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Medienschau : Fannie Mae - schwarzes Loch

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Deutsche Börse: Umsatz- und Gewinnrückgang, Hannover Rück profitiert vom Umfeld, Fuchs Petrolub bleibt vorsichtig, Generali steigert Gewinn deutlich, Lafarge: weniger Umsatz als erwartet, Bridgestone: Erster Verlust seit knapp 50 Jahren erwartet, Kreise - Hapag-Verlust geringer als befürchtet, Starbucks spart sich zu Gewinnsteigerungen, Mittal-Clan kauft Escada, Deutschland: Zahl der Unternehmensinsolvenzen nimmt zu - Rohstahlproduktion steigt im Oktober, Japans Frühindikatoren gestiegen

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          Unternehmen

          Fannie Mae mit Milliardenverlust

          Der angeschlagene und weitgehend verstaatlichte Hypothekenfinanzierer Fannie Mae hat im dritten Quartal erneut hohe Verluste geschrieben. Unter dem Strich habe ein Fehlbetrag von 18,9 Milliarden Dollar gestanden, teilte das staatlich kontrollierte amerikanische Institut am Donnerstag mit. Das erneute Quartalsminus verdeutlicht die Schwierigkeiten von Fannie Mae, gegen steigende Kreditausfälle anzukämpfen und zugleich den Häusermarkt zu stabilisieren. Wegen der zunehmenden Arbeitslosigkeit können immer mehr Hausbauer ihre Schulden nicht abbezahlen. Zudem erhöhte das Unternehmen seine Rückstellungen für Problem-Kredite. Fannie Mae will den Staat abermals um finanzielle Unterstützung in Höhe von 15 Milliarden Dollar bitten. Damit würden die Hilfen der Regierung auf insgesamt 60,9 Milliarden Dollar anwachsen. Der größte Hypothekenfinanzierer der Vereinigten Staaten war wie auch der Schwesterkonzern Freddie Mac im September 2008 im Zuge der Finanzkrise durch staatliche Hilfe vor dem Kollaps bewahrt worden. Die amerikanische Regierung wollte damit den ins Rutschen geratenen Immobilienmarkt stützen und weitere Turbulenzen an den weltweiten Finanzmärkten verhindern. Die Fannie-Mae-Aktien brachen nachbörslich um gut zehnProzent ein. (Reuters)

          Deutsche Börse mit deutlichem Umsatz- und Gewinnrückgang

          Die Zurückhaltung der Investoren hat im dritten Quartal zu einem überraschend deutlichen Umsatz- und Gewinnrückgang bei der Deutschen Börse geführt. Von Juli bis September sanken die Erlöse im Vergleich zum Vorjahr um 19 Prozent auf 501 Millionen Euro, wie der Börsenbetreiber am Donnerstag mitteilte. Das Nettoergebnis stürzte um 38 Prozent auf 158 Millionen, operativ verdiente der Börsenbetreiber 244 Millionen Euro. Damit erging es dem Unternehmen schlechter als erwartet: Analysten hatten im Schnitt mit einem Umsatz von 524 Millionen und einem Nettoergebnis von 164 Millionen Euro gerechnet. Besser sahen die Zahlen jedoch im Vergleich zum vorangegangenen Quartal aus: Da musste die Deutsche Börse nur ein Umsatzminus von drei Prozent verbuchen. „Im dritten Quartal hat sich die Geschäftsaktivität trotz negativer saisonaler Auswirkungen auf dem Niveau des zweiten Quartals stabilisiert“, erklärte Unternehmenschef Reto Francioni. (Reuters)

          Hannover Rück profitiert vom Umfeld

          Hannover Rück hat ihre Jahresziele nach einem starken Quartal erhöht. Das Unternehmen erwartet nun eine Eigenkapitalrendite von mehr als 20 (bislang 18) Prozent und einem Gewinn je Aktie von mindestens 5,75 (5,00) Euro, wie Hannover Rück am Freitag mitteilte. Die Aktionäre sollen für 2009 eine Dividende in der Größenordnung von zwei Euro erhalten, nachdem sie für 2008 leer ausgegangen waren. Im dritten Quartal übertraf der weltweit viertgrößte Rückversicherer die Erwartung der Experten mit einer Steigerung seines Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) auf 245 (minus 368) Millionen Euro. Unter dem Strich stand dank eines Sonderertrags aus der Übernahme eines einst der ING gehörenden Lebensversicherungs-Portfolios ein Nettoergebnis von 159 (minus 395) Millionen Euro zu Buche. Analysten hatten mit einem Ebit von 236 Millionen und einem Überschuss von 152 Millionen Euro gerechnet. Der weltweit viertgrößte Rückversicherer profitierte wie seine Rivalen Münchener Rück und Swiss Re von vergleichsweise niedrigen Belastungen durch Großschäden. Vor allem die Hurrikan-Saison verlief bisher glimpflich. Zudem profitierte das Unternehmen von der Erholung der Kapitalmärkte. (Reuters)

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