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Medienschau : Hamburg hat im Rennen um Hapag Lloyd die Nase vorn

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Die angeschlagene amerikanischen Investmentbank Merrill Lynch hat wie angekündigt Aktien für insgesamt 8,55 Milliarden Dollar verkauft, um sich mit frischem Kapital zu versorgen. Die Anteilsscheine seien für 22,50 Dollar verkauft worden und damit deutlich unter dem aktuellen Börsenkurs, wie Merrill Lynch am Dienstag mitteilte. Am Nachmittag wurden die Aktien an der Wall Street für 24,75 Dollar gehandelt.

Merrill musste wegen des anhaltenden Preisverfalls komplexer Schuldverschreibungen im laufenden dritten Quartal weitere 5,7 Milliarden Dollar abschreiben. Mit Belastungen von mehr als 40 Milliarden Dollar ist die amerikanischen Investmentbank mit der Citigroup und der Schweizer UBS am härtesten von der Finanzkrise getroffen. (Reuters)

Wirtschaft

Industrieproduktion in Japan sinkt stärker als erwartet

Die japanische Industrieproduktion ist im Juni stärker als erwartet gesunken. Der Rückgang habe 2,0 Prozent betragen, teilte die Regierung am Mittwoch mit. Volkswirte hatten im Schnitt mit einem minus von 1,7 Prozent gerechnet.

Die Wirtschaft Japans dürfte sich nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) in den nächsten Monaten moderat abschwächen. Obgleich das schwächer erwartete globale Wachstum nach wie vor ein Risiko darstelle, sei eine „sanfte Landung“ der japanischen Wirtschaft wahrscheinlich, teilte der IWF am Dienstag in Washington mit. Vermutlich werde sich das Wachstum Japans in den Jahren 2008 und 2009 auf etwa 1,5 Prozent abschwächen. Zugleich dürfte sich die Inflation beschleunigen, wobei die Inflationsrisiken aber begrenzt seien. (Reuters, dpa-AFX)

WTO-Gespräche scheitern

Die Teilnehmer der WTO-Gespräche in Genf haben das Scheitern der Gespräche über die Liberalisierung des Welthandels bedauert. Anlass war ein Streit zwischen den Vereinigten Staaten und Indien über höhere Zölle zum Schutz armer Landwirte. Rund 40 Vertreter der 153 WTO-Staaten hatten zuvor etwa neun Tage lang vergeblich um einen Abschluss der Doha-Runde gerungen. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso zeigte sich „tief enttäuscht“ über das Scheitern der Welthandelsgespräche.

Die EU habe an einem fairen und ausgewogenen Abkommen gearbeitet, das Vorteile für alle Seiten geschaffen hätte, hieß es. Eine solche Abmachung hätte der Weltwirtschaft einen ausgesprochen erwünschten Schub gegeben, betonte Barroso.

Wie es weiter hieß, könnten die Gespräche im Herbst fortgesetzt werden, damit die seit 2001 laufende Runde doch noch abgeschlossen werden kann. Die Angebote der Vereinigten Staaten zum Zoll- und Subventionsabbau vor allem bei Agrarprodukten aus Entwicklungsländern blieben auf dem Tisch, sagte Schwab.

Indien bestand bei den Gesprächen darauf, dass Staaten mit einem hohen Anteil armer Landbevölkerung bei hohen Agrarimporten schon frühzeitig Schutzzölle auferlegen können. Das lehnten die Vereinigten Staaten ab. (dpa)

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