https://www.faz.net/-gv6-15705

Medienschau : Google steigert den Gewinn deutlich

  • Aktualisiert am

Der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht hat am Donnerstagabend die Gestaltung von Bonuszahlungen in der Finanzbranche scharf kritisiert. Vielen Banken sei es bis zum Oktober 2010 noch immer nicht so gelungen, aktuelle Bonus-Zuweisungen so anzulegen, dass sie zu einer Reduzierung der Risiken beitrügen. Viele Beobachter glauben, dass Banker in der Vergangenheit zu viele risikoreiche Transaktionen eingegangen sind und so unterm Strich einen entscheidenden Beitrag zum Ausbruch der Finanzkrise geleistet haben. Laut Ausschuss sollten Boni so angelegt werden, dass Banker bereits ausgezahlte Prämien zurückgeben müssen - und zwar für den Fall, dass ihr Arbeitgeber später in eine Schieflage gerät. Das habe nicht nur für „Senior-Manager und Händler“ zu gelten, sondern für alle Angestellten, die im Namen ihrer Bank gewisse Risiken eingingen. Darüber hinaus fordert das Gremium, welches sich aus den regionalen Aufsichtsbehörden verschiedener Länder zusammensetzt, dass Aktien-Boni künftig nur zeitlich verzögert zugewiesen werden. In der Vorwoche hatte sich der Basler Ausschuss bereits für ein Ende der so genannten „goldenen Handschläge“ für gescheiterte Banker ausgesprochen. Manager sollten nicht für ihre Fehlleistungen belohnt werden. „Goldener-Handschlag„- Vereinbarungen, nach denen gefeuerte Manager eine Geldsumme unabhängig von ihren Leistungen ausbezahlt bekommen, seien „in aller Regel nicht konform mit ordentlichen Entlohnungspraktiken“. Zumindest Europas Banker dürften künftig wohl nur noch ein Viertel ihrer Boni als sofortige Barzahlung erhalten. Das geht aus Vorschlägen des regionalen Committee of European Banking Supervisors (CEBS) zur Entlohnungsstruktur in der Finanzbranche hervor, die am vergangenen Freitag veröffentlicht wurden. Unterm Strich erlauben die möglichen Regeln, dass 50 Prozent der Boni- Zuweisungen in bar erfolgen. Den Angaben zufolge können die Boni zu gleichen Teilen in einen Bar- und einen Aktienanteil aufgeteilt werden. Jeweils die Hälfte der Mittel aus jeder der beiden Gruppen dürfe dann allerdings erst mit einer Verzögerung von bis zu drei Jahren den Bankern zugewiesen werden. Die Banken in Europa haben nun bis zum 8. November Zeit, auf die Vorschläge zu reagieren. (Bloomberg)

Deutschland: Beschäftigung im Verarbeitenden Gewerbe rückläufig

In Deutschland ist die Beschäftigung im Verarbeitenden Gewerbe weiter rückläufig. Im August sei die Beschäftigung auf Jahressicht um 1,3 Prozent oder 63.600 Stellen auf knapp 5,0 Millionen gesunken, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit. Die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden stieg hingegen kräftig um 7,8 Prozent auf 603 Millionen. Allerdings gab es im August 2010 einen Arbeitstag mehr als im Vorjahresmonat. Die Entgelte (Bruttolohn- und -gehaltsumme) stiegen um 3,6 Prozent auf 16,6 Milliarden Euro. (dpa-AFX)

EZB-Chefvolkswirt warnt Banken vor Abhängigkeit von Zentralbank

EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark hat die Warnung an Banken bekräftigt, sich bei der Refinanzierung zu sehr von der Zentralbank abhängig zu machen. „Einzelne Banken oder Bankengruppen können sich nicht darauf verlassen, ihren Refinanzierungsbedarf durch die EZB abzudecken“, sagte Stark dem „Handelsblatt“ vom Freitag. Die EZB steige allmählich aus den unkonventionellen Maßnahmen aus, mit denen sie dem Markt zusätzliche Liquidität zur Verfügung gestellt habe. Die Mitgliedsstaaten müssten nun eigene Lösungen ausarbeiten. Den Ankauf von Staatsanleihen werde die Notenbank so lange weiterführen, „wie wir das für nötig erachten“, sagte Stark. Im Zuge der Finanzkrise waren in Europa einige Geldinstitute, etwa in Spanien und Griechenland, stark vom Geld der Zentralbank abhängig geworden. (Reuters)

Weitere Themen

Topmeldungen

Brasilien-Star für Bundesliga : Das ist der Bayern-Plan mit Coutinho

Der Transfer-Coup ist gelungen, Philippe Coutinho ist ein Münchner. Doch wie soll der Brasilianer den Bayern nun am besten auf dem Rasen helfen? Die Vorstellungen der Münchner bei diesem Ein-Mann-Projekt sind klar.
Unser Sprinter-Autor: Timo Steppat

F.A.Z.-Sprinter : Eine Ursula-Koalition für Italien?

In Italiens Regierungskrise entscheidet sich, ob es Neuwahlen gibt, „Fridays for Future“ feiert Geburtstag – und in Brandenburg denkt man über eine Kenia-Koalition nach. Was sonst noch wichtig wird, steht im F.A.Z.-Sprinter.

Newsletter

Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.