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Medienschau : Gewinneinbruch bei Research In Motion

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Moody's prüft UBS-Rating, WSJ - Kaufinteressenten kontaktieren Yahoo - Kreise, Santander verschiebt angeblich Börsengang des britischen Geschäfts, Goldman schließt Global Alpha, Europäischer Automarkt im August gewachsen, Brasilien erhöht Steuer auf Industriegüter, „Hexensabbat“ an den Terminbörsen

          Unternehmensnachrichten

          Gewinneinbruch bei Konzern Research In Motion

          Eine schwache Nachfrage nach seinen BlackBerry-Smartphones hat dem kanadischen Konzern Research In Motion (RIM) einen überraschend starken Gewinneinbruch eingebracht. Gründe waren eine veraltete BlackBerry-Produktreihe, die erst spät im vergangenen Geschäftsquartal aktualisiert wurde, sowie enttäuschende Verkäufe des Tablet-Computers PlayBook. Im Drei-Monats-Zeitraum fielen der Reingewinn um 47 Prozent auf 419 Millionen Dollar und der Umsatz auf 4,2 (Vorjahreszeitraum: 4,62) Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Donnerstag nach Börsenschluss mitteilte. Die Kennzahlen wie auch die PlayBook-Auslieferungen lagen unter den Schätzungen von Analysten. Für das laufende Geschäftsquartal erwartet RIM eine Erholung des Absatzes sowie höhere Umsätze und Gewinne als in den vorangegangenen drei Monaten. Doch die Anleger reagierten enttäuscht: Die RIM-Aktie rutschte im nachbörslichen Handel um bis zu zehn Prozent ab. (Reuters)

          Moody's prüft UBS-Rating - ‘Schwäche im Risiko-Management'

          Die Ratingagentur Moody's Investors Service hat die Bonitätsnote der UBS AG in der Nacht zum Freitag auf eine Beobachtungsliste für mögliche Abstufungen gesetzt. Derzeit liegt sie bei „Aa3“ Die Überprüfung konzentriere sich auf die „anhaltende Schwäche im Risiko-Management der Gruppe“. Diese Schwäche sei erneut deutlich geworden, als die UBS am Donnerstag einen Fall von ungenehmigten Handelsgeschäften innerhalb der Investmentbank bekannt gegeben habe. An der Börse in Zürich hatten die Aktien der UBS am Donnerstag rund 10,8 Prozent ihres Wertes verloren - der Finanzkonzern büßte damit innerhalb eines Tages etwa ein Zehntel seines Börsenwertes ein. Die Titel gingen am Abend bei 9,75 Franken aus dem Handel. Auslöser für die Talfahrt war eine nicht autorisierte Handelstransaktion, die der UBS nach eigenen Angaben einen Handelsverlust in Milliardenhöhe bescheren wird. Das Minus bewege sich „in Höhe von 2 Milliarden Dollar“, teilte die Bank am Donnerstag mit. Die Londoner Polizei hat unterdessen inzwischen erklärt, sie habe einen 31-Jährigen festgenommen, der unter Betrugsverdacht steht. Laut informierten Kreisen handelt es sich bei dem Festgenommenen um den UBS-Mitarbeiter Kweku Adoboli. Die UBS hatte keinen Namen genannt. Das Management der UBS wolle den Dingen so schnell wie möglich auf den Grund gehen und keine Mühe scheuen, um festzustellen, was passiert sei, hieß es in einer internen Mitteilung des Vorstandes, den Konzernchef Oswald Grübel leitet. Die Nachricht sei zwar betrüblich, ändere an der fundamentalen Stärke des Konzerns aber nichts. (Bloomberg)

          WSJ: Kaufinteressenten kontaktieren Yahoo - Kreise

          Der Betreiber des gleichnamigen Internetportals Yahoo ist nach Aussage von informierten Personen von Kaufinteressenten kontaktiert worden. Dabei sei es um Konzernteile oder das Unternehmen als Ganzes gegangen, so die Informanten. Manager der Private-Equity-Gesellschaft Silver Lake seien an die Verantwortlichen von Yahoo herangetreten, allerdings habe sich Yahoo nicht mit ihnen getroffen. Es sei unklar, was die Manager von Silver Lake vorgeschlagen haben. Möglichen Interessenten habe Yahoo signalisiert, dass man keinen Leidensdruck für eine schnelle Transaktion verspüre. Weder Yahoo noch Silver Lake wollten die Aussagen der informierten Personen kommentieren. Bei dem turnusmäßigen Boardtreffen am Mittwoch hätten die Direktoren von Yahoo die Geschäfte unter dem Interimschef Tim Morse besprochen, der die vor einigen Tagen entlassende Carol Bartz ersetzt. Es seien keine Grundsatzentscheidungen über die Zukunft des Unternehmens getroffen worden, sagte ein Informant weiter. Die Themen seien unter anderem eine mögliche Veränderung der Aktionärsstruktur oder strategische Zukäufe gewesen. Ein zentraler Punkt seien die Yahoo-Beteiligungen in Asien gewesen. Einige Private-Equity-Firmen sollen signalisiert haben, dass sie kein Interesse an dem Konzern hätten, solange die asiatischen Beteiligungen nicht verkauft seien. Nach einem Verkauf sei Yahoo kleiner und einfacher zu übernehmen. Der Board von Yahoo denke aber, dass es mögliche Interessenten gebe, die den Konzern auch mit den Beteiligungen kaufe, sagten die informierten Personen weiter.

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