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Medienschau : EZB sieht anderen Kapitalbedarf bei Banken als IWF

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Australiens Notenbank lässt Leitzins unverändert bei 4,75 Prozent

Die australische Zentralbank hat am Dienstag wie erwartet an der gegenwärtigen Geldpolitik festgehalten. Damit verharrt der geldpolitische Schlüsselsatz bei 4,75 Prozent, wie die Reserve Bank of Australia (RBA) mitteilte. An den Finanzmärkten war diese Entscheidung erwartet worden. Der australische Leitzins ist nun seit fast einem Jahr auf einem unveränderten Niveau, wobei die Zentralbank zwischen einer erhöhten Inflation und wachsenden Sorgen über eine fragile Weltwirtschaft und ersten Anzeichen einer Abschwächung in einigen heimischen Branchen abwägen muss. Ein starker australischer Dollar wirkt indessen als Wachstums- und Inflationsdämpfer.

Zwischen Oktober 2009 und November 2010 hatte die RBA den Leitzins in mehreren Schritten angehoben, weshalb Australien nun eines der höchsten Zinsniveaus innerhalb der Industrieländer hat. Allerdings durchlaufen die verschiedenen Wirtschaftssektoren in
Australien zurzeit unterschiedliche Zyklen: Während der Bergbausektor boomt, lastet auf dem Tourismus und dem verarbeitenden Gewerbe der starke australische Dollar und das relativ hohe Zinsniveau. (Dow Jones)

G7 beraten über Konjunkturpolitik

Mit Blick auf die unsichere Lage der Weltkonjunktur wollen sich die sieben führenden Industriestaaten (G7) Kreisen zufolge für eine Fortsetzung der lockeren Geldpolitik einsetzen. Dazu zähle auch die Möglichkeit, weitere Anleihenkaufprogramme aufzusetzen, sagte ein G7-Vertreter am Montag. Zudem sollten die Sparmaßnahmen, sofern dies die Finanzlage des Landes erlaube, kurzzeitig zurückgefahren und Strukturreformen angepackt werden.

Die Finanzminister und Notenbankchefs der Vereinigten Staaten, Kanadas, Japans, Deutschlands, Frankreichs, Italiens und Großbritanniens treffen sich am Freitag im französischen Marseille, um über die sich abkühlende Weltkonjunktur zu beraten. Den Angaben nach herrscht unter den G7-Staaten die Ansicht, dass für die Weltwirtschaft die schwierigste Phase seit dem Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers begonnen hat und dass ein Rezessionsrisiko besteht. (Reuters)

Wirtschaftsforscher sieht in Hedgefonds größte Bedrohung für Finanzsysteme

Nach Einschätzung des Direktors des Instituts für Makrokonomie und Konjunkturforschung (IMK), Gustav Horn, stellt der Bereich Private Equity und Hedge Fonds die größte Bedrohung für die Finanzsysteme dar. „Hier dürften erhebliche Risiken vor allem aus Leerverkäufen schlummern. Sollten diese relevant werden und sollte es spürbare finanzielle Verflechtungen zum Bankensystem geben, wäre die Gefahr einer systemischen Krise hoch“, sagte Horn zu „Handelsblatt“ (Onlineausgabe).

Diese würde dann auf Staaten am Rande ihrer finanziellen Möglichkeiten treffen. „Eine breitflächige Rettung des Finanzsektors ist dann nicht mehr möglich“, so der IMK-Chef. „Der Zusammenbruch der Finanzsysteme wäre nur eine Frage der Zeit und die wirtschaftlichen Schäden dramatisch.“ (dpa-AFX)

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