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Medienschau : Frankfurt und New York schmieden weltgrößte Börse

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Die Deutsche Börse erleidet wegen Abschreibungen auf die ISE einen Gewinneinbruch, Dell erzielt dagegen einen Gewinnsprung und BHP verdoppelt den Halbjahresgewinn fast. Sanofi-Aventis einigt sich mit Genzyme auf ein höheres Übernahmeangebot.

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          Unternehmensnachrichten

          Deutsche Börse wegen ISE-Abschreibung mit Gewinneinbruch

          Die Deutsche Börse hat im vergangenen Jahr wegen Millionenabschreibungen auf die amerikanischen Aktienoptionsbörse ISE einen Gewinneinbruch hinnehmen müssen. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) schrumpfte 2010 um 17 Prozent auf 527,8 Millionen Euro, wie die Börse am Dienstagabend mitteilte. Damit traf sie aber die Erwartungen von Analysten. Im vierten Quartal schrieb der Marktbetreiber sogar mit 219,3 Millionen Euro rote Zahlen. Der Nettogewinn ging im Gesamtjahr um 16 Prozent auf 417,8 Millionen Euro zurück. Die Dividende will der Vorstand um Reto Francioni dennoch bei 2,10 Euro stabil halten. Die Börse hatte den Firmenwert der International Securities Exchange (ISE) um 453,3 Millionen Euro abgeschrieben. Das habe den Nettogewinn um 223,5 Millionen Euro gedrückt, hieß es. Die Umsätze der Deutschen Börse stiegen 2010 um zwei Prozent auf 2,1 Milliarden Euro. Francioni sagte für das laufende Jahr „Wachstum in allen Geschäftsbereichen“ voraus. (Reuters)

          Frankfurt und New York schmieden weltgrößte Börse

          Frankfurt und New York schmieden die größte Börse der Welt. Am Dienstag beschlossen die Kontrollgremien die Fusion von Deutscher Börse und NYSE Euronext. Bis zum Jahresende soll das Geschäft unter Dach und Fach sein. Wie die neue Mega-Börse heißen soll, ist noch unklar.

          In einer gemeinsamen Pressekonferenz in Frankfurt bemühten sich die Chefs von Deutscher Börse und NYSE Euronext, Reto Francioni und Duncan Niederauer, Sorgen zu zerstreuen, einer der Finanzplätze könnte unter die Räder kommen. „Es ist ein Zusammenschluss und keine Übernahme“, betonte Niederauer.

          Die Fusion stärke beide Partner im Wettbewerb mit alternativen Handelsplattformen, erleichtere die Erschließung des asiatischen Marktes und spare Kosten. „Wir gehen davon aus, dass wir bis zum dritten Jahr 300 Millionen Euro Kosten einsparen und 100 Millionen Euro Erlössynergien erzielen werden“, rechnete Niederauer vor. Francioni sagte: „Asien ist einer der zentralen Märkte für uns, den wir gemeinsam viel besser angehen können.“

          Die Aktionäre der nach Börsenwert gewichtigeren Frankfurter Börse werden wie erwartet 60 Prozent am neuen gemeinsamen Unternehmen halten, das seinen rechtlichen Sitz in den Niederlanden findet. Die Zentralen sollen in Frankfurt und New York bleiben. Die deutsche Seite bekommt 10 der 17 Posten im Verwaltungsrat. Dafür stellen die New Yorker mit Niederauer den ersten Konzernchef. Deutsche-Börse-Chef Francioni wird Vorsitzender des Verwaltungsrats. (dpa-AFX)

          Societe Generale macht im vierten Quartal erwarteten Gewinnsprung

          Die französische Großbank Societe Generale hat im vierten Quartal 2010 den erwarteten Gewinnsprung gemacht. Der Gewinn der Bank stieg in den letzten drei Monaten auf 874 Millionen Euro und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahresquartal fast vervierfacht, wie die Bank am Mittwoch in Paris mitteilte. Die Erwartungen der Analysten wurden damit leicht übertroffen. Auf das ganze Jahr bezogen machte die Bank mit 3,92 Milliarden Euro fast sechsmal mehr Gewinn als im Vorjahr. Als Hauptgrund für die Steigerung nannte die Bank die stark geschrumpften Kosten für die Kreditrisikovorsorge.

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