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Medienschau : Hamburg hat im Rennen um Hapag Lloyd die Nase vorn

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Bild: FAZ.NET-Jan Bazing

Lufthansa verfehlt die Prognose, Pfleiderer senkt sie, Daimler drosselt angeblich die Produktion, Ergo streicht knapp 2000 Stellen, Electronic Arts enttäuscht. Viacom erwirtschaftet aufgrund eines Einmaleffekts weniger Gewinn, EADS steigert den Gewinn schwächer als erwartet, die Postbank verdient wegen der Finanzkrise weniger.Dagegen überrascht LVMH mit einem starkem Gewinn- und Umsatzplus, steigert Siemens den Gewinn im Kerngeschäft über die Erwartungen hinaus, verdoppelt Arcelor-Mittal den Gewinn und bestätigen Fresenius und FMC bekräftigt die Prognosen. MAN macht mehr Gewinn und Umsatz, verzeichnet aber weniger Lkw-Bestellungen.

          Unternehmen

          MAN mit mehr Gewinn und Umsatz, aber weniger Lkw-Bestellungen

          Der Lastwagen- und Maschinenbauer MAN hat im ersten Halbjahr 2008 Gewinn und Umsatz kräftig gesteigert. Das operative Ergebnis kletterte auf 1,02 Milliarden von 721 Millionen Euro, wie der Konzern am Mittwoch in München berichtete. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 20 Prozent auf 8,1 Milliarden Euro. Damit legte die Umsatzrendite auf 12,6 von 10,7 Prozent zu. Der Auftragseingang zog um acht Prozent auf 10,3 Milliarden Euro an, allerdings ging die Zahl der Lkw-Bestellungen um 15 Prozent zurück.

          Für das Gesamtjahr erwartete MAN eine „Normalisierung des Auftragseinganges“. Bisher hatte es geheißen, es werde ein ähnliches Niveau wie im Vorjahr (19,4 Milliarden Euro) erreicht. Bei Umsatz und Rendite hielt der Konzern an seiner Prognose fest,
          wonach die Erlöse von zuletzt 15,5 Milliarden Euro um gut zehn Prozent steigen sollen und die Marge das Niveau des ersten Quartals von 11,9 Prozent erreichen soll. (Reuters)

          Hamburg hat im Bieterrennen um Tui-Tochter Hapag Lloyd die Nase vorn

          Beim geplanten Verkauf der Tui-Tochter Hapag Lloyd hat das Konsortium für eine „Hamburger Lösung“ die Nase vorn. Das Interesse an der Schiffsreederei sei insgesamt gering. Es seien nur drei Gebote für Hapag Lloyd eingegangen, die Hamburger hätten das höchste eingereicht, berichtet die FAZ. Neben dem Konsortium und der Singapurer Logistik- und Schifffahrtsgruppe Neptune Orient Lines (NOL) hat auch ein Private-Equity-Fonds den Hut in den Ring geworfen.

          Fraglich ist aber, ob es überhaupt zu einem Verkauf kommt, liegt der Preis doch unter den vom Vorstand angestrebten 4 Milliarden Euro. Die Preise könnten im weiteren Verlauf noch fallen, da die bisherigen Offerten auf Basis der von Tui vorgelegten Zahlen kalkuliert wurden, sich das Umfeld inzwischen jedoch verschlechtert hat. (dpa-AFX)

          Siemens steigert Gewinn im Kerngeschäft über Erwartungen

          Der Mischkonzern Siemens hat im dritten Geschäftsquartal seinen Gewinn im Kerngeschäft merklich gesteigert und dabei die Erwartungen der Analysten übertroffen. „Die Jahresprognose für 2008 bekräftigen wir“, sagte Konzernchef Peter Löscher am Mittwoch laut Mitteilung in München. Auch im kommenden Geschäftsjahr soll der Umsatz doppelt so stark steigen wie die Weltwirtschaft. Löscher warnte aber: „Für das Geschäftsjahr 2009 rechnen wir mit einer schwächeren weltwirtschaftlichen Situation.“

          Das Gesamtergebnis der Sektoren - das Kerngeschäft - will der Konzern im kommenden Geschäftsjahr auf 8,0 bis 8,5 Milliarden Euro steigern. 2006 hatte der Wert bei 6,662 Milliarden Euro gelegen; in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres erzielte Siemens hier 5,035 Milliarden Euro. Das Ergebnis der fortgeführten Aktivitäten soll schneller wachsen als das Ergebnis der Sektoren. Sondereffekte aus dem Sparprogramm sowie der Schmiergeld-Affäre klammert Siemens weiterhin aus. (dpa-AFX)

          Postbank verdient wegen Finanzkrise weniger

          Die Postbank ist auch im zweiten Quartal von der Finanzkrise nicht verschont geblieben und hat einen weiteren kräftigen Gewinnrückgang verzeichnet. Der Überschuss fiel um rund 21 Prozent auf 119 Millionen Euro, teilte die Post-Tochter am Mittwoch in Bonn mit. Vor Steuern sank das Ergebnis um knapp 27 Prozent auf 171 Millionen Euro. Die Finanzmarktkrise schlug in den abgelaufenen drei Monaten noch einmal mit insgesamt 143 Millionen Euro zu Buche, die Belastungen machten sich im Finanzanlage- und Handelsergebnis bemerkbar. Hinzu kamen weitere Auswirkungen auf die Neubewertungsrücklagen. Ihr operatives Gewinnziel von 1,1 bis 1,2 Milliarden Euro für das laufende Jahr bekräftigte die Postbank. (dpa)

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