https://www.faz.net/-gv6-1597v

Medienschau : Griechenland will Streckung der Milliarden-Hilfskredite

  • Aktualisiert am

Griechenland wirbt in der Schuldenkrise um eine Laufzeitverlängerung seiner Milliarden-Hilfskredite von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF). „Ich glaube nicht an Schuldenstreichungen aber ich glaube an die Verlängerung der Rückzahlfristen für die Schulden“, sagte der stellvertretende Ministerpräsident Theodoros Pangalos am Montag dem Fernsehsender Skai TV. Pangalos fasst dabei nicht nur die von EU und IWF bereitgestellten 110 Milliarden Euro ins Auge, sondern denkt auch an die weiteren Schulden des Mittelmeerlandes. (Reuters)

China weist Bericht über vermehrte Kupferkäufe zurück

Das staatliche chinesische State Reserve Bureau (SRB) hat am Montag Berichte zurückgewiesen, es werde den Ankauf von Kupfer verstärken. Das SRB widersprach damit einem Medienbericht, in dem behauptet worden war, dass die Regierungsbehörde mehr des roten Metalls erstehen wolle. Zwar sehe der zwölfte Fünfjahresplan vor, dass die SRB Rohstoffreserven anlege um ihre Rolle im Management der strategischen Rohstoffreserve zu stärken. Die Priorität für den Aufbau von Rohstoff-Lagerbeständen sei jedoch nicht neu. Das Mandat der SRB unter dem neuen Fünfjahresplan betone, dass der Aufbau von Lagerbeständen eine Sache der SRB sei. Welcher Typ von Rohstoffen gekauft werde, hänge aber von den Marktbedingungen und den Planungen der Regierung ab. (Dow Jones)

EU beschleunigt Paket zur Euro-Absicherung

Die Euro-Länder wollen ihre gemeinsame Währung mit einem umfassenden Maßnahmenpaket absichern. Dazu gehöre auch, den Rettungsfonds für wackelnde Mitgliedstaaten schlagkräftiger zu machen, sagte EU-Währungskommissar Olli Rehn am späten Montagabend in Brüssel nach Beratungen mit den Euro-Finanzministern.

Eine Aufstockung des Rettungsschirms von 750 Milliarden Euro ist umstritten. Die Europäische Zentralbank (EZB) und Belgien pochen darauf, Deutschland und andere Staaten treten auf die Bremse. Laut Eurozonenpäsident Juncker und Rehn soll das Paket ein Bekenntnis zur Haushaltssanierung, neue Stresstests für Banken im ersten Halbjahr und eine Verpflichtung, die Gesetzesvorschläge der Kommission zur Stärkung des Euro-Stabilitätspaktes bis zum Sommer zu verabschieden, enthalten.

Auch die Verlängerung der Rückzahlungsfristen der griechischen Milliarden-Kredite und niedrigere Zinsen für Krisenstaaten, die Hilfen in Anspruch nehmen, sind enthalten. Zur Debatte steht auch, ob der europäische Rettungsfonds Staatsanleihen von Wackelkandidaten übernehmen darf. Bisher ist dies nicht möglich. (dpa-AFX)

Rehn verspricht schärfere Stresstests für Banken

EU-Währungskommissar Olli Rehn hat schärfere Stresstests für Banken angekündigt. „Eine weitere, noch strengere Runde von Banken-Stresstests als im vergangenen Jahr wird in den kommenden Monaten durchgeführt“, sagte Rehn am Montagabend in Brüssel nach einem Treffen mit den Finanzministern der Euro-Zone. Derzeit werde über die Methodologie diskutiert. Bei der letzten Runde seien bei einigen Mitgliedsstaaten Schwächen aufgetreten. Die nun zu erwartenden Ergebnisse würden der Restrukturierung des Bankensektors den Weg weisen, sagte Rehn. Die Überprüfungen würden im Juni beendet. (Reuters)

Weitere Themen

Topmeldungen

Gletscher Okjökull : Das Eis verlässt Island

Die Gletscherschmelze ist ein eindrückliches Merkmal der Klimaerwärmung: Der einstige Gletscher Okjökull auf Island ist heute keiner mehr. Die isländische Ministerpräsidentin appelliert an die Weltgemeinschaft.
In einem Gedenkgottesdienst nehmen Angehörige, Freunde und Nachbarn Abschied von dem achtjährigen Jungen

Nach Frankfurter Gewaltat : Abschied von getötetem Achtjährigen

Nach der grausamen Tat am Frankfurter Hauptbahnhof haben Angehörige, Freunde und Nachbarn in einem Gedenkgottesdienst Abschied von dem getöteten Jungen genommen. Auch Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier war anwesend.
Angestellte von Google und Youtube beim Gay Pride Festival in San Francisco, Juni 2014

Trump gegen Google : Man nennt es Meinungsfreiheit

Ohne das Internet wäre Donald Trump wohl nicht amerikanischer Präsident geworden. Jetzt beschwert er sich über politische Ideologisierung bei Google. Aus dem Silicon Valley schallt es zurück.
Im Jahr 2016 ist es in Kalkutta zwar noch wuseliger, aber die Anzahl der Läden und Fahrzeuge deuten auf einen Entwicklungsfortschritt hin.

Wohlstand, Gesundheit, Bildung : Der Welt geht es immer besser

Kurz bevor er starb, hat der schwedische Arzt Hans Rosling noch ein Buch geschrieben. Es hat eine zutiefst erschütternde These: Der Zustand der Welt verbessert sich, doch keiner bekommt es mit. Woran liegt das?

Newsletter

Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.