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Medienschau : Fed: Nullzinspolitik trotz trotzigem Wirtschaftsoptimismus

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Der bayerische Spezialchemiekonzern Wacker Chemie hat sich im vergangenen Quartal zurück in die Gewinnzone gearbeitet. Der Gewinn sei zwar verglichen mit dem Vorjahresquartal um fast 80 Prozent auf 35,9 Millionen Euro gesunken, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Wacker musste eine Sonderbelastung von rund 52 Millionen Euro durch den Ausstieg aus der Solargemeinschaftsfirma Wacker Schott Solar wegstecken. Im Vorquartal hatte Wacker allerdings wegen schwacher Nachfrage nach Siliziumprodukten und Bauchemie noch einen Verlust von 75 Millionen Euro eingefahren. Der Gewinn des dritten Quartals fiel höher aus als von Analysten erwartet, die mit 28 Millionen Euro gerechnet hatten. Den Umsatz bezifferte Wacker mit 986,5 Millionen Euro, was gegenüber dem Vorjahr einem Rückgang von 15 Prozent entspricht. Der auf Silizium- und Silikonerzeugnisse spezialisierte Konzern schöpft bereits wieder Hoffnung. „Unsere Geschäftsentwicklung im dritten Quartal ist ein ermutigendes Signal für eine Wende des wirtschaftlichen Umfelds zum Besseren“, sagte Konzernchef Rudolf Staudigl. Vor allem die Silikon-, Feinchemie- und Polymersparten hätten zuletzt wieder mehr verdient. Auch der Verlust der Tochter Siltronic, die Siliziumscheiben (Wafer) für die Halbleiterindustrie herstellt, sei eingedämmt worden. Konzernweit sei die Kurzarbeit fast vollständig zurückgefahren worden. Für das Gesamtjahr rechnet Wacker zwar weiterhin mit einem Umsatz- und Gewinnrückgang verglichen mit 2008. Für 2010 stünden die Chancen allerdings gut, Umsatz und Ergebnis wieder zu steigern, teilte Wacker mit. (Reuters)

Software AG erhöht Jahresprognose

Die Software AG hat nach einem starken dritten Quartal und der Übernahme von IDS Scheer ihre Jahresziele nach oben geschraubt. Für 2009 sei nun ein Umsatz zwischen 835 und 845 Millionen Euro zu erwarten sowie eine Umsatzrendite vor Zinsen und Steuern (Ebit-Marge) von 25 bis 25,5 Prozent, teilte das Darmstädter Unternehmen am Donnerstag mit. Bislang hatte die Software AG eine Umsatzsteigerung um vier bis acht Prozent und eine Ebit-Marge zwischen 24,5 und 25,5 Prozent in Aussicht gestellt. Nun erklärte Vorstandschef Karl-Heinz Streibich: „Große und strategische Geschäftsabschlüsse geben Grund zu vorsichtigem Optimismus, ebenso wie die beachtlichen Cross-Selling-Potentiale, die sich durch die Akquisition von IDS Scheer ergeben.“ Die Software AG hatte im Sommer ein Übernahmeangebot für den kleineren Konkurrenten aus Saarbrücken gemacht und hält inzwischen über 90 Prozent der Aktien an dem Unternehmen, das zum 20. August in der Bilanz konsolidiert wurde. Nächstes Ziel ist der Abschluss eines Beherrschungsvertrages. Insgesamt konnte die Software AG im dritten Quartal ihren Umsatz um 19 Prozent auf 214 Millionen Euro steigern. Das operative Ergebnis (Ebit) legte um 16 Prozent auf 56 Millionen Euro zu, das Nachsteuerergebnis um 23 Prozent auf 38 Millionen Euro. Nach Konzernangaben trug IDS zum Umsatz 39 Millionen und zum Nachsteuerergebnis 0,4 Millionen Euro bei. (Reuters)

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