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Medienschau : Hoher Inflationsdruck in China

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Merck KGaA - Wechsel an Spitze der Pharmasparte, Intercell - Rückschlag bei Impfstoffentwicklung, Daimler investiert Milliarden in China, Pflichtwandelanleihe von Credit Suisse?, Mammut-Prozess gegen Telekom geht in neue Runde, Chinas Inflationsdruck nimmt weiter zu - Regierung will Wirtschaftswachstum mit höherer Qualität, Moody's - Ausblick für spanische Banken weiter negativ, europäische Gemeinschaftsanleihe käme Deutschland teuer

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          Unternehmensnachrichten

          Merck KGaA - Wechsel an Spitze der Pharmasparte

          Der Darmstädter Merck-Konzern trennt sich von seinem Pharma-Chef Elmar Schnee. Der Manager verlasse aus persönlichen Gründen das Unternehmen, teilte der Pharma- und Chemiekonzern am Montag mit. Schnees Nachfolger soll zum 1. Januar Stefan Oschmann werden, der zuletzt das Schwellenländer-Geschäft beim amerikanische Namensvetter Merck & Co. geleitet hatte. Oschmann (53) werde Mitglied der Geschäftsleitung und persönlich haftender Gesellschafter der Merck KGaA. Im Pharmageschäft hatte Merck unter der Leiting von Schnee zuletzt eine Reihe von Rückschlägen zu verkraften: So verweigerte die europäische Arzneimittelbehörde EMA dem Mittel Erbitux die Zulassung zur Behandlung von Lungenkrebs, und das EMA-Expertengremium sprach sich gegen die Zulassung der Multiple-Sklerose-Pille Cladribin aus. Zudem teilte Merck mit, Kai Beckmann (45) werde zum 1. April 2011 für das neue Personalressort im Führungsgremium verantwortlich sein. Beckmann werde ebenfalls persönlich haftender Gesellschafter und Mitglied der Geschäftsleitung der Merck KGaA. (Reuters)

          Intercell senkt Prognose nach Rückschlag bei Impfstoffkandidaten

          Der österreichische Impfstoffspezialist Intercell stoppt die Entwicklung seines Impfpflasters gegen Reisedurchfall, nachdem in Phase-II- und Phasie-III-Studien kein sichtbarer Effekt auf die Häufigkeiten aller moderaten bis schweren Durchfallerkrankungen beobachtet wurde. Deshalb werde die Intercell AG 2010 einen erheblich höheren Verlust ausweisen als die bislang prognostizierten 40 Millionen Euro, teilte das Unternehmen aus Wien in der Nacht zum Montag mit. Trotz des Rückschlags setzt Intercell bei anderen Impfstoffen jedoch weiter auf die Pflaster-Technologie. Immaterielle Anlagegüter, die dem Impfstoffprogramm gegen Reisedurchfall und zu anderen Impfpflaster-Programmen zuzuordnen sind, hatten laut Intercell zum 30. September 2010 einen Buchwert von 167 Millionen Euro. Intercell erwartet, alle oder einen großen Teil dieser Anlagegüter wertberichtigen zu müssen. Intercell werde die Ausgaben für Forschung und Entwicklung im Jahr 2011 um etwa 40 Prozent im Vergleich zu 2010 reduzieren und die organisatorischen Strukturen entsprechend anpassen. Diese Maßnahmen sollen bis Mitte 2011 vollständig umgesetzt sein und 2012 sowie in den folgenden Jahren zu weiteren Kostensenkungen führen. Trotz des Rückschlags bleibt Intercell entschlossen, die Entwicklung zur Anwendung der Pflaster-Technologie für neue oder bestehende Impfstoffe auszuweiten und die Entwicklung des immunstimulierenden Impfpflasters „Vaccine Enhancement Patch“ (VEP) gegen die H5N1-Vogelgrippe voranzutreiben. Das Unternehmen werde die Forschungs- und Entwicklungsstrategie sowie die Ressourcen des Unternehmens auf die anderen Projekte des Portfolios an Produktkandidaten in klinischer Entwicklung konzentrieren - insbesondere auf die Programme gegen Krankenhausinfektionen. Dazu zählen nach Angaben von Intercell die Impfstoffkandidaten gegen Pseudomonas und C. difficile sowie ein Impfstoffkandidat gegen S. aureus, der mit Merck & Co Inc entwickelt wird. Den für den 15. Dezember in London geplanten R&D Day verschob Intercell auf einen späteren Zeitpunkt. Die Veranstaltung werde durch eine Telefonkonferenz für Analysten ersetzt, in der die gewonnenen Daten und die strategischen Implikationen im Detaildargestellt werden sollen. (Dow Jones Newswires)

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