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Medienschau : Griechische Regierung gewinnt Vertrauensabstimmung

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Die Münchener Büroimmobilienfirma Prime Office hat ihren Börsengang im letzten Moment abgesagt. Das Unternehmen begründete seine Entscheidung am Mittwoch mit den Kursschwankungen an den Aktienmärkten. Der Schritt sei ausgesetzt, erklärte Prime Office, ohne einen Zeitrahmen für einen neuen Anlauf anzugeben. Die Titel waren in einer Preisspanne von 7,00 bis 9,50 Euro zum Kauf angeboten worden. Am Freitag sollten die Aktien erstmals gehandelt werden. Börsengänge stehen derzeit weltweit unter einem schlechten Stern. In Frankfurt musste zuletzt der Modekonzern Adler Zugeständnisse machen, dessen Aktien erstmals am Mittwoch gehandelt werden: Adler verlängerte nicht nur die Zeichnungsfrist. Es wurde auch nur ein Teil der angebotenen Aktien verkauft - und das mit zehn Euro zum niedrigsten Preis der Zeichnungsspanne. Europaweit haben bislang in diesem Jahr bereits mindestens 16 Unternehmen ihre Pläne für einen Börsengang zurückgenommen. (Reuters)

Daimler sieht in Schwellenländern Wolken aufziehen

Nach Monaten voller Wachstumsimpulse sieht Daimler am Horizont der Schwellenländer Wolken aufziehen. „Es gibt manche Wolke am blauen Himmel“, sagte Konzernchef Dieter Zetsche am Dienstag in New York vor Journalisten. In einem Reuters-Insider-Interview nannte er eine Reihe „schwieriger Ereignisse“ in den vergangenen Monaten, die die Risiken für das globale Wachstum erhöht hätten, darunter auch die Jahrhundertkatastrophe in Japan, die Unruhen in der arabischen Welt und das schwache Wachstum in den Vereinigten Staaten. „Dass ein Sturm aufzieht, halte ich nur in sehr geringem Maße für wahrscheinlich“, sagte Zetsche. „Es ist nicht ganz auszuschließen, aber unser vorrangiges und wahrscheinlichstes Szenario ist eine Fortsetzung der positiven Entwicklung der Weltwirtschaft.“ (Reuters)

Daimler und Rolls-Royce sichern sich rund 85 Prozent an Tognum

Der Autobauer Daimler und sein britischer Partner Rolls-Royce haben sich rund 85 Prozent am Motorenhersteller Tognum gesichert. „Wir sind sehr zufrieden mit dieser Entwicklung“, sagte Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche am Dienstag in New York. Das gemeinsame milliardenschwere Gebot sei erfolgreich gewesen. Mit der Übernahme wollen sich Daimler und Rolls-Royce Absatzkanäle für schnelllaufende Dieselmotoren sichern und Tognum im Wettbewerb etwa mit Caterpillar oder Cummins schlagkräftiger machen. Die Annahmefrist für die Tognum-Aktionäre war am 20. Juni abgelaufen. (Reuters)

Puma erwartet kaum Impulse durch Frauenfußball-WM

Der Sportartikelhersteller Puma verspricht sich von der Frauenfußball-Weltmeisterschaft kaum Impulse für sein Geschäft. „So stark angesagt ist Frauen-Fußball noch nicht, dass wir deshalb gleich sehr viel mehr Trikots verkaufen würden“, sagte Puma-Chef Jochen Zeitz der „Berliner Zeitung“ (Mittwochausgabe). „Die Dimensionen sind doch noch ganz andere als bei den Männern.“ Zeitz zeigte sich aber überzeugt, dass Frauen-Fußball in den nächsten Jahren immer beliebter werde. Deshalb betrachte Puma sein Engagement im Frauenfußball als Investition in die Zukunft. Die Herzogenauracher Firma mit der Raubkatze als Logo sponsert unter anderem den brasilianischen Superstar Marta und mehrere deutsche Nationalspielerinnen. Zeitz räumte ein, dass Puma stark unter der Finanzkrise gelitten hat. „Die Krise hat in der Tat zu dramatischen Einbrüchen im Konsum geführt und das haben wir natürlich in unserer Entwicklung zu spüren bekommen“, sagte der Puma-Chef. Die Tatsache, dass Konkurrent Adidas den Abstand zu Puma zuletzt wieder vergrößert hat, begründete er mit den zahlreichen Zukäufen des Konkurrenten. „Deswegen sind wir aber nicht schwächer geworden“, merkte Zeitz an. Sein Unternehmen wachse nicht mehr so stark wie noch vor Jahren, weil Puma damals „von null auf hundert im Lifestyle-Bereich gestartet“ sei. „Wir bekamen so eine gewaltige Aufmerksamkeit. Das hat sich inzwischen gelegt.“ Dafür sei Puma heute aber eine etablierte Marke. (Reuters)

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