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Medienschau : Fed: Nullzinspolitik trotz trotzigem Wirtschaftsoptimismus

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„Ice Age 3“ lässt Kassen bei Murdochs News Corp klingeln

Gute Geschäfte der Filmsparte und des Kabelsenders Fox haben Rupert Murdochs News Corp einen Gewinnanstieg beschert. Zusammen mit Kosteneinsparungen machten sie Rückgänge bei den von Werbeeinbrüchen gebeutelten Zeitungs- und amerikanische Lokalfernsehsendern wett, teilte der auch am deutschen Pay-TV-Sender Sky beteiligte Konzern am Mittwoch mit. Demnach ließ vor allem der Film „Ice Age 3“ die Kassen klingeln: Bei den Filmstudios stieg der Betriebsgewinn im ersten Geschäftsquartal um 56 Prozent. Insgesamt verdiente News Corp operativ mit 1,04 Milliarden Dollar gut neun Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Umsatz fiel um 4,1 Prozent auf 7,2 Milliarden Dollar, überstieg aber wie der Nettogewinn von 571 Millionen Dollar die Analystenerwartungen. Im Zeitungsgeschäft musste der Konzern, zu dem auch das „Wall Street Journal“ gehört, operativ einen Gewinneinbruch von 81 Prozent verkraften, weil sich immer mehr Leser von Printmedien ab- und dem Internet zuwendeten. Insgesamt zeigte sich Medienmogul Murdoch aber optimistisch für das kommende Jahr. Dies werde von Stabilität geprägt sein, sagte Murdoch. News Corp hob seine Geschäftsprognose für das Gesamtjahr an: Der operative Gewinn werde mit einer hohen einstelligen oder niedrigen zweistelligen Rate wachsen. (Reuters)

Daimler will rund 1.000 Jobs streichen

Der Autobauer Daimler will wegen der massiven Absatzkrise rund 1.000 Arbeitsplätze bis zum Frühjahr 2010 streichen. Dafür werden den Mitarbeitern vom 1. Dezember bis 31. März 2010 verschiedene Angebote gemacht, die einen freiwilligen Abschied erleichtern sollen. Wie eine Sprecherin am Mittwoch sagte, gibt es für Mitarbeiter bis 50 Jahre eine Abfindung. Zudem wird den Beschäftigten eine freiwillige Auszeit von drei Jahren angeboten oder aber Teilzeit, wobei mindestens drei Jahre lang die Wochenarbeitszeit um zehn Stunden reduziert wird. Die Pläne bauten auf einen Sozialplan aus dem Jahr 2006 auf, sagte die Sprecherin. Unternehmensleitung und Betriebsrat hätten sich auf das Vorgehen verständigt. (dpa-AFX)

GM will 10.000 Arbeitsplätze bei Opel streichen

General Motors (GM) will rund 10.000 Stellen bei Opel in Europa streichen. Damit unterscheide sich der GM- Plan kaum von dem Vorhaben der Bieter Magna der RHJI, sagte GM-Vize-Präsident John Smith am Mittwoch in einer Telefonkonferenz. In allen Konzepten sei man davon ausgegangen, dass die Strukturkosten um 30 Prozent gesenkt werden müssten. „Wir gehen alle davon aus, dass das den Abbau von rund 10.000 Stellen bedeutet, um Opel in eine profitable und tragfähige Situation zu bringen“, sagte Smith und versprach: „Sie können davon ausgehen, dass genau diese Zahl auch im GM-Restrukturierungsplan stehen wird.“ Opel beschäftigt in Europa rund 50.000 Mitarbeiter. Gleichzeitig sagte Smith, entgegen der früheren GM-Planung, das Werk in Bochum zu schließen, könne es möglicherweise eine attraktive Lösung geben. Das sei aber noch nicht entschieden. GM will den Restrukturierungsplan, der auf einem früheren Konzept beruht, möglichst bald ausarbeiten und dann den europäischen Regierungen vorlegen. Der Autobauer ist zuversichtlich, trotz aller aktuellen Kritik auch von Deutschland Staatshilfen zu bekommen: „Ich bin hoffnungsfroh, dass die Bundesregierung unseren Plan, wenn sie ihn gesehen hat, gut finden und uns genauso unterstützen wird wie die Regierungen aus Spanien, Polen und Großbritannien.“ (dpa-AFX)

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