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Medienschau : Fed: Nullzinspolitik trotz trotzigem Wirtschaftsoptimismus

  • Aktualisiert am

Deutsche Telekom wächst profitabel, Deutsche Post: Umsatzrückgang und Verlust, Postbank: CIT-Pleite belastet, Kreditausfälle belasten die Commerzbank, Münchener Rück profitiert von boomenden Börsen, BNP Paribas profitiert vom Investment-Banking, Toyota mit Halbjahresverlust, Gewinneinbruch bei Cisco, SGL Carbon mit deutlichem Ergebnisrückgang, Wacker Chemie: Schwarze Zahlen, Software AG erhöht Jahresprognose, Fraport: Umsatz- und Gewinnrückgang, Gildemeister: Rote Zahlen, Symrise zeigt sich robust, Drägerwerk: Sparprogramm greift, Zurich Financial enttäucht, Adecco: Umsatz- und Gewinnrückgang, Hochtief: Börsengang von Tochter + Kapitalerhöhung, Gewinn- und Umsatzrückgang bei Cisco, „Ice Age 3“ lässt Kassen bei News Corp klingeln

          16 Min.

          Unternehmen

          Deutsche Telekom wächst profitabel

          Die Deutsche Telekom hat im dritten Quartal von Kostensenkungen und ihrer Beteiligung an dem griechischen Telekommunikationskonzern Hellenic Telecom (OTE) profitiert. Wie der Konzern am Donnerstag in Bonn mitteilte, stieg der Umsatz von Juli bis September um 5,2 Prozent auf 16,3 Milliarden Euro. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) verbesserte sich ebenfalls um 5,2 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro. Netto verdiente der Konzern 959 Millionen Euro nach 895 Millionen im Vorjahresquartal. Analysten hatten mit einem Nettoumsatz von 16,3 Milliarden Euro, einem bereinigten Ebitda von 5,4 Milliarden Euro und einem Nettoergebnis von 893 Millionen Euro gerechnet. Die Telekom bekräftigte ihre Prognose für das Gesamtjahr. (Reuters)

          Deutsche Post: Umsatzrückgang und Verlust

          Die Deutsche Post sieht nach monatelanger Talfahrt erste Anzeichen einer Markterholung und hat deshalb ihre Jahresprognose leicht angehoben. Im dritten Quartal musste der Konzern indes der Wirtschaftskrise und dem Niedergang des Großkunden Quelle erneut Tribut zollen. Umsatz und operativer Gewinn gingen zurück. Der Umsatz sei im Quartal auf 11,2 (Vorjahr: 13,8) Milliarden Euro gesunken, teilte die Post am Donnerstag in Bonn mit. Das Ebit brach auf 231 (953) Millionen Euro ein, vor Einmaleffekten lag es bei 378 (420) Millionen Euro. Unter dem Strich fiel ein Verlust von 83 Millionen Euro an. Der Konzern erreichte damit beim Ergebnis die Befürchtungen von Analysten nicht ganz, die mit einem Umsatz von 11,845 Milliarden Euro, einem Ebit von 71 Millionen Euro und einem Verlust von 125 Millionen Euro gerechnet hatten. Für das Gesamtjahr erwartet der Bonner Konzern nun ein Ebit vor Einmaleffekten von mindestens 1,35 Milliarden Euro statt wie zuvor von 1,2 Milliarden Euro sowie weiter einen Nettogewinn. (Reuters)

          Postbank: CIT-Pleite belastet

          Die Pleite des amerikanische Mittelstandsfinanzierer CIT hat der Postbank im dritten Quartal erneut einen Verlust eingebrockt. Vor Steuern erzielte die Post-Tochter einen Fehlbetrag von 59 (Vorjahreszeitraum: 448) Millionen Euro, wie sie am Donnerstag mitteilte. Unter dem Strich stand nur dank eines Steuerertrags ein Gewinn. Der Zusammenbruch von CIT Anfang November belastete das Ergebnis mit 61 Millionen Euro. Analysten hatten mit einem deutlich geringern Vorsteuerverlust bei der Postbank gerechnet. Ohne die CIT-Pleite wäre das Postbank-Ergebnis im dritten Quartal leicht positiv gewesen, sagte Firmenchef Stefan Jütte. Die Postbank, die zu gut einem Viertel der Deutschen Bank gehört, werde trotz allem die gesetzten Ziele erreichen können. Das Ergebnis werde sich kontinuierlich verbessern. Zudem solle mittelfristig eine Eigenkapitalrendite von 13 bis 15 Prozent nach Steuern erzielt werden. Ende September lag die Kennziffer noch deutlich darunter. Wie andere Institute profitiert auch die Postbank von der Erholung der Kapitalmärkte. Seit Jahresbeginn erzielte sie in ihren Anlageportfolios Wertzuwächse in mittlerer dreistelliger Millionenhöhe, nachdem sie im Vorjahr hier noch herbe Abschreibungen hinnehmen musste. Im vierten Quartal sei zwar wieder mit Belastungen aus der Krise zu rechnen. Der Höhepunkt sei aber erreicht. Die Kernkapitalquote, eine wichtige Kennziffer zur Beurteilung der Kapitalstärke einer Bank, stieg per Ende September auf 8,0 Prozent von 7,4 Prozent Ende 2008. Der Zinsüberschuss lag im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stabil bei 579 Millionen Euro. Der Provisionsüberschuss ging zurück auf 342 (362) Millionen Euro. Die Risikovorsorge für ausfallgefährdete Kredite erhöhte sich leicht auf 173 Millionen Euro. (Reuters)

          Kreditausfälle machen Commerzbank zu schaffen

          Die Commerzbank ächzt unter einem Berg fauler Kredite. Das mit Milliardengeldern vom Staat gestützte Institut musste allein im dritten Quartal für ausfallgefährdete Darlehen 1,05 Milliarden Euro zur Seite legen, wie die Commerzbank am Donnerstag mitteilte. Im Vorjahreszeitraum lag die Risikovorsorge noch bei knapp unter 900 Millionen Euro. Die Erhöhung sei vor allem auf Wertberichtigungen auf Kredite an ausländische Banken sowie im Immobilien- und Schiffsfinanzierungsgeschäft zurückzuführen. Im weiteren Jahresverlauf sei mit einer weiteren Erhöhung der Risikovorsorge zu rechnen. Wegen Abschreibungen auf den Firmenwert der Tochter Eurohypo sowie Kosten für die Integration der Dresdner Bank erzielte die Commerzbank im dritten Quartal einen Fehlbetrag von knapp über einer Milliarde Euro. (Reuters)

          Münchener Rück profitiert von boomenden Börsen

          Die Münchener Rück hat im dritten Quartal 2009 wieder schwarze Zahlen geschrieben, die Markterwartungen aber deutlich verfehlt. Der Überschuss habe bei 644 Millionen Euro gelegen, nachdem im Vorjahreszeitraum ein Mini-Verlust von drei Millionen angefallen war, teilte der weltgrößte Rückversicherer am Donnerstag mit. Analysten hatten im Schnitt mit 700 Millionen Euro Gewinn gerechnet. Haupttreiber für die Besserung war das Kapitalanlageergebnis, das sich angesichts der Börsenerholung auf 2,23 Milliarden Euro mehr als verdreifachte. Im Gesamtjahr will der Dax-Konzern - nach 1,8 Milliarden Euro in den ersten neun Monaten - unter dem Strich zwischen 2,2 und 2,5 Milliarden Euro verdienen. Das wären mindestens 700 Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor. Die Münchener Rück ist bislang mit nur wenigen Schrammen durch die Finanzkrise gekommen. (Reuters)

          BNP Paribas profitiert vom Investment-Banking

          Die französische Großbank BNP Paribas hat ihren Nettogewinn im dritten Quartal um 45 Prozent gesteigert. Unter dem Strich verdiente die nach Marktwert zweitgrößte Bank der Eurozone 1,3 Milliarden Euro und übertraf damit die Erwartungen der Analysten. Das Geschäft habe vor allem von der Übernahme von Fortis-Anteilen profitiert, teilte das Institut am Donnerstag mit. Im Aufwind der wieder erstarkenden Finanzmärkte habe auch die Investment-Banking-Sparte zu dem Ergebnis beigetragen. Für die Zukunft zeigte sich BNP-Chef Baudouin Prot optimistisch. Eine konkrete Prognose wagte er in einem Interview auf CNBC allerdings nicht. Viele der weltweit führenden Banken hatten in den vergangenen Wochen gestiegene Quartalsgewinne vorgelegt. Am Mittwoch hatte BNPs heimischer Rivale Societe Generale eine Verdopplung des Nettogewinns auf 426 Millionen Euro ausgewiesen. (Reuters)

          Toyota mit Halbjahresverlust

          Der weltgrößte Autobauer Toyota hat in der ersten Hälfte seines Geschäftsjahres Verluste eingefahren. Wie der japanische Konzern am Donnerstag bekanntgab, fiel zum Stichtag 30. September ein Fehlbetrag von 56 Milliarden Yen (419 Millionen Euro) an. Ein Jahr zuvor hatte Toyota noch einen Gewinn von 493,4 Milliarden Yen erwirtschaftet. Der Umsatz sank um 31,3 Prozent auf 8,4 Billionen Yen. Gründe seien vor allem der in allen Regionen gesunkene Autoabsatz sowie der starke Yen, hieß es. Für das bis 31. März 2010 laufende Geschäftsjahr hob Toyota jedoch seine Ertragsprognose an und erwartet jetzt unter dem Strich nur noch einen Fehlbetrag von 200 Milliarden Yen statt bislang 450 Milliarden Yen. Anlass für die optimistischere Prognose sind die weltweiten staatlichen Konjunkturspritzen. (dpa)

          Deutlicher Gewinn- und Umsatzrückgang bei Cisco

          Der weltgrößte Netzwerkausrüster Cisco macht Hoffnung auf ein Ende der Krise. Das amerikanische Unternehmen, das als eines der wichtigsten Stimmungsbarometer nicht nur für die Technologiebranche gilt, sieht sich wieder klar im Aufwind. Der Konzern will nun auch wieder neue Mitarbeiter einstellen. Im abgelaufenen Quartal musste Cisco allerdings noch einen kräftigen Gewinneinbruch verschmerzen. Der Überschuss fiel in dem Ende Oktober abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal von Cisco im Jahresvergleich um knapp 19 Prozent auf 1,8 Milliarden Dollar (1,2 Milliarden Euro). Auch der Umsatz gab um etwa 13 Prozent auf 9,0 Milliarden Dollar nach, wie der Konzern am Mittwoch nach amerikanische Börsenschluss in San Jose (Kalifornien) bekanntgab. Cisco stellt Router und Schaltstellen (Switches) für den Datenverkehr her, die heute in praktisch jedem größeren Unternehmen mit Computern benötigt werden. (dpa)

          SGL Carbon mit deutlichem Ergebnisrückgang im Quartal

          Der Grafitspezialist SGL Carbon hat im dritten Quartal angesichts der Wirtschaftsflaute deutlich weniger verdient. Vor Zinsen und Steuern schrumpfte der Betriebsgewinn (Ebit) binnen Jahresfrist um 70,1 Prozent auf 24,5 Millionen Euro, wie der Hersteller von Grafitelektroden für die Stahlproduktion am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem Ebit von 25 Millionen Euro gerechnet. Unter dem Strich blieb für die Monate Juli bis September ein Überschuss von acht Millionen Euro - im entsprechenden Vorjahreszeitraum 2008 standen noch 51,7 Millionen Euro zu Buche. Der Umsatz sank um 23,5 Prozent auf 308,2 Millionen Euro. SGL erwartet nun für das zweite Halbjahr ein Betriebsergebnis in etwa auf dem Niveau der ersten Jahreshälfte. (Reuters)

          Fraport. Umsatz- und Gewinnrückgang

          Der Flughafenbetreiber Fraport hat seine Ergebnisprognose für das laufende Jahr durch den zuletzt geringeren Passagierrückgang leicht angehoben. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) solle auf lediglich 530 bis 540 Millionen Euro zurückgehen, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Zuvor hatte Fraport ein Ebitda zwischen 500 und 530 Millionen Euro erwartet nach 590 Millionen Euro im Vorjahr. Im Oktober sank die Zahl der Fluggäste in Frankfurt nur noch um 1,9 Prozent. In den ersten neun Monaten ging das Ebitda wie von Analysten erwartet um gut zehn Prozent auf rund 442 Millionen Euro zurück. Der Umsatz schrumpfte durch den krisenbedingt schwächelnden Luftverkehr um 7,6 Prozent auf 1,48 Milliarden Euro. (Reuters)

          Wacker Chemie: Schwarze Zahlen

          Der bayerische Spezialchemiekonzern Wacker Chemie hat sich im vergangenen Quartal zurück in die Gewinnzone gearbeitet. Der Gewinn sei zwar verglichen mit dem Vorjahresquartal um fast 80 Prozent auf 35,9 Millionen Euro gesunken, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Wacker musste eine Sonderbelastung von rund 52 Millionen Euro durch den Ausstieg aus der Solargemeinschaftsfirma Wacker Schott Solar wegstecken. Im Vorquartal hatte Wacker allerdings wegen schwacher Nachfrage nach Siliziumprodukten und Bauchemie noch einen Verlust von 75 Millionen Euro eingefahren. Der Gewinn des dritten Quartals fiel höher aus als von Analysten erwartet, die mit 28 Millionen Euro gerechnet hatten. Den Umsatz bezifferte Wacker mit 986,5 Millionen Euro, was gegenüber dem Vorjahr einem Rückgang von 15 Prozent entspricht. Der auf Silizium- und Silikonerzeugnisse spezialisierte Konzern schöpft bereits wieder Hoffnung. „Unsere Geschäftsentwicklung im dritten Quartal ist ein ermutigendes Signal für eine Wende des wirtschaftlichen Umfelds zum Besseren“, sagte Konzernchef Rudolf Staudigl. Vor allem die Silikon-, Feinchemie- und Polymersparten hätten zuletzt wieder mehr verdient. Auch der Verlust der Tochter Siltronic, die Siliziumscheiben (Wafer) für die Halbleiterindustrie herstellt, sei eingedämmt worden. Konzernweit sei die Kurzarbeit fast vollständig zurückgefahren worden. Für das Gesamtjahr rechnet Wacker zwar weiterhin mit einem Umsatz- und Gewinnrückgang verglichen mit 2008. Für 2010 stünden die Chancen allerdings gut, Umsatz und Ergebnis wieder zu steigern, teilte Wacker mit. (Reuters)

          Software AG erhöht Jahresprognose

          Die Software AG hat nach einem starken dritten Quartal und der Übernahme von IDS Scheer ihre Jahresziele nach oben geschraubt. Für 2009 sei nun ein Umsatz zwischen 835 und 845 Millionen Euro zu erwarten sowie eine Umsatzrendite vor Zinsen und Steuern (Ebit-Marge) von 25 bis 25,5 Prozent, teilte das Darmstädter Unternehmen am Donnerstag mit. Bislang hatte die Software AG eine Umsatzsteigerung um vier bis acht Prozent und eine Ebit-Marge zwischen 24,5 und 25,5 Prozent in Aussicht gestellt. Nun erklärte Vorstandschef Karl-Heinz Streibich: „Große und strategische Geschäftsabschlüsse geben Grund zu vorsichtigem Optimismus, ebenso wie die beachtlichen Cross-Selling-Potentiale, die sich durch die Akquisition von IDS Scheer ergeben.“ Die Software AG hatte im Sommer ein Übernahmeangebot für den kleineren Konkurrenten aus Saarbrücken gemacht und hält inzwischen über 90 Prozent der Aktien an dem Unternehmen, das zum 20. August in der Bilanz konsolidiert wurde. Nächstes Ziel ist der Abschluss eines Beherrschungsvertrages. Insgesamt konnte die Software AG im dritten Quartal ihren Umsatz um 19 Prozent auf 214 Millionen Euro steigern. Das operative Ergebnis (Ebit) legte um 16 Prozent auf 56 Millionen Euro zu, das Nachsteuerergebnis um 23 Prozent auf 38 Millionen Euro. Nach Konzernangaben trug IDS zum Umsatz 39 Millionen und zum Nachsteuerergebnis 0,4 Millionen Euro bei. (Reuters)

          Gildemeister schreibt erstmals seit vier Jahren rote Zahlen

          Erstmals seit vier Jahren hat der Werkzeugmaschinenbauer Gildemeister einen Quartalsverlust verbucht. Das Werkzeugmaschinengeschäft leide derzeit stark unter der Investitionszurückhaltung der Kunden, teilte der Bielefelder Konzern am Donnerstag mit. So brach der Umsatz im dritten Quartal um über 50 Prozent auf 235 (Vorjahr: 511,7) Millionen Euro ein. Netto verbuchte der Konzern einen Verlust von 5,2 Millionen Euro nach einem Überschuss von knapp 24 Millionen Euro vor Jahresfrist. Operativ vor Zinsen und Steuern lag das Minus bei 3,1 Millionen Euro nach einem Gewinn von 44,8 Millionen Euro. Der Auftragseingang brach um 48 Prozent auf 237,5 Millionen Euro ein. Letztmals hatte Gildemeister zum Jahresauftakt 2005 einen Quartalsverlust verbucht. Danach setzte der Boom im deutschen Maschinenbau ein, der auch Gildemeister Rekordgewinne bescherte. Im Gesamtjahr peilt der Vorstand bei Umsatz und Orders jeweils 1,2 Milliarden Euro an. Durch Kostensenkungen soll ein positives Ebit erreicht werden. Für 2010 wagte der Vorstand noch keine umfassende Prognose, rechnet aber mit einem Anstieg der Bestellungen um zehn bis 15 Prozent. 2008 hatte Gildemeister bei einem Umsatz von 1,9 Milliarden Euro operativ 158 Millionen Euro verdient, netto waren es 81,1 Millionen Euro. (Reuters)

          Symrise zeigt sich robust

          Der Duft- und Aromenhersteller Symrise hat im dritten Quartal mehr verdient als von Analysten erwartet. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg binnen Jahresfrist um zwölf Prozent auf 72,2 Millionen Euro, wie das Unternehmen aus dem niedersächsischen Holzminden am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem Ebitda von 65 Millionen Euro gerechnet. Symrise kam im Zeitraum Juli bis September auf einen bereinigten Überschuss von 39 Millionen Euro und setzte 352,4 Millionen Euro um, was währungsbereinigt einem Plus von 5,6 Prozent entspricht. Für das Gesamtjahr rechnet Vorstandschef Heinz-Jürgen Bertram mit einem Umsatzwachstum von zwei Prozent zu lokalen Währungen. Das Ebitda soll bereinigt auf Vorjahresniveau liegen. (Reuters)

          Drägerwerk: Sparprogramm greift

          Der Medizin- und Sicherheitstechnik-Hersteller Drägerwerk hat im dritten Jahresviertel dank seines Sparprogramms bei einem Umsatzzuwachs wieder mehr verdient als im Vorjahreszeitraum. Dabei übertraf das Unternehmen die Schätzungen der Analysten. Der Überschuss habe sich von Juli bis September auf 3,7 (Vorjahr: 1,8) Millionen Euro mehr als verdoppelt, teilte die im TecDax notierte Gesellschaft am Donnerstag in Lübeck mit. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern betrug 13,3 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte Drägerwerk einen operativen Gewinn von 11,0 Millionen Euro ausgewiesen. Mit Sondereinflüssen hatte das Ebit 20,6 Millionen Euro betragen. Analysten hatten im Schnitt mit 10,0 Millionen Euro gerechnet. Drägerwerk sparte mit seinem sogenannten „Turnaround-Programm“ 18,2 Millionen Euro im dritten Quartal ein. Der Umsatz kletterte im dritten Quartal 2,4 Prozent auf 454,4 Millionen Euro. Dabei trugen beide Sparten - Medizintechnik und Sicherheitstechnik - zum Zuwachs bei. Vor allem profitiert die Medizintechnik von einer verstärkten Nachfrage nach Beatmungsmasken wegen der Schweinegrippe. Aufgrund der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise erwartet das Unternehmen weiterhin einen deutlichen Rückgang des Ebit und ein leichtes Minus beim Umsatz im Vergleich zum Vorjahr. (dpa)

          Zurich Financial enttäucht

          Der Schweizer Versicherungskonzern Zurich Financial Services hat das dritte Quartal 2009 mit einem Reingewinn von 909 Millionen Dollar abgeschlossen und damit weniger verdient als Analysten erwartet hatten. Gegenüber dem gleichen, bereits von der Finanzkrise geprägten Vorjahresquartal hat sich das Ergebnis allerdings nahezu versechsfacht. Die getätigten Absicherungsgeschäfte führten wegen der steigenden Aktienmärkte zu einem Verlustbeitrag. Die Bruttoprämien und Policengebühren lagen mit 13,04 Milliarden Dollar um fünf Prozent über dem Vorjahresniveau. Das Sachversicherungsgeschäft, das knapp zwei Drittel des Geschäfts ausmacht, arbeitete rentabler: Die entsprechende Kennzahl, der Schaden-Kosten-Satz, sank um 5,9 Prozentpunkte auf 98,0 Prozent. Der operative Geschäftsgewinn erhöhte sich um 138 Prozent auf 1,51 Milliarden Dollar und lag damit im Rahmen der Erwartungen. Der an der Marktkapitalisierung gemessen viertgrößte Versicherungskonzern Europas sieht sich auf gutem Weg, im Gesamtjahr die angepeilten Effizienzsteigerungen von 900 Millionen Dollar und Kosteneinsparungen von 400 Millionen Dollar zu erreichen. Analysten hatten im Schnitt mit 1,22 Milliarden Dollar Quartalsgewinn gerechnet. (Reuters)

          Adecco: Umsatz- und Gewinnrückgang

          Der weltgrößte Personalvermittler Adecco hat im dritten Quartal 2009 einen höher als erwarteten Reingewinn von 90 Millionen Euro erzielt. Gegenüber dem Vorjahreswert sank das Nettoergebnis um 46 Prozent. Allerdings liegt es dank tieferer Kosten und einer verbesserten Umsatzdynamik deutlich über dem des Vorquartals. Das zweiten Quartal hatte Adecco mit einem Verlust von 147 Millionen Euro abgeschlossen. Der Umsatz erreichte im dritten Quartal 3,7 Milliarden Euro und lag damit deutlich unter dem Vorjahreswert von 5,1 Milliarden Euro. Die Bruttogewinnmarge schwächte sich um 60 Basispunkte auf 17,4 Prozent ab. Auch die Konkurrenten Randstad und Manpower hatten im abgelaufenen Quartal mit rückläufigen Gewinnmargen zu kämpfen. Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Reingewinn von 38 Millionen Euro und einem Umsatz von 3,69 Milliarden Euro gerechnet. (Reuters)

          Hochtief: Börsengang von Tochter + Kapitalerhöhung

          Die Hochtief AG strebt einen Börsengang ihrer Tochter Hochtief Concessions AG an. Dies habe der Hochtief-Vorstand in seiner Sitzung am Mittwoch beschlossen, teilte das Unternehmen am späten Abend mit. Die Erstnotiz soll - ein geeignetes Kapitalmarktumfeld vorausgesetzt - noch 2009 im Regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse erfolgen. Der Konzern wolle mit der Transaktion den Kapitalmarkt für das weitere Wachstum von Hochtief Concessions erschließen. Zudem solle die Wertentwicklung des Konzessionsgeschäfts für den Kapitalmarkt transparenter werden. Im Zuge des geplanten Börsengangs von Hochtief Concessions sollen auch neue Aktien ausgegeben werden, also eine Kapitalerhöhung stattfinden. Der Erlös daraus solle vor allem zur Finanzierung des weiteren Wachstums von Hochtief Concessions dienen. Hochtief betrachte das Konzessionsgeschäft weiterhin als einen integralen Bestandteil des Konzerns und beabsichtigt, auch im Falle der Notierung weiter die Mehrheit der Anteile zu halten, hieß es in der Mitteilung weiter. (Dow Jones Newswires)

          „Ice Age 3“ lässt Kassen bei Murdochs News Corp klingeln

          Gute Geschäfte der Filmsparte und des Kabelsenders Fox haben Rupert Murdochs News Corp einen Gewinnanstieg beschert. Zusammen mit Kosteneinsparungen machten sie Rückgänge bei den von Werbeeinbrüchen gebeutelten Zeitungs- und amerikanische Lokalfernsehsendern wett, teilte der auch am deutschen Pay-TV-Sender Sky beteiligte Konzern am Mittwoch mit. Demnach ließ vor allem der Film „Ice Age 3“ die Kassen klingeln: Bei den Filmstudios stieg der Betriebsgewinn im ersten Geschäftsquartal um 56 Prozent. Insgesamt verdiente News Corp operativ mit 1,04 Milliarden Dollar gut neun Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Umsatz fiel um 4,1 Prozent auf 7,2 Milliarden Dollar, überstieg aber wie der Nettogewinn von 571 Millionen Dollar die Analystenerwartungen. Im Zeitungsgeschäft musste der Konzern, zu dem auch das „Wall Street Journal“ gehört, operativ einen Gewinneinbruch von 81 Prozent verkraften, weil sich immer mehr Leser von Printmedien ab- und dem Internet zuwendeten. Insgesamt zeigte sich Medienmogul Murdoch aber optimistisch für das kommende Jahr. Dies werde von Stabilität geprägt sein, sagte Murdoch. News Corp hob seine Geschäftsprognose für das Gesamtjahr an: Der operative Gewinn werde mit einer hohen einstelligen oder niedrigen zweistelligen Rate wachsen. (Reuters)

          Daimler will rund 1.000 Jobs streichen

          Der Autobauer Daimler will wegen der massiven Absatzkrise rund 1.000 Arbeitsplätze bis zum Frühjahr 2010 streichen. Dafür werden den Mitarbeitern vom 1. Dezember bis 31. März 2010 verschiedene Angebote gemacht, die einen freiwilligen Abschied erleichtern sollen. Wie eine Sprecherin am Mittwoch sagte, gibt es für Mitarbeiter bis 50 Jahre eine Abfindung. Zudem wird den Beschäftigten eine freiwillige Auszeit von drei Jahren angeboten oder aber Teilzeit, wobei mindestens drei Jahre lang die Wochenarbeitszeit um zehn Stunden reduziert wird. Die Pläne bauten auf einen Sozialplan aus dem Jahr 2006 auf, sagte die Sprecherin. Unternehmensleitung und Betriebsrat hätten sich auf das Vorgehen verständigt. (dpa-AFX)

          GM will 10.000 Arbeitsplätze bei Opel streichen

          General Motors (GM) will rund 10.000 Stellen bei Opel in Europa streichen. Damit unterscheide sich der GM- Plan kaum von dem Vorhaben der Bieter Magna der RHJI, sagte GM-Vize-Präsident John Smith am Mittwoch in einer Telefonkonferenz. In allen Konzepten sei man davon ausgegangen, dass die Strukturkosten um 30 Prozent gesenkt werden müssten. „Wir gehen alle davon aus, dass das den Abbau von rund 10.000 Stellen bedeutet, um Opel in eine profitable und tragfähige Situation zu bringen“, sagte Smith und versprach: „Sie können davon ausgehen, dass genau diese Zahl auch im GM-Restrukturierungsplan stehen wird.“ Opel beschäftigt in Europa rund 50.000 Mitarbeiter. Gleichzeitig sagte Smith, entgegen der früheren GM-Planung, das Werk in Bochum zu schließen, könne es möglicherweise eine attraktive Lösung geben. Das sei aber noch nicht entschieden. GM will den Restrukturierungsplan, der auf einem früheren Konzept beruht, möglichst bald ausarbeiten und dann den europäischen Regierungen vorlegen. Der Autobauer ist zuversichtlich, trotz aller aktuellen Kritik auch von Deutschland Staatshilfen zu bekommen: „Ich bin hoffnungsfroh, dass die Bundesregierung unseren Plan, wenn sie ihn gesehen hat, gut finden und uns genauso unterstützen wird wie die Regierungen aus Spanien, Polen und Großbritannien.“ (dpa-AFX)

          Wettbewerbsklage gegen Intel

          Neue Wettbewerbsklage gegen den weltgrößten Chip- Hersteller Intel. Der New Yorker Generalstaatsanwalt Andrew Cuomo hat den amerikanische Konzern wegen Bestechung und illegaler Rabatte für Computerbauer verklagt. ntel habe damit seine Marktdominanz sichern und andere Hersteller zurückdrängen wollen, teilte Cuomo am Mittwoch in New York mit. Erst Mitte Mai hatte die Europäische Kommission gegen Intel wegen illegaler Zahlungen in der Computerbranche eine Rekordbuße von 1,06 Milliarden Euro verhängt. (dpa-AFX)

          Microsoft-Chef - Ausweitung von Partnerschaft mit Yahoo möglich

          Der Chef des weltgrößten Softwarekonzerns Microsoft, Steve Ballmer, denkt über eine Ausweitung der geplanten Online-Zusammenarbeit mit dem Internet-Suchmaschinenbetreiber Yahoo nach. „Es ist möglich, dass wir die Partnerschaft auf Gebiete außerhalb der Vereinigten Staaten vergrößern“, sagte Ballmer. Zunächst müsse allerdings die die Zusammenarbeit in den Vereinigten Staaten genehmigt und vollzogen werden. Die beiden amerikanische Konzerne hatten sich Ende Juli grundsätzlich darauf geeinigt, sich für zehn Jahre bei der Internetsuche zusammenzuschließen. Eine endgültige Entscheidung steht noch aus. Die Kartellbehörden in den Vereinigten Staaten und Europa müssen noch grünes Licht geben. Ballmer rechnet nach eigenen Angaben Anfang 2010 mit einem Abschluss des Geschäfts. (Reuters)

          Wirtschaft

          Fed: Nullzinspolitik trotz trotzigem Wirtschaftsoptimismus

          Die amerikanische Notenbank (Fed) hat eine Fortsetzung ihrer Nullzinspolitik signalisiert. Die wirtschaftlichen Bedingungen erforderten für einen „längeren Zeitraum“ ein „außergewöhnlich niedriges“ Zinsniveau, teilte die Fed am Mittwoch nach ihrer Zinsentscheidung mit. Einige Volkswirte hatten angesichts der jüngsten Anzeichen für eine Konjunkturerholung mit einer vorsichtigen Abschwächung dieser bereits zuvor verwendeten Formulierung erwartet. Die Fed werde weiterhin alles tun, um die wirtschaftliche Erholung und Preisstabilität zu gewährleisten.

          Der geldpolitische Ausschuss (FOMC) der amerikanische Notenbank hat ihren Leitzins wie erwartet nicht angetastet. Der Zielsatz für Tagesgeld („Federal Funds Rate“) liegt weiterhin in einer Spanne von Null bis 0,25 Prozent. Die Entscheidung fiel im FOMC einstimmig. Volkswirte hatten mit dieser Entscheidung einhellig gerechnet. Die Notenbank hatte den Leitzins im Dezember 2008 auf diesen Korridor verringert und damit auf die Finanz- und Wirtschaftskrise reagiert. Vor Beginn der Krise im Sommer 2007 hatte der Zinssatz noch bei 5,25 Prozent gelegen

          Nach Einschätzung der Fed hat sich die wirtschaftliche Aktivität seit September weiter belebt. Die Bedingungen an den Finanzmärkten hätten sich seit der Sitzung am 23. September kaum verändert. Die Aktivität am Häusersektor habe sich weiter erholt. Die Ausgaben der privaten Haushalte würden jedoch durch die steigende Arbeitslosigkeit belastet. Die Unternehmen würden weiterhin ihre Investitionen und die Beschäftigung abbauen. Die wirtschaftliche Aktivität dürfte zwar für einen geraumen Zeitraum schwach bleiben. Die Fed geht jedoch davon aus, dass die Stimulierungsmaßnahmen der Fiskal- und Geldpolitik zu einer Stärkung des Wirtschaftswachstuns beitragen werden. Die niedrige Kapazitätsauslastung dürfte den Kostendruck dämpfen. Der Inflationsdruck dürfte daher für geraume Zeit schwach bleiben. Die längerfristigen Inflationserwartungen blieben stabil.

          Die amerikanische Notenbank hat jedoch ihr Aufkaufprogramm für Anleihen von Hpothekenfinanzieren etwas reduziert. Es sollen jetzt Papiere im Wert von bis zu 175 Milliarden Dollar aufgekauft werden, nachdem ursprünglich 200 Milliarden Dollar geplant waren. Die Fed begründete ihre Entscheidung mit der begrenzten Verfügbarkeit dieser Papiere. Das Aufkaufprogramm für besicherte Anleihen im Wert von 1,25 Billionen Dollar bleibe jedoch unverändert. Das Tempo der Käufe soll jedoch schrittweise verlangsamt werden. Die Fed geht davon aus, dass sie bis zum Ende des ersten Quartals 2010 abgeschlossen sind. Das FOMC werde jedoch das Timing und das Volumen der Käufe von Wertpapieren jederzeit vor dem Hintergrund der Entwicklung in der Wirtschaft und an den Finanzmärkten überprüfen. (dpa-AFX)

          BoJ-Protokoll: Geldpolitik sollte extrem stimulierend bleiben

          Bei der Sitzung der Bank of Japan (BoJ) am 13./14. Oktober waren sich die Ratsmitglieder einig, dass die Geldpolitik extrem stimulierend bleiben sollte, auch wenn die Nothilfen für die Finanzierung der Unternehmen bald auslaufen. Zudem waren die Ratsmitglieder der Ansicht, dass diese Haltung klar nach außen kommuniziert werden sollte, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Protokoll hervorgeht. Bei der Sitzung Mitte Oktober hatte die BoJ beschlossen, den Leitzins auf dem extrem niedrigen Niveau von 0,10 Prozent zu belassen. Bei einem weiteren Treffen am 30. Oktober hatte die BoJ dann angekündigt, dass der Kauf von Unternehmensanleihen zum 31. Dezember 2009 auslaufen soll. Zudem wurde beschlossen, eine spezielle Kreditfazilität zum Zinssatz von 0,10 Prozent und einer Laufzeit von drei Monaten Ende März 2010 einzustellen. (Dow Jones Newswires)

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