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Medienschau : Fed: Nullzinspolitik trotz trotzigem Wirtschaftsoptimismus

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Erstmals seit vier Jahren hat der Werkzeugmaschinenbauer Gildemeister einen Quartalsverlust verbucht. Das Werkzeugmaschinengeschäft leide derzeit stark unter der Investitionszurückhaltung der Kunden, teilte der Bielefelder Konzern am Donnerstag mit. So brach der Umsatz im dritten Quartal um über 50 Prozent auf 235 (Vorjahr: 511,7) Millionen Euro ein. Netto verbuchte der Konzern einen Verlust von 5,2 Millionen Euro nach einem Überschuss von knapp 24 Millionen Euro vor Jahresfrist. Operativ vor Zinsen und Steuern lag das Minus bei 3,1 Millionen Euro nach einem Gewinn von 44,8 Millionen Euro. Der Auftragseingang brach um 48 Prozent auf 237,5 Millionen Euro ein. Letztmals hatte Gildemeister zum Jahresauftakt 2005 einen Quartalsverlust verbucht. Danach setzte der Boom im deutschen Maschinenbau ein, der auch Gildemeister Rekordgewinne bescherte. Im Gesamtjahr peilt der Vorstand bei Umsatz und Orders jeweils 1,2 Milliarden Euro an. Durch Kostensenkungen soll ein positives Ebit erreicht werden. Für 2010 wagte der Vorstand noch keine umfassende Prognose, rechnet aber mit einem Anstieg der Bestellungen um zehn bis 15 Prozent. 2008 hatte Gildemeister bei einem Umsatz von 1,9 Milliarden Euro operativ 158 Millionen Euro verdient, netto waren es 81,1 Millionen Euro. (Reuters)

Symrise zeigt sich robust

Der Duft- und Aromenhersteller Symrise hat im dritten Quartal mehr verdient als von Analysten erwartet. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg binnen Jahresfrist um zwölf Prozent auf 72,2 Millionen Euro, wie das Unternehmen aus dem niedersächsischen Holzminden am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem Ebitda von 65 Millionen Euro gerechnet. Symrise kam im Zeitraum Juli bis September auf einen bereinigten Überschuss von 39 Millionen Euro und setzte 352,4 Millionen Euro um, was währungsbereinigt einem Plus von 5,6 Prozent entspricht. Für das Gesamtjahr rechnet Vorstandschef Heinz-Jürgen Bertram mit einem Umsatzwachstum von zwei Prozent zu lokalen Währungen. Das Ebitda soll bereinigt auf Vorjahresniveau liegen. (Reuters)

Drägerwerk: Sparprogramm greift

Der Medizin- und Sicherheitstechnik-Hersteller Drägerwerk hat im dritten Jahresviertel dank seines Sparprogramms bei einem Umsatzzuwachs wieder mehr verdient als im Vorjahreszeitraum. Dabei übertraf das Unternehmen die Schätzungen der Analysten. Der Überschuss habe sich von Juli bis September auf 3,7 (Vorjahr: 1,8) Millionen Euro mehr als verdoppelt, teilte die im TecDax notierte Gesellschaft am Donnerstag in Lübeck mit. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern betrug 13,3 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte Drägerwerk einen operativen Gewinn von 11,0 Millionen Euro ausgewiesen. Mit Sondereinflüssen hatte das Ebit 20,6 Millionen Euro betragen. Analysten hatten im Schnitt mit 10,0 Millionen Euro gerechnet. Drägerwerk sparte mit seinem sogenannten „Turnaround-Programm“ 18,2 Millionen Euro im dritten Quartal ein. Der Umsatz kletterte im dritten Quartal 2,4 Prozent auf 454,4 Millionen Euro. Dabei trugen beide Sparten - Medizintechnik und Sicherheitstechnik - zum Zuwachs bei. Vor allem profitiert die Medizintechnik von einer verstärkten Nachfrage nach Beatmungsmasken wegen der Schweinegrippe. Aufgrund der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise erwartet das Unternehmen weiterhin einen deutlichen Rückgang des Ebit und ein leichtes Minus beim Umsatz im Vergleich zum Vorjahr. (dpa)

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