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Medienschau : G20 versprechen maroden Banken Unterstützung

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Die führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) wollen verhindern, dass die Schuldenkrise in der Euro-Zone weltweit die Finanzmärkte und Banken schwächt. „Wir verpflichten uns, alle notwendigen Schritte zu unternehmen, um die Stabilität des Bankensystems und der Finanzmärkte wie erforderlich zu gewährleisten“, hieß es in einem am Donnerstagabend veröffentlichten G20-Kommuniqué. Die Zentralbanken seien bereit, die Finanzinstitute mit der nötigen Liquidität zu versorgen. Auch Frankreichs Finanzminister François Baroin versprach, die Gruppe der G20 werde sicherstellen, dass die Banken über genügend Kapital verfügten. Details über neue Maßnahmen, mit denen das Vertrauen in die Weltwirtschaft wieder gewonnen werden könnte, wurden nach dem gemeinsamen Abendessen der Finanzminister und Notenbankchefs in Washington nicht veröffentlicht. Etliche europäische Banken haben wegen der Schuldenkrise drastische Kursverluste hinnehmen müssen. Am Donnerstag schlossen die Börsen weltweit im Minus, nicht nur wegen der Schuldenkrise in der EU, sondern auch wegen der Gefahr einer neuen amerikanischen Rezession und schwächerer Wirtschaftsdaten aus China. In Washington versicherte Finanzminister Baroin, die Mitglieder der Euro-Zone seien übereingekommen, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um die Flexibilität des Euro-Rettungsschirms EFSF zu vergrößern. Details nannte er zwar nicht. Doch dem Euro , der gegenüber dem Yen auf ein Zehn-Jahres-Tief gerutscht war, half die Erklärung: Die Gemeinschaftswährung notierte im fernöstlichen Devisenhandel fester. Die Finanzminister und Notenbankchefs der G20, deren Vorsitz derzeit Frankreich hat, berieten vor der Halbjahrestagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank über die Schuldenkrise in Europa. Das Treffen von IWF und Weltbank beginnt offiziell an diesem Freitag. (Reuters)

Frankreichs Geschäftsklima bricht im September ein

Das Geschäftsklima im verarbeitenden Gewerbe Frankreichs hat sich im September noch stärker eingetrübt als erwartet. Der Index sank auf 99 Punkte und fiel damit leicht unter seinen langjährigen Mittelwert, wie die Statistikbehörde Insee am Freitag mitteilte. Im Juli hatte der Index bei 105 Punkten gelegen. August-Daten wurden nicht veröffentlicht. Volkswirte hatten im Mittel lediglich einen Rückgang auf 102 Punkte prognostiziert. (Dow Jones Newswires)

Medien - Griechenland sieht Schuldenschnitt von 50% als Option

Der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos hat Medienberichten zufolge eine geordnete Insolvenz mit einem Schuldenschnitt von 50 Prozent für Gläubiger als ein Szenario für sein Land genannt. Das berichteten die Zeitungen „Ethnos“ und „Ta Nea“ am Freitag unter Berufung auf Personen, die bei der Rede des Ministers vor Abgeordneten anwesend waren. Venizelos bezeichnete demnach einen Antrag auf einen Schuldenschnitt von 50 Prozent als gefährlich. Dies würde die Zustimmung und die Zusammenarbeit vieler voraussetzen, wurde der Minister zitiert. Als weitere Szenarien nannte er den Zeitungen zufolge eine ungeordnete Insolvenz oder die Umsetzung der Beschlüsse vom 21. Juli. Damals wurde ein zweites Rettungspaket für Griechenland in Höhe von 109 Milliarden Euro vereinbart. Experten plädieren schon länger für einen Schuldenschnitt. Gläubiger müssten dann auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten. Wer heute seine griechischen Staatsanleihen verkaufen möchte, bekommt am Markt bereits weniger als die Hälfte des Ausgabepreises. (Reuters)

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