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Medienschau : Höhere Steuerzahlungen drücken auf Allianz-Gewinn

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Henkel übertrifft die Markterwartungen, Eon verbucht einen Gewinneinbruch. Roth & Rau begeben eine Gewinnwarnung, Klöckner & Co verbucht ein schwächeres Quartal. Lanxess, Hannover Rück und Bilfinger Berger steigern den Gewinn und China plant die Anhebung der Reservesätze für mehrere Banken.

          Unternehmensnachrichten

          Höhere Steuerzahlungen drücken auf Allianz-Gewinn

          Die Allianz hat im dritten Quartal einen Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Der Überschuss fiel unter anderem wegen höherer Steueraufwendungen auf 1,26 Milliarden Euro nach 1,37 Milliarden im Jahr zuvor, wie Europas größter Versicherer am Mittwoch in München mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt allerdings nur mit 1,16 Milliarden Euro gerechnet.

          Der Vorstand bekräftigte, im Gesamtjahr 2010 auf ein operatives Ergebnis von 7,2 Milliarden Euro plus oder minus 500 Millionen zu erwarten. Allerdings betonte Firmenchef Michael Diekmann erstmals, das oberen Ende der Spanne schaffen zu wollen. In den ersten neun Monaten waren es 6,1 Milliarden Euro - ein Plus von 20 Prozent. (Reuters)

          Henkel übertrifft Markterwartungen

          Henkel hat im dritten Quartal Umsatz und Ergebnis stärker gesteigert als von Marktbeobachtern erwartet. Der Nettogewinn stieg auf 337 (172) Millionen Euro, wie der Düsseldorfer Konsumgüterhersteller am Mittwoch mitteilte. Das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie erhöhte sich auf 0,80 (0,59) Euro, das bereinigte Ebit auf 517 (407) Millionen Euro.

          Den Umsatz steigerte Henkel auf 3,961 (3,485) Milliarden Euro. Das organische Wachstum belief sich dabei auf 6,5 Prozent. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten mit einem Nettogewinn von 279 Millionen Euro, einem bereinigtem Ebit von 457 Millionen Euro sowie einem Umsatz von 3,8 Milliarden Euro gerechnet. (Dow Jones)

          Gewinneinbruch bei Eon wegen Abschreibungen

          Die Milliardenabschreibungen auf sein Geschäft in Südeuropa haben dem größten deutschen Energiekonzern Eon in den ersten neun Monaten dieses Jahres einen Gewinnrückgang eingebrockt. Der Überschuss sank um 42 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro, wie die Dax-Gesellschaft am Mittwoch in Düsseldorf mitteilte. Das war keine große Überraschung. Eon hatte die Wertberichtigungen von 2,6 Milliarden Euro in Südeuropa bereits Ende Oktober bekanntgegeben.

          Auf die Dividende soll dies keinen Einfluss haben. Entscheidende Messgröße ist dabei das bereinigte Nettoergebnis, aus dem einmalige und nicht zahlungswirksame Effekte wie Wertberichtigungen herausgerechnet werden. Nach neun Monate lag der bereinigte Überschuss bei 4,4 Milliarden Euro und damit 2 Prozent höher als vor einem Jahr. Operativ (bereinigtes Ebit) steigerte Eon seinen Gewinn um acht Prozent auf rund 8 Milliarden Euro. Der Umsatz stieg um 11 Prozent auf fast 64 Milliarden Euro. Die Vorjahresergebnisse hat der Konzern bereinigt. Nicht mehr enthalten ist der Beitrag der seit dem 1. November verkauften amerikanischen Tochter.

          An seiner Jahresprognose hielt das Unternehmen fest. Demnach soll das operative Ergebnis maximal um drei Prozent steigen, der bereinigte Überschuss stagnieren. Im vergangenen Jahr hatte Eon der Wirtschaftskrise weitgehend getrotzt. Das operative Ergebnis war lediglich um zwei Prozent auf auf 9,6 Milliarden Euro gesunken, das bereinigte Nettoergebnis um fünf Prozent auf 5,3 Milliarden Euro. mit (dpa-AFX)

          Roth & Rau begeben Gewinnwarnung

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