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Medienschau : IATA halbiert die Gewinnprognose

  • Aktualisiert am

Bayer meldet Erfolg für Krebsmittel Alpharadin, GDF schließt Verkauf ihres Gasnetzes in Italien ab - Kreise, Prada will bei Börsengang Milliarden einnehmen, Resourcehouse bläst Börsengang ab, Griechenland erwägt neue Einsparungen, Portugals Wahlsieger - Werden Zusagen an EU und IWF einhalten, Hochrechnung - Linke gewinnt Wahlen in Peru

          7 Min.

          Unternehmensnachrichten

          Verband IATA halbiert Gewinnprognose für Luftfahrt-Branche

          Der hohe Ölpreis, die Unruhen in der arabischen Welt sowie das Erdbeben in Japan werden die Fluggesellschaften weltweit teuer zu stehen kommen. Die Unternehmen werden nach Angaben des Branchenverbandes IATA vom Montag deshalb in diesem Jahr weniger als halb so viel Gewinn einfliegen wie bislang angenommen. Der Profit der Branche werde sich 2011 voraussichtlich auf lediglich vier Milliarden Dollar belaufen und nicht wie ursprünglich angepeilt 8,6 Milliarden Dollar. (Reuters)

          Bayer meldet Erfolg für Krebsmittel Alpharadin

          Der Pharmakonzern Bayer hat in einer klinischen Phase-III-Studie zur Therapie von Prostatakrebs mit seinem Krebsmedikament Alpharadin einen Erfolg erzielt. Alpharadin habe bei Patienten mit kastrationsresistentem Prostatakrebs (CRPC), bei denen bereits Metastasen in den Knochen aufgetreten waren, die Gesamt-Überlebenszeit signifikant verbessert. Die Studie könne wegen der positiven Wirksamkeitsdaten vorzeitig beendet werden, teilte die Bayer Schering Pharma AG am Montag mit. Bayer prüfe nun die Zulassungsstrategie für das gemeinsam mit dem norwegischen Onkologieunternehmen Algeta entwickelte Medikament. Prostatakrebs ist immer noch eine der weltweit häufigsten durch Krebs bedingten Todesursachen bei Männern. (Dow Jones Newswires)

          GDF schließt Verkauf ihres Gasnetzes in Italien ab - Kreise

          Der französische Energieversorger GDF Suez wird den Verkauf seines italienischen Gasnetzes laut Kreisen am Montag nach Börsenschluss bekanntgeben. Der Verkaufserlös soll knapp 800 Millionen Euro betragen, sagte eine mit den Vorgängen vertraute Person am Sonntag. Ursprünglich habe die GDF Suez SA am Montagmorgen über die Transaktion informieren wollen, allerdings müssten im Laufe des Tages noch letzte Details geklärt werden. Das Distributionsgeschäft passe nicht mehr in die strategische Ausrichtung des Konzerns in Italien, sagte die Person weiter. GDF werde sich in Zukunft stärker auf Energieerzeugung sowie auf die Vermarktung von Erdgas an Endkunden konzentrieren. Am Sonntag hatte die italienische Zeitung „La Stampa“ berichtet, GDF sei kurz davor, ihr Geschäft mit Namen G6 Rete Gas an ein Konsortium unter Führung des italienischen Investmentfonds F2i und Axa Infrastructure zu verkaufen. AXA Infrastructure ist Teil des Investmentarms der französischen Versicherung AXA SA. Beide Unternehmen waren für eine Stellungnahme kurzfristig nicht zu erreichen. (Dow Jones Newswires)

          Prada will bei Börsengang bis zu 2,6 Milliarden Dollar einnehmen

          Das italienische Modehaus Prada strebt bei seinem Börsengang in Hongkong Einnahmen von bis zu 2,6 Milliarden Dollar an. Wie Reuters am Montag von einer mit den Plänen vertrauten Person erfuhr, legte das Unternehmen eine vorläufige Preisspanne zwischen 36,5 und 48 Hongkong-Dollar fest und will nun den Appetit asiatischer Investoren ausloten. Die endgültige Preisspanne soll am 17. Juni bekanntgegeben werden, die Erstnotiz ist am 24. Juni geplant. Die Erlöse will das unter anderem für seine luxuriösen Handtaschen bekannte Unternehmen weitgehend für die Asien-Expansion einsetzen. (Reuters)

          Resourcehouse bläst Börsengang ab

          Die australische Bergbaugesellschaft Resourcehouse schafft es wieder nicht an die Börse. Das Unternehmen teilte am Samstag mit, es werde seinen IPO-Plan nicht weiterverfolgen. Bei dem Gang an die Börse Hongkong sollten nach anfänglichen Plänen bis zu 3,6 Milliarden Dollar eingesammelt werden. Begründet wurde die Aufgabe - es war der vierte Versuchs eines Börsengangs seit 2009 - mit den allgemeinen Marktbedingungen. (Dow Jones Newswires)

          Daimler und Rolls-Royce sichern sich Mehrheit an Tognum

          Daimler und Rolls-Royce haben sich im Zuge ihres Übernahmeangebots die Mehrheit an dem Motorenhersteller Tognum gesichert. Zum Ende der offiziellen Angebotsfrist am 1. Juni hielt das Bieterduo laut einer Mitteilung vom Montagmorgen knapp 60 Prozent der Stimmrechte der Friedrichshafener. Da die Mindestannahmeschwelle von 30 Prozent deutlich übertroffen wurde und das Angebot somit erfolgreich ist, kommt nun die zweiwöchige sogenannte „Zaunkönig-Regelung“ zum Tragen. Laut dem deutschen Übernahmegesetz haben bisher unentschlossene Aktionäre die Möglichkeit, ihre Aktien noch 14 Tage nach Ablauf der eigentlichen Andienungsfrist zu den gegebenen Konditionen zu verkaufen. Diese Frist endet am 20. Juni um Mitternacht. Daimler und Rolls-Royce zeigten sich mit Blick auf Erreichte „sehr erfreut“ und gehen nun davon aus, in den kommenden zwei Wochen weitere Aktien angedient zu bekommen. (Dow Jones Newswires)

          Kreise - Rolls Royce will neues Triebwerk für den A350 bauen

          Der europäische Flugzeugbauer Airbus kann nach Informationen aus Branchenkreisen für sein A350-Projekt mit neuer Technologie vom Triebwerkhersteller Rolls-Royce rechnen. Die Briten würden für die EADS-Tochter eigens einen neuen Typ entwickeln, verlautete am Montag aus den Kreisen. Der A350 soll in drei Größen erhältlich sein und unter anderem dem Dreamliner von Boeing Konkurrenz machen. Allerdings haben die Fluggesellschaften wiederholt kritisiert, dass der A350 in allen Varianten mit demselben Motor ausgestattet werden soll, nämlich dem Trent XWB von Rolls-Royce. „Nach meinem Verständnis hat Rolls-Royce sich bereiterklärt, ein neues Triebwerk zu bauen“, sagte der Chef eines der größeren A350-Kunden Reuters. Airbus lehnte einen Kommentar ab. Ein Sprecher von Rolls-Royce war zunächst nicht zu erreichen. Airbus will den ersten A350 Ende 2013 ausliefern. Vergangenen Monat hat das Unternehmen ein anberaumtes Presse-Briefing zum A350 abgesagt und mitgeteilt, neuere Informationen dazu wolle es bei der Pariser Luftfahrtschau im Juni veröffentlichen. (Reuters)

          Air-Berlin verspricht Gewinn 2011 und 2012 - FASZ

          Die Fluggesellschaft Air Berlin verbreitet Optimismus. „Wir machen Gewinn - in diesem und im nächsten Jahr“, sagte Air-Berlin-Vorstandsvorsitzender Joachim Hunold der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (FASZ). Zuletzt hat die zweitgrößte Airline Deutschlands 2006 schwarze Zahlen geschrieben. Das Unternehmen habe viel in den Ausbau seines Streckennetzes investiert, sagte der Manager. „Im nächsten Jahr ernten wir die Früchte“, versprach er. Der neue Flughafen am Drehkreuz Berlin und der Beitritt zur Airline-Allianz Oneworld rund um British Airways würden das Geschäft von Air Berlin beflügeln - als Zubringer für die Transatlantikflüge. „Wir merken schon jetzt deutlich steigende Buchungszahlen“, sagte Hunold, der sich am 7. Juni vor der Hauptversammlung verantworten muss. Das erste Quartal war für Air Berlin schlecht verlaufen. „Da gibt es nichts zu beschönigen: Unsere Marge ist zu klein, um solche Ereignisse abzufedern“, räumte Hunold mit Blick auf die Unruhen in Nordafrika ein. „Wenn in dieser für uns so wichtigen Zielregion zwei Drittel unseres Geschäfts wegbrechen, verkraftet man das nicht so einfach.“ (Dow Jones Newswires)

          Hacker greifen amerikanische Server von Spielkonsolenhersteller Nintendo an

          Auch der japanische Spielkonsolenhersteller Nintendo ist das Ziel von Hacker-Angriffen gewesen. Daten von Nutzern seien dabei aber nicht gestohlen worden, teilte das in Kyoto ansässige Unternehmen am Sonntag mit. Attackiert worden sei vor einigen Wochen der Server von Nintendos amerikanische Sparte. Nintendo-Konkurrent Sony war erst kürzlich Opfer eines Hacker-Angriffs. Das Tokioter Unternehmen schaltete daraufhin sein PlayStation-Netzwerk vorübergehend ab. Bei dem Angriff wurden möglicherweise Millionen Kundendaten gestohlen. (Reuters)

          Wirtschaftsnachrichten

          Griechenland erwägt neue Einsparungen für weitere Hilfen

          Im Gegenzug für ein zweites Rettungspaket denkt Griechenland trotz Massenprotesten in der Bevölkerung über eine Verschärfung seiner Sparbemühungen nach. Das Kabinett des hochverschuldeten Euro-Mitgliedslandes erwäge einen Wirtschaftsplan, der noch mehr Einsparungen vorsehe, teilte das Büro von Ministerpräsident Giorgos Papandreou am Sonntag mit. Am Montag werde das Kabinett informelle Beratungen über ein mittelfristiges Programm abhalten. Papandreou werde den Plan dann dem politischen Rat seiner regierenden Pasok-Partei am Dienstag vorstellen. Das Vorhaben sehe unter anderem eine neue Privatisierungsbehörde zum beschleunigten Verkauf von Staatsvermögen vor. Am Mittwoch könnte sich das Kabinett dann auf die Sparmaßnahmen verständigen und diese an das Parlament weiterleiten. Mit der größten Kundgebung seit Monaten protestierten verärgerte Griechen am Sonntag in der Hauptstadt Athen gegen das Sparprogramm der sozialistischen Regierung. Rund 50.000 Menschen versammelten sich auf dem Syntagma-Platz vor dem Parlament. Die Demonstranten beschimpften die Politiker des Landes als Diebe und Verräter. Ein zweites Rettungspaket wird notwendig, weil sich der bisherige Plan nicht halten lässt, dass Griechenland ab dem Frühjahr 2012 an den Kapitalmarkt zurückkehrt. Bleibt der Weg wegen zu hoher Zinsen länger versperrt, würde bis Ende 2013 ein Haushaltsloch von 65 Milliarden Euro aufreißen. Ein Jahr später wären es schon 132 Milliarden Euro. Das seit gut einem Jahr laufende Kreditprogramm ist bereits 110 Milliarden Euro schwer. Deutschland ist mit 24,4 Milliarden Euro daran beteiligt. (Reuters)

          Portugals Wahlsieger - Werden Zusagen an EU und IWF einhalten

          Der designierte portugiesische Ministerpräsident Pedro Passos Coelho hat nach seinem Wahlsieg die Umsetzung des mit EU und IWF vereinbarten Sparprogramms versprochen. Er wolle alles tun, um das Vertrauen der Finanzmärkte zu gewinnen, sagte Coelho am Sonntag. Ersten Auszählungen zufolge gewann seine sozialdemokratische Partei PSD 39 Prozent der Stimmen. Gemeinsam mit der konservativen Partei CDS dürfte es Coelho gelingen, eine stabile Regierung zu bilden und somit die monatelange politische Unsicherheit in dem Land zu beenden. Die CDS erklärte sich zu einer Koalitionsregierung bereit. In dem neuen Parlament kommt die PSD voraussichtlich auf 105 der insgesamt 230 Sitze. Gemeinsam mit den 24 Sitzen der CDS verfügt er damit über eine deutliche Mehrheit. Die Sozialisten des geschäftsführenden Ministerpräsidenten Jose Socrates kommen auf 73 Sitze. Wahlverlierer Socrates räumte seine Niederlage ein und trat vom Vorsitz seiner Partei zurück. Socrates hatte mit EU und IWF ein Rettungspaket im Volumen von 78 Milliarden Euro für das hochverschuldete Land ausgehandelt. Der seit 2005 amtierende Socrates war Ende März zurückgetreten, nachdem seine Minderheitsregierung im Parlament mit ihrem Sparprogramm zur Überwindung der Schuldenkrise gescheitert war. Er blieb aber geschäftsführend im Amt. (Reuters)

          Hochrechnungen - Linksgerichteter Humala gewinnt Wahlen in Peru

          Bei der Präsidentenwahl in Peru hat sich ersten Hochrechnungen zufolge überraschend der links-gerichtete Ollanta Humala gegen die rechtskonservative Abgeordnete Keiko Fujimori durchgesetzt. Teilauszählungen ergaben am Sonntag übereinstimmend für Humala eine Führung von gut 51 Prozent der Stimmen gegenüber knapp 49 Prozent für Fujimori. Die Abstimmung ist wegen der großen Unterschiede zwischen den Kandidaten von besonderer Tragweite für das südamerikanische Land, das sich dank seines Rohstoffreichtums zu einem der weltweit am stärksten wachsenden Entwicklungsländer aufschwingen konnte - allerdings ging bislang der Aufschwung an einem Großteil der Bevölkerung vorbei. Finanzexperten stellten sich angesichts des Ergebnisses auf Kursverluste von Staatsanleihen, der Landeswährung sowie am Aktienmarkt ein. Während Fujimori als Kandidatin der Unternehmen und Garantin einer wirtschaftsfreundlichen Politik angesehen wird, gilt Humala als Schrecken der Märkte. Der 48-jährige Linkspolitiker und ehemalige General gab sich im Wahlkampf zwar gemäßigt und distanzierte sich von seinem politischen Mentor, dem venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez. Doch Investoren schenken dem wenig Glauben: Wenn in den vergangenen Wochen die Umfragewerte für Humala stiegen, gaben die Aktienkurse an der peruanischen Börse nach. (Reuters)

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