysten sahen in den Zahlen einen starken Start für die Bilanzsaison der Technologieriesen. Bereits am Dienstag wird Apple folgen, in den kommenden Tagen reihen sich noch Intel und Microsoft ein. IBM konnte der schwachen Entwicklung in Japan das starke Wachstum in Schwellenländern sowie die robusten Verkäufe von Großrechnern entgegensetzen. In den Schwellenländern profitierte IBM nach Worten von Finanzchef Mark Loughridge von guten Geschäften mit dem Finanzsektor. Auch in Europa sei es im zweiten Quartal besser gelaufen. In Deutschland und Italien wachse das Geschäft wieder. Anleger begrüßten die Gesamtentwicklung. Sie schickten die IBM-Aktien nachbörslich um zwei Prozent ins Plus und damit auf ein Rekordhoch. Analyst Edward Jones lobte, dass IBM weiterhin daran arbeite, die Effizienz zu verbessern. Im zweiten Quartal schloss der Branchenführer Verträge in Höhe von 14,3 Milliarden Dollar ab. Im Vergleich zum Vorjahresquartal ist das ein Plus von 16 Prozent. Vertragsabschlüsse gelten als wichtiger Anzeiger für künftige Geschäfte. Analysten der Deutschen Bank hatten mit einem Vertragsvolumen zwischen 12 und 13 Milliarden Dollar gerechnet. IBM zufolge stieg der Auftragsbestand im Vierteljahr um 15 auf 144 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um acht Prozent auf 3,66 Milliarden Dollar zu. Beim Umsatz wurde ein Plus von zwölf Prozent auf 26,67 Milliarden Dollar erzielt, wovon allerdings die Hälfte auf Währungseffekte zurückgeht. IBM-Chef Samuel Palmisano erklärte, bei Hardware, Software und Dienstleistungen sei der Umsatz im zweistelligen Prozentbereich gewachsen. Für das Gesamtjahr hob der Konzern seinen Gewinnausblick an. Nun rechnet IBM mit einem Gewinn für verwässerte Aktien von mindestens 12,87 Dollar. Bisher waren es wenigstens 12,73 Dollar gewesen. IBM hat sich schon lange vom klassischen Geschäft mit Computern verabschiedet und ist heute ein Spezialanbieter für Geschäftssoftware, Server und Beratung. (Reuters)

          Novartis profitiert vom schwachen Dollar

          Der Schweizer Pharmariese Novartis profitiert von Übernahmen und davon, seine Bilanz in Dollar aufzustellen. Denn auf diese Weise kann das Unternehmen die Wirkung des starken Frankens nicht nur vermeiden, sondern sogar von der allgemeinen Dollarschwäche profitieren und Währungsgewinne verbuchen. SO konnte das Unternehmen seinen Nettogewinn im zweiten Quartal um exklusive Sonderposten um 29 Prozent auf 3,56 Milliarden Dollar oder auf 1,48 Dollar je Aktie steigern. Der Umsatz legte um 27 Prozent auf 14,9 Milliarden Dollar zu. Unter Ausschluss von Wechselkurseffekten betrug das Wachstum zwei Prozent.

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