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Medienschau : Griechische Regierung gewinnt Vertrauensabstimmung

  • Aktualisiert am

H&M mit deutlichem Gewinnrückgang, Merck bricht Zulassungsprozess für Cladribin ab, AstraZeneca verkauft Astra Tech für 1,8 Milliarden Dollar, Südzucker/CropEnergies/Agrana erhöhen die Prognosen, Philips - weitere Kostensenkungen, Adobe steigert Gewinn und Umsatz, Jabil Circuit wächst deutlich und profitabel, amerikanische Banken streichen viele Stellen, Prime Office sagt Börsengang ab, Daimler sieht in Schwellenländern Wolken aufziehen, Börsenaufsicht belangt JPMorgan wegen Betrug, Gartner senkt Prognose für den Halbleitermarkt, AOK plant neue Arzneimittel-Rabattrunde

          Unternehmensnachrichten

          Hennes & Mauritz mit deutlichem Gewinnrückgang

          Die schwedische Textilkette Hennes & Mauritz (H&M) hat erneut die höheren Rohstoffpreise und die starke heimische Währung zu spüren bekommen. Der Vorsteuergewinn ging im zweiten Quartal (Ende Mai) von 7,04 Milliarden schwedischen Kronen auf 5,752 Milliarden (630 Millionen Euro) zurück, wie der Bekleidungskonzern am Mittwoch in Stockholm mitteilte. Unter dem Strich reduzierte sich der Gewinn von 5,2 Millionen auf 4,26 Millionen Kronen. Der Gesamtumsatz kletterte hingegen um 2 Prozent auf 27,632 Milliarden Kronen. In lokalen Währungen stieg der Umsatz um zwölf Prozent. (dpa-AFX)

          Merck KGaA bricht weltweiten Zulassungsprozess für MS-Mittel Cladribin ab

          Der deutsche Pharma- und Chemiekonzern Merck bricht den weltweiten Zulassungsprozess für das MS-Mittel Cladribin ab. Nach den ablehnenden Stellungnahmen der amerikanische Gesundheitsbehörde FDA und der vorangegangenen negativen Einschätzung der europäischen Zulassungsbehörde EMA werde der weltweite Zulassungsprozess für Cladribin-Tabletten nicht weiter verfolgt, teilte der MDax-Konzern am Mittwoch in Darmstadt mit. Der Konzern rechnet mit Einmalbelastungen von 20 Millionen Euro, die im zweiten Quartal verbucht werden sollen. Die Daten der laufenden klinischen Studien dürften die Anforderungen der FDA höchstwahrscheinlich nicht erfüllen und damit auch nicht die Grundlage für eine Zulassung liefern, hieß es. Um den Anforderungen der FDA und der EMA zu entsprechen, wäre die Einleitung eines neuen klinischen Studienprogramms erforderlich, dessen Abschluss mehrere Jahre benötigen würde. Die Ressourcen sollen nun auf andere Projekte konzentriert werden, die einen Nutzen für Patienten mit Multipler Sklerose (MS) erbrächten. (dpa-AFX)

          AstraZeneca verkauft Astra Tech für 1,8 Milliarden Dollar

          Der britische Pharmakonzern AstraZeneca trennt sich von seiner Sparte Astra Tech. Dentsply, ein Hersteller von Dentalprodukten aus den Vereinigten Staaten , zahlt knapp 1,8 Milliarden Dollar in bar, wie AstraZeneca am Mittwoch mitteilte. Die Transaktion soll im zweiten Quartal des laufenden Jahres über die Bühne gehen. Die im schwedischen Molndal ansässige Astra Tech entwickelt und fertigt in erster Linie Zahnimplantate. Ferner stellt das Unternehmen medizinische Geräte her, die vorwiegend in der Urologie und in der Chirurgie zum Einsatz kommen. Astra Tech hat 2010 weltweit einen Umsatz von 535 Millionen Dollar erzielt und ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 105 Millionen Dollar. (Dow Jones Newswires)

          Südzucker/CropEnergies/Agrana erhöhen die Prognosen

          Südzucker hat in den ersten drei Monaten (1. März 2011 bis 31. Mai 2011) des laufenden Geschäftsjahres 2011/12 den Konzernumsatz gegenüber Vorjahr um rund sieben Prozent von 1.533 Millionen Euro auf 1.639 Millionen Euro gesteigert. Das operative Konzernergebnis erhöhte sich im gleichen Zeitraum um rund 35 Millionen Euro beziehungsweise 24 Prozent auf 184 (Vorjahr: 149) Millionen Euro. Zur Ergebnisverbesserung trugen die Segmente Zucker, CropEnergies und Frucht bei. Für das gesamte Geschäftsjahr 2011/12 rechnet Südzucker nunmehr mit einem Anstieg des Konzernumsatzes auf rund 6,5 (Vorjahr: 6,2) Milliarden Euro und einem operativen Konzernergebnis von mehr als 600 (Vorjahr: 519) Millionen Euro. Die Ergebnisverbesserung wird neben den Segmenten CropEnergies und Frucht vor allem durch das Segment Zucker getragen.

          Agrana konnte im ersten Quartal 2011|12 das operative Konzernergebnis von rund 34 Millionen Euro auf rund 62 Millionen Euro steigern. Zu dieser außergewöhnlich guten Ergebnisentwicklung trugen alle drei Segmente Zucker, Stärke und Frucht bei. Einerseits wirkten sich die in den Vorjahren eingeleiteten Optimierungsmaßnahmen positiv im operativen Ergebnis aus und andererseits profitierte der Konzern in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres von den guten Marktbedingungen im Zucker- aber auch im Stärkegeschäft. Beim Konzernumsatz konnte im ersten Quartal 2011|12 ebenfalls ein Anstieg von rund 541 Millionen Euro auf 613 Millionen Euro verzeichnet werden. Aufgrund dieser sehr positiven Entwicklung in den ersten drei Monaten erwartet Agrana auch für das gesamte Geschäftsjahr 2011|12 nunmehr eine deutliche Ergebnisverbesserung, die von allen Segmenten getragen wird.

          CropEnergies ist mit einem starken 1. Quartal in das Geschäftsjahr 2011/12 gestartet. Der Umsatz erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 41 Prozent auf 132,1 (Vorjahr: 93,5) Millionen Euro. Gleichzeitig gelang es, das operative Ergebnis auf 15,3 (Vorjahr: 2,4) Millionen Euro zu verbessern. Maßgeblich für den Umsatz- und Ergebnisanstieg ist die höhere Ausnutzung der Produktionsanlagen. Im 1. Quartal des letzten Geschäftsjahres hatten in den Anlagen in Zeitz und Wanze umfangreiche Wartungs- und Revisionsarbeiten stattgefunden. CropEnergies nimmt den guten Start in das Geschäftsjahr zum Anlass, die Prognose für das gesamte Geschäftsjahr 2011/12 anzuheben und rechnet nunmehr mit einem Umsatzanstieg auf 520 bis 570 (Vorjahr: 473) Millionen Euro. Die operative Marge soll mit rund 10 Prozent in etwa auf Vorjahresniveau liegen. (Ad-hoc)

          Philips reagiert mit weiteren Kostensenkungen auf schwächelnde Sparten

          Mit weiteren Kostensenkungsmaßnahmen will der niederländische Elektronikkonzern Philips auf die Schwäche seiner Sparten Unterhaltungselektronik und Lighting reagieren. Zusätzlich zu dem bereits laufenden „Accelerate“-Programm sollen demnächst weitere Kostensenkungen folgen, wie Royal Philips Electronics am Mittwoch mitteilte. Im Lighting-Geschäft wird das Wachstum im zweiten Quartal im niedrigen einstelligen Bereich liegen, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EbitA) wird sich auf rund 85 Millionen Euro belaufen. Das EbitA der Unterhaltungselektronik (Consumer Lifestyle) wird sich bei 50 Millionen Euro einpendeln. ür Marktteilnehmer kommen die schwachen Prognosen nicht unerwartet. „Als überraschende Gewinnwarnung für das ganze Unternehmen darf man das nicht interpretieren“, sagte ein Händler. Die Schwäche des Lighting-Bereichs sei seit längerem klar gewesen und habe sich bereits bei Mitbewerbern wie Cree gezeigt. Auch der schwächere Verlauf mit Konsumelektronik sei nicht überraschend. Philips wird am 18. Juli über das zweite Quartal berichten. (Dow Jones Newswires)

          Adobe steigert Gewinn und Umsatz

          Der amerikanische Softwarehersteller Adobe Systems hat getrieben von einer anhaltend guten Nachfrage im zweiten Quartal seinen Gewinn und Umsatz gesteigert. Der Überschuss sei im Vorjahresvergleich um 54 Prozent auf 229,4 Millionen Dollar gestiegen, teilte das im kalifornischen San Jose ansässige Unternehmen am Dienstag nach amerikanische Börsenschluss mit. Ohne Sonderposten wies der Konzern ein Ergebnis je Aktie von 55 Cent aus. Damit übertraf der Hersteller der weit verbreiteten Acrobat-Software für PDF-Dokumente die Analystenerwartungen von durchschnittlich 51 Cent je Dividendenpapier. Der Umsatz legte um neun Prozent auf 1,02 Milliarden Dollar zu. Am Markt waren 994,8 Millionen Dollar erwartet worden. Im März hatte der Microsoft-Rivale wegen des Jahrhundert-Bebens in Japan eine Umsatzwarnung für das zweite Quartal ausgegeben. Japan ist Adobes zweitgrößter Absatzmarkt und trug 13 Prozent zum Gesamtumsatz 2010 bei. Trotz der unerwartet guten Zahlen gaben die Adobe-Aktien nachbörslich um 1,6 Prozent auf 31,50 Dollar nach. (Reuters)

          Jabil Circuit wächst deutlich und profitabel

          Jabil Circuit hat am Dienstag überraschend gute Quartalszahlen vorgelegt. In seinem dritten Geschäftsquartal steigerte das Unternehmen seinen Umsatz um 22 Prozent auf 4,23 Milliarden Dollar. Das bereinigte Ergebnis je Aktie betrug 0,58 (Vorjahr: 0,40) Dollar. Allerdings sank die Bruttomarge auf 7,5 Prozent von 7,6 Prozent. Für das vierte Geschäftsquartal stellte Jabil einen Umsatz von 4,1 Milliarden bis 4,3 Milliarden Dollar und ein Ergebnis je Aktie von 0,52 bis 0,60 Dollar in Aussicht. Analysten schätzen den Umsatz bislang auf 4,28 Milliarden Dollar und das Ergebnis je Aktie auf 0,60 Dollar. (Dow Jones Newswires)

          Amerikanische Banken bauen massiv Jobs ab

          Amerikanische Banken haben in den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres 11.400 Stellen abgebaut und dürften die Kürzungen in Zukunft noch beschleunigen. Das geht aus Daten und einer Einschätzung von Challenger, Gray & Christmas Inc. hervor. Es handelt sich um ein Beratungsunternehmen aus Chicago, das Firmen beim Abbau von Arbeitsplätzen berät. Als Gründe wurden fallende Gewinne und die sich verschärfende Regulierung genannt. „Die Unternehmen stehen unter enormem Druck“, sagt John Challenger, der Vorstandschef von Challenger, Gray & Christmas, am späten Dienstag in einem Interview mit Bloomberg News. „Die Aktienkurse legen den Schluss nahe, dass diese Firmen nicht mehr diese Gewinn generierenden Einheiten sind, die sie einst mal waren.“ Im vergangenen Jahr wurde den Angaben zufolge bei amerikanische Finanzkonzernen die Streichung von rund 24.000 Jobs verkündet. Das war Challenger zufolge der niedrigste Wert in 14 Jahren. Am Ende des laufenden Jahres dürften die Kürzungen „sehr gut“ bei mehr als dem Doppelten liegen, sagte Challenger weiter. Die Nettoerlöse der sechs größten amerikanischen Banken - Bank of America, JPMorgan Chase & Co., Citigroup, Wells Fargo, Goldman Sachs und Morgan Stanley - waren im ersten Quartal insgesamt um 13,3 Prozent eingebrochen, verglichen mit demselben Zeitraum des vorangegangenen Jahres. (Bloomberg)

          Prime Office sagt Börsengang ab

          Die Münchener Büroimmobilienfirma Prime Office hat ihren Börsengang im letzten Moment abgesagt. Das Unternehmen begründete seine Entscheidung am Mittwoch mit den Kursschwankungen an den Aktienmärkten. Der Schritt sei ausgesetzt, erklärte Prime Office, ohne einen Zeitrahmen für einen neuen Anlauf anzugeben. Die Titel waren in einer Preisspanne von 7,00 bis 9,50 Euro zum Kauf angeboten worden. Am Freitag sollten die Aktien erstmals gehandelt werden. Börsengänge stehen derzeit weltweit unter einem schlechten Stern. In Frankfurt musste zuletzt der Modekonzern Adler Zugeständnisse machen, dessen Aktien erstmals am Mittwoch gehandelt werden: Adler verlängerte nicht nur die Zeichnungsfrist. Es wurde auch nur ein Teil der angebotenen Aktien verkauft - und das mit zehn Euro zum niedrigsten Preis der Zeichnungsspanne. Europaweit haben bislang in diesem Jahr bereits mindestens 16 Unternehmen ihre Pläne für einen Börsengang zurückgenommen. (Reuters)

          Daimler sieht in Schwellenländern Wolken aufziehen

          Nach Monaten voller Wachstumsimpulse sieht Daimler am Horizont der Schwellenländer Wolken aufziehen. „Es gibt manche Wolke am blauen Himmel“, sagte Konzernchef Dieter Zetsche am Dienstag in New York vor Journalisten. In einem Reuters-Insider-Interview nannte er eine Reihe „schwieriger Ereignisse“ in den vergangenen Monaten, die die Risiken für das globale Wachstum erhöht hätten, darunter auch die Jahrhundertkatastrophe in Japan, die Unruhen in der arabischen Welt und das schwache Wachstum in den Vereinigten Staaten. „Dass ein Sturm aufzieht, halte ich nur in sehr geringem Maße für wahrscheinlich“, sagte Zetsche. „Es ist nicht ganz auszuschließen, aber unser vorrangiges und wahrscheinlichstes Szenario ist eine Fortsetzung der positiven Entwicklung der Weltwirtschaft.“ (Reuters)

          Daimler und Rolls-Royce sichern sich rund 85 Prozent an Tognum

          Der Autobauer Daimler und sein britischer Partner Rolls-Royce haben sich rund 85 Prozent am Motorenhersteller Tognum gesichert. „Wir sind sehr zufrieden mit dieser Entwicklung“, sagte Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche am Dienstag in New York. Das gemeinsame milliardenschwere Gebot sei erfolgreich gewesen. Mit der Übernahme wollen sich Daimler und Rolls-Royce Absatzkanäle für schnelllaufende Dieselmotoren sichern und Tognum im Wettbewerb etwa mit Caterpillar oder Cummins schlagkräftiger machen. Die Annahmefrist für die Tognum-Aktionäre war am 20. Juni abgelaufen. (Reuters)

          Puma erwartet kaum Impulse durch Frauenfußball-WM

          Der Sportartikelhersteller Puma verspricht sich von der Frauenfußball-Weltmeisterschaft kaum Impulse für sein Geschäft. „So stark angesagt ist Frauen-Fußball noch nicht, dass wir deshalb gleich sehr viel mehr Trikots verkaufen würden“, sagte Puma-Chef Jochen Zeitz der „Berliner Zeitung“ (Mittwochausgabe). „Die Dimensionen sind doch noch ganz andere als bei den Männern.“ Zeitz zeigte sich aber überzeugt, dass Frauen-Fußball in den nächsten Jahren immer beliebter werde. Deshalb betrachte Puma sein Engagement im Frauenfußball als Investition in die Zukunft. Die Herzogenauracher Firma mit der Raubkatze als Logo sponsert unter anderem den brasilianischen Superstar Marta und mehrere deutsche Nationalspielerinnen. Zeitz räumte ein, dass Puma stark unter der Finanzkrise gelitten hat. „Die Krise hat in der Tat zu dramatischen Einbrüchen im Konsum geführt und das haben wir natürlich in unserer Entwicklung zu spüren bekommen“, sagte der Puma-Chef. Die Tatsache, dass Konkurrent Adidas den Abstand zu Puma zuletzt wieder vergrößert hat, begründete er mit den zahlreichen Zukäufen des Konkurrenten. „Deswegen sind wir aber nicht schwächer geworden“, merkte Zeitz an. Sein Unternehmen wachse nicht mehr so stark wie noch vor Jahren, weil Puma damals „von null auf hundert im Lifestyle-Bereich gestartet“ sei. „Wir bekamen so eine gewaltige Aufmerksamkeit. Das hat sich inzwischen gelegt.“ Dafür sei Puma heute aber eine etablierte Marke. (Reuters)

          Börsenaufsicht belangt JPMorgan wegen Betrug

          Nach Goldman Sachs muss nun auch die amerikanische Großbank JPMorgan für zweifelhafte Geschäfte mit Hypothekenpapieren büßen. JPMorgan zahlt nach Ermittlungen der amerikanische Börsenaufsicht SEC insgesamt rund 210 Millionen amerikanische Dollar an Strafe und Wiedergutmachung - und kommt damit wesentlich günstiger und geräuschloser weg als der Wall-Street-Nachbar Goldman Sachs, der vor einem Jahr 550 Millionen Dollar berappen musste und über Monate hinweg in den Schlagzeilen war. JPMorgan habe Investoren in die Irre geführt, „gerade als der Häusermarkt anfing zu fallen“, erklärte die SEC am Dienstag in Washington. JPMorgan zahlt in einem Vergleich knapp 154 Millionen Dollar, um die Ermittlungen ad acta zu legen. Der größte Teil davon kommt den Geschädigten zugute. Darüber hinaus überweist die Bank Investoren eines ebenfalls gescheiterten Hypothekenpapiers freiwillig etwa 56 Millionen Dollar, wie JPMorgan erklärte. Eine Schuld räumte die Bank bei beiden Geschäften indes ausdrücklich nicht ein. (dpa-AFX)

          Wirtschaftsnachrichten

          Griechische Regierung gewinnt Vertrauensabstimmung

          Die griechische Regierung hat eine Vertrauensabstimmung im Parlament über ihren umstrittenen Sparkurs gewonnen. Nach mehrstündiger Debatte unterstützten die Abgeordneten in der Nacht zum Mittwoch mehrheitlich das neue Kabinett von Ministerpräsident Giorgos Papandreou und signalisierten damit ihre Rückendeckung für weitere Einsparungen. Im Falle einer Niederlage wäre die sozialistische Regierung am Ende gewesen. Dem schuldengeplagten Land hätte die Pleite gedroht. Ein weiteres Sparpaket ist die Voraussetzung dafür, dass die Euro-Finanzminister Mitte Juli die nächste Hilfstranche von zwölf Milliarden Euro freigeben. Die Abstimmung darüber soll in der kommenden Woche stattfinden. (Reuters)

          Gartner senkt Prognose für den Halbleitermarkt

          Halbleiterwerte wie Infineon Technologies könnten laut Börsianern nach aktuellen Aussagen zum Branchenwachstum am Mittwoch im Blick stehen. Die Experten vom Marktforschungsinstitut Gartner hatten am Vortag ihre Wachstumsprognose für den Halbleitermarkt von 6,2 auf 5,1 Prozent gesenkt. Allerdings habe die Branche nicht ganz so stark unter der Tsunami-Katastrophe in Japan gelitten wie befürchtet. Zugleich sorge unter anderem der Boom bei Smartphones und Tablets auf Jahre hinaus für eine stete Nachfrage. Gartner rechnet damit, dass zum Jahr 2013 zwei Drittel der Halbleiter-Umsätze aus dem Geschäft mit diesen mobilen Geräten kommen werden. Unter dem Strich sieht ein Händler keinen eindeutigen Kursimpuls. (dpa-AFX)

          WSJ: Sorge über Griechenland-Exposition von amerikanische Geldmarktfonds

          Aufsichtsbehörden und Politiker sind einem Bericht des „Wall Street Journal“ (WSJ) zufolge zunehmend besorgt über Verbindungen zwischen amerikanischen Geldmarktfonds und griechischen Staatsanleihen. Wie das Blatt in seiner Mittwochausgabe schreibt, halten diese für die globale Dollar-Versorgung wichtigen Finanzvehikel zwar selbst keine griechischen Staatsanleihen, haben aber von europäischen Banken emittierte Papiere in den Büchern, etwa von BNP Paribas, Barclays und Deutscher Bank. Diese Institute wiederum halten noch größere Bestände griechischer Bonds, was im Fall einer weiteren Verschärfung der Schuldenkrise zu einem Problem werden könnte. Eine Ausweitung der Krise auf Portugal oder Spanien würde die Lage noch verschärfen. Das Versiegen der Dollar-Liquidität der amerikanische Geldmarktfonds war einer wichtigsten Übertragungskanäle der Finanzkrise im Gefolge der Pleite von Lehman Brothers im Herbst 2008. Geldmarktfonds bieten Anlegern in der Regel eine bessere Verzinsung kurzfristiger Einlagen als Banken. amerikanische Geldmarktfonds hatten Ende Mai nach Angaben von Fitch Ratings rund die Hälfte ihrer Aktiva in Europa angelegt. Nach Angaben informierter Personen herrscht bei der Securities and Exchange Commission (SEC) eine gewisse Sorge über diese Exposition. Die amerikanische Notenbank „beobachtet“ die Lage den Angaben zufolge. In der Branche selbst wird die Anfälligkeit gegenüber Ereignissen wie im Herbst 2008 aber als vergleichsweise gering betrachtet. Im Finanzdienstleistungsausschuss des Repräsentantenhauses findet am Freitag eine Anhörung von Branchenvertretern zu diesem Thema statt. (Dow Jones Newswires)

          AOK plant neue Rabattrunde mit 100 Wirkstoffen

          Nach dem Start der nunmehr sechsten Tranche der Arzneimittel-Rabattverträge bereitet die AOK eine weitere Ausschreibung an die Pharmaunternehmen vor. Im März nächsten Jahres solle eine siebte Tranche an den Start gehen, die etwa 100 verschiedene Wirkstoffe umfassen werde, kündigte AOK-Chefunterhändler Christopher Hermann am Dienstagabend in Berlin an. Die siebte Rabattrunde solle die auslaufende vierte Tranche von Arzneimitteln ersetzen, die seit April vergangenen Jahres läuft und für das AOK-System insgesamt mit Einsparungen von 199 Millionen Euro verbunden ist. Hermann zeigt sich überzeugt, bei der neuen Tranche würden die Einsparungen „deutlich höher“ ausfallen. Durch das Auslaufen von Patenten kämen einige interessante Wirkstoffe neu in den Markt der Nachahmerpräparate (Generika) hinzu. Per Gesetz können die gesetzlichen Krankenkassen mit Pharmaunternehmen für Arzneimittel Preisnachlässe vereinbaren. Die Apotheker dürfen Versicherten auf Rezept dann nur Medikamente der Firmen aushändigen, mit denen ihre Kasse Rabattverträge abgeschlossen hat. Die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) gelten bei den Verhandlungen für Generika als Vorreiter. Ob eine Firma für ihr Medikament einen Zuschlag der größten Krankenversicherungsgruppe erhält, ist für ihren Umsatz von entscheidender Bedeutung. Erst am 1. Juni ist die bundesweit sechste Tranche gestartet. Sie umfasst 560 Verträge über 80 Wirkstoffe mit 30 Pharmaunternehmen. Gemeinsam mit den bereits länger existierenden Vertragstranchen hätten die Ortskrankenkassen damit aktuell 172 Wirkstoffe unter Vertrag, sagte Hermann. Allein in diesem Jahr wollen die AOKen bei Nachahmerpräparaten mehr als 700 Millionen Euro sparen. Von 2007 bis Ende 2011 werden es dann rund 1,4 Milliarden Euro sein. Hermann betonte, die Einsparungen bei den Generika trügen mit dazu bei, dass die AOK in diesem Jahr garantiert ohne Zusatzbeiträge auskomme. Das erste Quartal hatte die AOK-Gemeinschaft mit einem Plus von 672 Millionen Euro abgeschlossen. Der Vizechef der AOK Baden-Württemberg sagte, mit den Rabattverträgen sei ein enormer Wettbewerb in den Generikamarkt gekommen, das „Hochpreiskartell“ sei gebrochen. (Reuters)

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