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Medienschau : Handel an Frankfurter Börse beginnt um 8 Uhr

  • Aktualisiert am

Lenovo bietet für Medion, Lanxess verhandelt mit CVC über den Kauf der Chemiefirma Taminco. Eon klagt gegen die Brennelementesteuer, die Republikaner lehnen das Gesetz über das Schuldenlimit ab. Chinas Industrie wächst langsamer und Australiens Wirtschaft schrumpft.

          Unternehmensnachrichten

          Handel an Frankfurter Börse beginnt um 8 Uhr

          An der Frankfurter Wertpapierbörse (FWB) kann von diesem Mittwoch an bereits ab 8.00 Uhr gehandelt werden. Nachdem der klassische Parketthandel seit dem 23. Mai der Vergangenheit angehört und das Computersystem Xetra den Präsenzhandel ersetzt hat, wird nun der Beginn um eine Stunde vorverlegt. „Durch die Öffnung des wichtigsten Marktes für deutsche Aktien wird sich die Liquidität im Handel vor 9.00 Uhr erheblich verbessern, was wiederum positiv auf die Preisspannen wirken kann“, hieß es am Dienstag in Frankfurt seitens der Deutschen Börse zur Vorverlegung der Handelszeit. Enden wird der Handel im Xetra-Spezialistenmodell wie bisher um 20.00 Uhr. Der Kernhandel auf Xetra wie üblich um 17.30 Uhr. Anleihen sind von der Vorverlegung übrigens ausgeschlossen, da sie überwiegend im außerbörslichen Interbankenhandel gekauft und verkauft werden. Diese Referenzmärkte stehen vor 9.00 Uhr noch nicht zur Verfügung. (dpa-AFX)

          Lenovo bietet für Medion

          Der chinesische Computerkonzern Lenovo hat eine Offerte für den deutschen Elektronik-Großhändler Medion abgegeben. Lenovo biete 13 Euro je Aktie in bar, teilte der weltweit viertgrößte PC-Hersteller am Mittwochmorgen überraschend mit. Ziel sei es, alle Medion-Papiere zu erwerben, zumindest jedoch 51 Prozent des Grundkapitals. Es sei bereits ein Kaufvertrag über knapp 36,7 Prozent des Grundkapitals für 231 Millionen Euro mit dem Mehrheitsaktionär Brachmann geschlossen worden.

          Die Offerte für den Aldi-Lieferanten steht nach Angaben von Lenovo noch unter Vorbehalt der wettbewerbsrechtlichen Genehmigung und Erreichung der Mindestannahmeschwelle. Bereits am Dienstag hatten Übernahmegerüchte die Medion-Aktie beflügelt. Sie war mit einem Plus von mehr als sieben Prozent auf ein Zweieinhalb-Monats-Hoch von 11,23 Euro gestiegen. Lenovo-Papiere gaben in Hongkong knapp 0,9 Prozent nach. (Reuters)

          Eon klagt gegen Atom-Steuer

          Als erster von vier Kernkraftbetreibern will Eon gegen die Brennelementesteuer klagen. Der größte deutsche Energiekonzern begründete den Schritt am Dienstag mit Vermögensschäden in Milliardenhöhe, die mit dem früheren Ausstieg aus der Kernenergie verbunden seien. Schon aus aktienrechtlichen Gründen und zum Schutze seiner über 500.000 Kleinanleger dürfe Eon das nicht hinnehmen, hieß es. Auch RWE droht mit juristischen Schritten.

          Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) reagierte gelassen. „Die Gesetzesbegründung zur Brennstoffsteuer bezieht sich ausdrücklich nicht auf das Thema Laufzeitverlängerung“, sagte der FDP-Vorsitzende der FAZ. (dpa-AFX)

          Lanxess verhandelt mit CVC über Kauf der Chemiefirma Taminco

          Der Spezialchemiekonzern Lanxess steht laut einem Pressebericht vor dem Zukauf der belgischen Chemiefirma Taminco, schreibt die Financial Times Deutschland in ihrer Online-Ausgabe und beruft sich dabei auf Finanz- und Branchenkreise. Ein Sprecher des Unternehmens wollte den Bericht nicht kommentieren. Die Akquisition mit einem Volumen von einer Milliarde Euro wäre die größte in der Firmengeschichte von Lanxess. Taminco erzielt einen Jahresumsatz von 715 Millionen Euro. (dpa-AFX)

          Gesundheitsreform kostet Rhön-Klinikum ein Prozent des Umsatzes

          Der Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum bekräftigt trotz der Belastungen durch die Gesundheitsreform seine Geschäftsziele. Trotz der mehr als 25 Millionen Euro, die dem Konzern durch das Gesetz zur Finanzierung der Krankenkassen entgingen, wolle Rhön-Klinikum unverändert den Umsatz 2011 um vier Prozent auf 2,65 Milliarden Euro steigern und den Konzerngewinn von 145 auf rund 160 Millionen Euro erhöhen, sagte Vorstandschef Wolfgang Pföhler dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe). (Reuters)

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