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Medienschau : Google steigert den Gewinn deutlich

  • Aktualisiert am

Sony Ericsson hält Umsatz und steigert Gewinn, Carrefour profitiert von den Schwellenländern, Infosys steigert den Gewinn und erhöht die Prognose, TAG nimmt Colonia ins Visier, AMD schreibt rote Zahlen, Kreise - Enel reduziert Preisvorstellung für IPO von Öko-Tochter, Kreise - GM-Börsengang Mitte November, wird Seagate von der Börse genommen?, Gier der Bankster wird weiterhin belohnt, Deutschland: Beschäftigung im Verarbeitenden Gewerbe rückläufig

          Unternehmensnachrichten

          Google steigert Gewinn um fast ein Drittel

          Das Wachstum der Online-Werbung lässt die Google-Kassen klingeln. Der Internet-Konzern verdiente im dritten Quartal 2,17 Milliarden Dollar - fast ein Drittel mehr als ein Jahr zuvor. Der Umsatz stieg um 23 Prozent auf 7,29 Milliarden Dollar, wie das amerikanische Unternehmen am Donnerstag nach amerikanische Börsenschluss mitteilte. Google übertraf mit den Zahlen die Erwartungen der Analysten. Der Konzern weitet sein Geschäft konsequent in neue Bereiche wie Smartphones aus, verdient sein Geld aber weiterhin vor allem mit Werbung im Internet. Der Suchmaschinen-Primus hat jetzt flüssige Mittel von mehr als 33 Milliarden Dollar angesammelt. Konzernchef Eric Schmidt sprach von einem ausgezeichneten Quartal. Google wolle auch weiterhin „aggressiv“ in Produkte und Mitarbeiter investieren. Allein in den vergangenen drei Monaten erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten um gut 1500 auf 23 331. Finanzchef Patrick Pichette sagte, in der Tech-Branche gebe es einen „Krieg“ um begabte Mitarbeiter. Die Geldmaschine von Google sind traditionell die Werbeanzeigen, die im Umfeld von Internet-Suchanfragen auftauchen. Der Konzern verdient erst, wenn Nutzer tatsächlich auf die Links klicken. Die Zahl solcher „bezahlter Klicks“ stieg im Jahresvergleich um 16 Prozent und um 4 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal. Auch Investitionen in sogenannte Display-Werbung, etwa mit Werbebannern auf Webseiten, zahlen sich aber aus. Display-Werbung trage inzwischen 2,5 Milliarden Dollar im Jahr zum Geschäft bei, hieß es in der Telefonkonferenz zur Zahlenvorlage. Aus der Werbung auf mobilen Geräten wie Smartphones kämen Erlöse von einer Milliarde Dollar jährlich. Schmidt geht davon aus, dass dieses Geschäft mit der Zeit mehr Erlöse bringen wird als die heute führende Internet-Nutzung vom PC aus. Der Konzernchef betonte, Google wolle die Suche stärker personifizieren. Erst am Vortag hatte der Konkurrent Microsoft eine Kooperation mit dem weltgrößten Online-Netzwerk Facebook angekündigt, bei der die Internet-Suche mit Informationen von Bekannten eines Nutzers verknüpft werden soll. Google arbeitet an einer noch ehrgeizigeren Zukunftsvision: Die Suchmaschine soll anhand des Wissens über einen Nutzer selbst Informationen anbieten, die ihn interessieren könnten. Google ist in den Vereinigten Staaten die unangefochtene Nummer eins bei der Internet-Suche mit einem Marktanteil von 66,1 Prozent, wie die Marktforschungsfirma Comscore berechnete. Microsofts Suchmaschine Bing kam im September auf 11,2 Prozent, Yahoo erreichte 16,7 Prozent. In Europa ist die Dominanz von Google noch stärker ausgeprägt. (dpa-AFX)

          Sony Ericsson hält Umsatz und steigert Gewinn

          Der Handyanbieter Sony Ericsson hat im dritten Quartal erneut vom Boom der Smartphones profitiert und dank höherer Stückpreise das dritte Quartal in Folge einen Gewinn erzielt. Die Erlöse des Gemeinschaftsunternehmens von Sony und LM Ericsson blieben indes mit 1,603 Milliarden Euro im Vergleich zu 1,619 Milliarden Euro im Vorjahr nahezu konstant, wie das Unternehmen am Freitag in Stockholm mitteilte. Dabei hatte Sony Ericsson sogar weniger Handys verkauft als noch vor einem Jahr. 10,4 Millionen Geräte setzte der Handyersteller ab, das waren etwas weniger als im zweiten Quartal, aber deutlich weniger als im Vorjahreszeitraum (14,1 Millionen). Der Handy-Markt zieht nach dem Krisenjahr 2009 wieder zusehends an. Insbesondere die teureren, computerähnlichen Smartphones sind gefragt. Von diesem Trend konnte Sony Ericsson nun weiter profitieren. Unterm Strich blieb dem Unternehmen ein Gewinn von 49 Millionen Euro nach einem Verlust von 164 Millionen Euro im Vorjahr. Im Vorquartal waren es nur 12 Millionen Euro Gewinn. Der durchschnittliche Preis je verkauftem Gerät stieg zum Vorjahr von 114 auf 154 Euro, im Vergleich zum Vorquartal sank er indes leicht (160 Euro). (dpa-AFX)

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