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Medienschau : GM erhält drei Angebote für Opel

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Der Bieterwettstreit um Opel bleibt bis zuletzt ein Dreikampf. Der hoch verschuldete Autozulieferer Continental will sich einem Pressebericht zufolge mit einer milliardenschweren Kapitalerhöhung Luft verschaffen.

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          Unternehmen

          GM erhält drei Angebote für Opel

          Der Bieterwettstreit um Opel bleibt bis zuletzt ein Dreikampf. Zum Ende der Frist der bisherigen amerikanischen Mutter General Motors (GM) am Montagnachmittag reichten der kanadisch-österreichische Zulieferer Magna, der Finanzinvestor RHJ International mit Sitz in Belgien und der chinesische Hersteller BAIC unterschriftsreife Vertragsentwürfe bei GM ein. Das teilte GM Europe in Zürich mit. Magna und RHJ gelten als Favoriten, BAIC waren zuletzt keine Chancen mehr eingeräumt worden. Die Vertragsentwürfe der Bieter werden an diesem Dienstag von GM gesichtet und bewertet. Sie werden laut Regierungssprecher Ulrich Wilhelm parallel der Bundesregierung zur Kenntnis gegeben. „Wir werden dann in den nächsten Tagen die Angebote bewerten und gemeinsam über das weitere Vorgehen entscheiden“, sagte Wilhelm am Montagmorgen. Mit dem Ultimatum hat der Endspurt um die Übernahme des Autobauers Opel am Montag einen neuen Höhepunkt erreicht. Die Interessenten sind weiter zuversichtlich, mit ihren Konzepten sowohl das Management von GM als auch die Bundesregierung und die Länder mit Opel-Standorten überzeugen zu können. GM kann Opel nicht ohne Zustimmung der Regierungen an einen Investor verkaufen, weil die Konzepte aller Bieter Staatsgarantien vorsehen. (dpa-AFX)

          Zeitung: Continental plant milliardenschwere Kapitalerhöhung

          Der hoch verschuldete Autozulieferer Continental (Conti) will sich einem Pressebericht zufolge mit einer milliardenschweren Kapitalerhöhung Luft verschaffen. Conti-Chef Thomas Neumann plane, dem Aufsichtsrat Ende Juli mit seinen Strategiekonzepten auch Pläne für eine Kapitalerhöhung vorzulegen, berichtete die „Financial Times Deutschland“ (Dienstagausgabe) unter Berufung auf „mehrere beteiligte Personen“. Finanzkreisen zufolge wolle Conti etwa eine Milliarde Euro Eigenkapital hereinholen. Mit der Kapitalerhöhung wolle der Vorstand Conti für die weiterhin schweren Zeiten rüsten. Ein Konzernsprecher wollte auf Anfrage keine Stellung zu dem Bericht nehmen. (dpa)

          Amerikanischer Finanzierer CIT bestätigt vorläufige Rettung

          Die vorläufige Rettung des für die amerikanischen Wirtschaft bedeutenden Mittelstandsfinanzierers CIT ist nun auch offiziell. Das schwer angeschlagene Unternehmen bestätigte am Montagabend (Ortszeit) in New York einen drei Milliarden Dollar (2,1 Milliarden Euro) schweren Rettungskredit durch wichtige Gläubiger. Der gut 100 Jahre alten Finanzierer hat damit seine drohende Pleite in letzter Minute vorerst abwenden können. Er soll nun ohne Insolvenzverfahren saniert werden. Ob der Notkredit ein dauerhaftes Überleben sichert, ist Experten zufolge aber unklar. CIT versorgt rund eine Million amerikanischen Unternehmen mit Krediten. Das Unternehmen hat Milliardenschulden und braucht dringend noch mehr Geld, um seinen Firmenkunden die vereinbarten Kredite gewähren zu können. Die Verhandlungen mit den Gläubigern waren rund um die Uhr geführt worden - unter ihnen ist auch die Allianz-Tochter Pimco. Die amerikanischen Regierung hatte neue Hilfen verweigert. CIT hatte Ende des vergangenen Jahres 2,3 Milliarden Dollar aus dem staatlichen Banken-Rettungsprogramm bekommen. Die Krise des Finanzierers ist eine weitere Belastungsprobe für die amerikanischen Konjunktur und die Wirtschaftspolitik von Präsident Barack Obama. (dpa-AFX)

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