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Medienschau : EZB sieht anderen Kapitalbedarf bei Banken als IWF

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Bundeskanzlerin Angela Merkel muss weiter um eine eigene Mehrheit der schwarz-gelben Koalition für die umstrittene Ausweitung des Euro-Rettungsschirms EFSF bangen. Zwar stimmten beide Regierungsfraktionen am Montagabend in Berlin für die Einbringung des Gesetzentwurfs zur EFSF-Reform. Allerdings gab es in der Union nach Fraktionsangaben zwölf Nein-Stimmen und sieben Enthaltungen. Bei den Liberalen stimmten zwei Abgeordnete dagegen, vier enthielten sich.

Forderungen nach einem Ausschluss Griechenlands aus der Euro-Zone wiesen Merkel und EU-Ratspräsident Herman van Rompuy klar zurück. „Ich glaube, dass wir damit einen Domino-Effekt einleiten könnten, der außerordentlich gefährlich für unser Währungssystem ist“, sagte Merkel. Die Kanzlerin betonte, es sei wichtig, dass Griechenland seine Zusagen einhalte. Zum mangelnden Sparwillen in Italien sagte die Kanzlerin den Angaben zufolge, es sei „keine gute Sache“, dass der Anschein erweckt werde, dass Versprechen nicht eingehalten werden. Nach den Worten von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso steht Griechenland zu seinen Zusagen gegenüber den Europartnern. „Sie haben gerade einige wichtige Hinweise gemacht, dass sie ihre Verpflichtungen einhalten werden“, erklärte Barroso. (dpa-AFX)

Südkoreas Wachstum verlangsamt sich

Das südkoreanische Wirtschaftswachstum hat sich im zweiten Quartal abgeschwächt. Wie die Bank of Korea (BoK) am Dienstag in einer zweiten Veröffentlichung berichtete, wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zwischen April und Juni um revidiert 0,9 Prozent (vorläufig: plus 0,8 Prozent) auf Quartals- und um 3,4 Prozent auf Jahressicht, unverändert gegenüber dem ersten Datenausweis. Im ersten Jahresviertel hatte die viertgrößte Volkswirtschaft Asiens Zuwachsraten von 1,3 Prozent im Quartals- und 4,2 Prozent im Jahresvergleich verzeichnet. Die meisten Analysten erwarten im dritten Quartal eine weitere Abschwächung der Wachstumsdynamik.

Die erhöhte Inflation in ganz Asien stellt die koreanischen Währungshüter indessen vor ein Dilemma: Die Wachstumsabschwächung würde eigentlich für eine Lockerung der Geldpolitik sprechen, während der Inflationsdruck eine Straffung erforderlich machen würde. Die meisten Experten erwarten angesichts dieser Lage, dass die BoK den Leitzins bis zum Jahresende bei 3,25 Prozent unverändert lassen wird. (Dow Jones)

Experten rechnen mit Wachstum von weniger als neun Prozent in China

Immer mehr Experten rechnen mit einer Abschwächung des chinesischen Wirtschaftswachstums. „Die sich abschwächende globale Nachfrage nach chinesischen Exportartikeln wird eine Herausforderung sein“, sagte der Chefökonom der chinesischen Devisenkontrollstelle, Huang Guobo, am Dienstag. Falls die Nachfrageschwäche anhalte, könne die Wachstumsrate beim Exportweltmeister im kommenden Jahr unter neun Prozent fallen.

Von Reuters befragte Analysten hatten im Juli bereits mit einem Rückgang auf 8,8 Prozent im kommenden Jahr von zuvor 9,3 Prozent gerechnet. Ökonomen sehen eine Wachstumsrate von acht Prozent als kritische Marke an, um ausreichend neue Jobs für die in die Städte strebende Landbevölkerung zu schaffen. (Reuters)

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